Cube AMS HPC XT Cube AMS HPC XT Cube AMS HPC XT

Cube AMS HPC XT

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 14 Jahren

Das „AMS“ ist der Klassiker in der Cube-Palette. Jetzt kommt der Allrounder in Carbon. Was kann das Fahrwerk besser als die Alu-Version?

Carbon-Entwicklung klappt nicht von heute auf morgen, das haben auch die Entwickler von Cube erlebt. Das Bike wurde bereits auf den letzten Herbstmessen präsentiert, erst jetzt findet es den Weg in die Shops – und in unser Testlabor. Das “AMS HPC” markiert nun die Speerspitze der weit gefächerten “AMS”-Palette. Im Preisbereich von 1499 Euro bis 4999 Euro trifft das “AMS” jeden Geschmack innerhalb einer breiten Zielgruppe.

Es gibt drei Carbon-Varianten und beim Test-Bike interessierte uns natürlich zuerst, welche Vorteile das neue Carbon-Fahrwerk im Vergleich mit dem Alu-Modell bringt. An der Waage schlägt das “HPC” seinen Alu-Bruder um 330 Gramm (2077 für den Rahmen, Fahrwerk mit Dämpfer 2327 Gramm). Damit ordnet sich Cubes neuester Wurf im vorderen Bereich seiner Vergleichsgruppe (BIKE 3/08) ein. Auch die Steifigkeit ist bei der Konstruktion gelungen. Das Bike besitzt einen sehr guten STW-Wert (34) und stürmt auch mit seiner absoluten Steifigkeit (79 Nm/Grad) in die Spitzengruppe der Marathon-Fullys. Es schlägt außerdem die Alu-Konkurrenz aus eigenem Stall in diesem Kriterium klar – Mission erfüllt!

Im Test haben wir die preislich attraktive Version mit Shimano-“XT”-Gruppe für 3299 Euro durchleuchtet. Mit den tollen Rahmenwerten im Hinterkopf enttäuscht das komplette Bike an der Waage fast ein wenig. Es gerät durch die Ausstattung nicht superleicht, bleibt auf der anderen Seite allerdings bezahlbar. Der Carbon-Bolide übernimmt Geometrie und Federwege von der Alu-Version, die Winkel sind ein Grad steiler. Die Sitzposition wirkt angenehm sportlich, nicht übertrieben rennmäßig. Racer können das Cockpit absenken, Barends gibt’s gratis (der Lenker wirkt dadurch eher schmal). Im Sattel fühlt man sich wohl. Eine angenehme Mischung aus Laufruhe und Wendigkeit kennzeichnet das Handling, das Fahrwerk mit Fox-Komponenten arbeitet zuverlässig, sensibel und effizient – auch das entspricht der Alu-Version. Eine “Crash Replacement Warranty” garantiert einen kostengünstigen Rahmentausch bei Schaden, und auch die zwei Flaschenhalterpositionen und die aufgeräumte Zugverlegung ernten Lob – das Bike ist wie geschaffen für Langstrecken- oder Etappenrennen.

Etwas Kritik gibt es: Der Klarlack platzt ab, die Kettenstrebe könnte ein Blech gegen Chainsuck vertragen.


FAZIT: Mission geglückt: Das “AMS” in Carbon schlägt seinen Alu-Bruder bei den Laborwerten und verleiht dem Klassiker auch durch die gelungene Optik einen neuen Reiz.

¹Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.


Fotos: M. Greber, G. Grieshaber

Shimano-„XT“-Gruppe, Syntace-Cockpit, Barends und Crank Brothers „Eggbeater“-Pedale gehören zum Lieferumfang.

Der Carbon-Rahmen besitzt gefällige Formen, das „AMS“-100-Millimeter-Fahrerk mit Fox-Komponenten hat sich längst bewährt.

Themen: AMSCarbonCubeMarathon


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