Italienisches Leichtgewicht: Das Wilier Urta SLR Italienisches Leichtgewicht: Das Wilier Urta SLR Italienisches Leichtgewicht: Das Wilier Urta SLR

Neuheit 2021: Das Racefully Wilier Urta SLR

Italienisches Leichtgewicht: Das Wilier Urta SLR

  • Tim Folchert
 • Publiziert vor einem Monat

Leicht, steif und schnell: Mit dem Wilier Urta SLR erweitern die Rennrad-Experten aus Norditalien ihre Mountainbike-Palette um ein Highend-Marathon-Fully mit 100 Millimetern Federweg.

Wilier Triestina ist bekannt für superleichte Rennräder. Die Norditaliener aus der Nähe von Venedig wissen den Leichtbau auch auf das Mountainbike zu übertragen. Das zeigt das neue Race-Marathon-Flaggschiff: Das Wilier Urta SLR.

Gerade mal 1730 Gramm soll der Rahmen ohne Dämpfer in Größe M auf die Waage bringen. Trotzdem soll er extrem steif sein. Außerdem finden zwei Flaschenhalter im Rahmendreieck Platz. Praktisch, wenn lange Etappen auf dem Programm stehen. Der großzügige Kettenstrebenschutz aus Silikon soll auch in ruppigen Passagen für Ruhe sorgen. Außerdem hält eine kleine Kettenführung die Kette auf Kurs.

Wilier Triestina Der progressive Hinterbau soll durch seine kompakte Bauweise extrem steif sein. Praktisch: Dadurch passen zwei Flaschenhalter in den Rahmen.

Wilier greift beim Fahrwerk ganz oben ins Regal. Je nach Wahl arbeitet im Heck des Urta SLR entweder ein Fox-DPS-Factory- oder ein Rockshox-SID-Luxe-Ultimate-Dämpfer. Die im oberen Rahmendreieck integrierte Umlenkung soll nicht nur für ein progressives Dämpfungsverhalten sorgen, sondern auch den Hinterbau maximal verwindungssteif machen – und so jeden Tritt effektiv in Vortrieb verwandeln. In der Front sorgt entweder eine Rockshox SID Ultimate SL oder eine Fox 32 Stepcast Factory mit jeweils 100 Millimetern Federweg für Komfort und Bodenhaftung. Das Fahrwerk lässt sich mittels Lenker-Remote auf Knopfdruck ruhig stellen.

Wilier Triestina Vom Rennrad inspiriert: Der Monocoque-Lenker aus Carbon soll nicht nur gut aussehen, sondern auch das Gewicht drücken.

Vom Rennrad inspiriert

Der Monocoque-Lenker Urta Bar ist ein echter Hingucker. Dabei sind Lenker und Vorbau ein einziges Bauteil aus Carbon. Das drückt das Gewicht. Dieses Konzept übernahmen die Italiener von ihren Rennrädern. Ebenfalls vom Rennrad übernommen ist die Flat-Mount-Bremsaufnahme. Dabei sitzt die Bremszange nicht wie bei der üblichen Post-Mount-Aufnahme auf der Sitzstrebe, sondern auf der Kettenstrebe. Da der typische Post-Mount-Steg fehlt, soll den Kettenstreben so eine ausgewogener Flex nach links und rechts ermöglicht werden.

Wilier Triestina Schnell und doch ausgewogen: Das Wilier Urta SLR soll auf anspruchsvollen Cross-Country-Kursen und Marathon-Strecken für Aufsehen sorgen.

Die Geometrie will Wilier so optimiert haben, dass sich das 29er-Marathon-Racebike schnell und zugleich ausgewogen über die Rennstrecken dieser Welt jagen lässt. Dafür wurden kurze Kettenstreben und ein 69 Grad flacher Lenkwinkel gewählt. Beim 1x12-Antrieb kann aus den Schaltgruppen Sram XX1, XX1 AXS sowie Shimano XT und XTR gewählt werden.

Wilier Triestina Durch kurzen Kettenstreben soll das Wilier Urta SLR flink sein. Der 69 Grad flache Lenkwinkel hingegen soll für Laufruhe sorgen.

Accu-Fit heißt Wiliers Lösung zur Findung der optimalen Sitzposition. Der Begriff steht für den horizontalen Abstand zwischen Tretlager und dem Handstützpunkt in der Mitte des Lenkers. Damit will Wilier den in drei Vorbaulängen erhältlichen Monocoque-Lenker in Verbindung mit der Spacer-Höhe optimal auf den Kunden abstimmen.

Wilier Triestina Wie bei den Rennrädern sitzt die Flat-Mount-Bremsaufnahme beim Wilier Urta SLR auf der Kettenstrebe. Das soll dem Hinterbau ausgewogenere Federungseigenschaften ermöglichen.

So viel Leichtbau hat seinen Preis. Das Wilier Urta SLR kostet je nach Ausstattung zwischen 5400 Euro und 10 000 Euro. Ob das Urta SLR hält, was es verspricht, lesen Sie im ersten ausführlichen Test in BIKE 6/21 – ab 4. Mai im Handel.

Die Fakten des Wilier Urta SLR im Überblick:

  • Rahmengewicht ohne Dämpfer: 1730 Gramm (M)
  • Rahmengrößen: S, M, L, XL
  • Federweg: 100 Millimeter
  • Integrierter Carbon-Monocoque-Lenker Urta Bar
  • Platz für zwei Flaschenhalter
  • Preis: 5400 Euro bis 10 000 Euro (Rahmenset: 3200 Euro bis 3600 Euro)

Themen: 29 ZollCross CountryHighend-FullyMarathonMarathon-FullyRace-FullyWilier


Die gesamte Digital-Ausgabe 6/2021 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • MTB-Events in der Krisensaison 2020
    Individuell durch eine krisenhafte MTB-Saison

    18.12.2020Die MTB-Eventbrache hat 2020 aufgrund der Corona-Krise stark gelitten. Dennoch ist es vielen Veranstaltern gelungen, die Saison 2020 am "Rollen" zu halten.

  • Dauertest: Centurion Numinis XC Team
    Langzeit-Test: Marathon-Fully Centurion Numinis XC Team

    29.01.2020Mit nur 9,8 Kilo zählt das Numinis zu den Asketen unter den Marathon-Fullys. Doch wie schlägt sich das Leichtgewicht nach 80000 Höhenmetern?

  • Einzeltest 2019: Müsing Petrol 2C
    Marathon-Fully Müsing Petrol 2C im Kurztest

    13.01.2020Mit dem Müsing Petrol 2C kommt ein nagelneuer Marathon-Racer auf den Markt. Wir haben das Marthon-Fully ausprobiert.

  • Test 2020: Rose Thrill Hill 5
    Marathon-Fully Rose Thrill Hill im BIKE-Test

    25.01.2020Bis auf den Modell­namen hat das neue Rose Thrill Hill nichts mehr mit dem Vorgänger-Bike gemein und präsentiert sich im Test als zeitgemäßes und konkurrenzfähiges Marathon-Fully.

  • Maloja MTB-Sonderedition Wiawis-Racefully
    Maloja designt Race-Bike

    19.03.2021Das Bike aus Korea, das Design aus Oberbayern: Zusammen mit Wiawis, dem Radsponsor des Pushbikers-Teams, hat Maloja eine Sonderedition des Racefullys entworfen.

  • Marathon-WM 2020: Rennbericht
    Marathon-WM: Titel für Páez (COL) und Schweizerin Forchini

    26.10.2020Bei ihrer ersten Marathon-WM holt die Schweizerin Ramona Forchini im türkischen Sakarya überraschend den Titel. Bei den Herren triumphiert erneut der Kolumbianer Paez, vor Tiago ...

  • Test Orbea Oiz M Team
    Testsieger Race-Fullys: Orbea Oiz Team

    25.03.2021Leicht, schick, schnell und am Ende das beste Gesamtpaket: Das Orbea Oiz ist ein Race-Bike der Extraklasse und holt sich den Sieg im BIKE-Vergleichstest der Race-Fullys 2021.

  • Test 2015 All Mountain Bikes 29: Ghost AMR LT 8 LC
    Ghost AMR LT 8 LC im Test

    24.08.2015In Sachen Preis/Leistung hat Ghost in der aktuellen Saison einen guten Lauf. So unschuldig das neue AMR LT (Long Travel) in der Carbon-Version (LC) auch wirkt, es hat es faustdick ...

  • Marathon Weltmeisterschaft 2015 im Grödnertal
    Lakata und Dahle-Flesjå neue Marathon-Weltmeister

    29.06.2015Die Marathon-WM 2015 ist Geschichte: Das Rennen in den Dolomiten verlangte selbst den Profis alles ab. Alban Lakata und Gunn Rita Dahle-Flesjå siegten, Kulhavy und Mennen waren ...

  • Bildergalerie: Marathon fahren macht glücklich!

    03.05.2014Faszination Mountainbike-Marathon: tolle Stimmung, tolle Strecke, Laktat und Adrenalin. Und das grandiose Gardasee-Panorama macht das Paket perfekt.

  • Neu 2019: Scott Ransom
    Scott Ransom: 29 Zoll und 170-mm-Fahrwerk

    31.08.2018Das Scott Ransom ist zurück! Das kernige Race-Enduro mit 170-Millimeter-Fahrwerk und wahlweise 29- oder 27,5-Zoll-Breitreifen ersetzt ab sofort das Genuis LT. Vorhang auf für das ...

  • Test 2015 Marathon-Fullys: GT Helion Carbon Pro
    GT Helion Carbon Pro im BIKE-Test

    25.02.2016Wer Autozeitschriften liest, kennt das Schicksal von Maserati: extravagant, exklusiv und edel – aber im Vergleich mit Porsche & Co. kein Siegertyp. Beim GT-Test liegt der ...

  • Test 2012: Marathon-Fullys in 29 Zoll
    6 Marathon-Fullys in 29 Zoll im Test

    10.07.2012Glaubt man den Umfragen, sind 29er-Fullys Außenseiter und Ladenhüter. Das könnte sich allerdings bald ändern. Denn die vollgefederten Riesenräder eignen sich perfekt als ...

  • Marathon-Fullys

    31.01.2006Marathon-Fullys sind die perfekten Geräte für fast jeden Biker – schnell, komfortabel und mit Details ausgestattet, die jede Tour erleichtern. Zehn Oberklasse-Renner im Test.

  • Mennens Marathon-Blog #2: BIKE Four Peaks

    10.06.2014Mit der BIKE Four Peaks startete der Deutsche Meister Robert Mennen (Topeak Ergon) in die zweite Saisonhälfte. Hier seine Marathon-Erlebnisse der vier Renntage.

  • Die Top-Race-Hardtails im großen BIKE-Test
    Test 2015: Die schnellsten Race-Hardtails

    16.01.2015Keine anderen Mountainbikes klettern so gierig, wiegen so wenig und sind so verschwenderisch ausgestattet wie die Königsklasse der Race-Hardtails. Wir haben zwölf Luxus-Rennfeilen ...