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2006er Bikes im Einzeltest: Cannondale Rush 2000

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 16 Jahren

Die Zukunft auf dem Trail: die neuen Knaller von Cannondale, Fusion, Ghost, Radon, Rotwild und Specialized in einem ersten Fahrbericht. Cannondales neues Racebike soll die Nische zwischen „Scalpel“ und „Prophet SL“ füllen. (BIKE 10/2005)

ERLEUCHTUNG: Cannondales neues Racebike soll die Nische zwischen „Scalpel“ und „Prophet SL“ füllen.

Der neongrün phosphoreszierende Schriftzug auf der grell-gelben Lackierung beißt sich schon von weitem ins Auge. Die echten Innovationen am „Rush“ sind da weit weniger augenscheinlich. Nur das geschulte Auge erkennt, dass das Bike von Grund auf neu konzipiert ist – vorausgesetzt, man hat die übrige Cannondale-Modellpalette im Kopf. Der Hauptrahmen erinnert an ein „Scalpel“, die Schwinge an ein „Prophet“. Aber nur von der groben Form her. Material, Konifizierung und Details sind neu. Zum Beispiel besitzt die Schwinge im Bereich des Lagers ein aufwändiges, weil hohles Schmiedeteil, das das Gewicht senken und die Steifigkeit erhöhen soll. Das Oberrohr ist – im Gegensatz zum „Scalpel“ – von durchgehender Wandstärke, also nicht konifiziert – und soll damit die hohen Dämpferkräfte besser aushalten. Laut Firmenphilosophie ist das „Rush“ für Cross- Country-Racer gebaut, denen das „Scalpel“ zu wenig Federweg hat, und für Marathonfahrer, denen das „Prophet“ zu viel Federweg hat.

Bestätigen können wir Letzteres: Mit seiner sportlich gestreckten Sitzposition, dem langen Radstand und den relativ flachen Winkeln besitzt das „Rush“ einen enorm guten Geradeauslauf, den Marathonisti zu schätzen wissen. Auch das Steigvermögen des „Rush“ kann sich sehen lassen – trotz relativ hohem Cockpit. Das soft abgestimmte Fahrwerk sorgt bergauf wie bergab fast für Enduro-Feeling. Cross- Country-Racer werden dagegen mit dem „Rush“ nur auf den wenigsten Kursen glücklich, denn 110 Millimeter Federweg erscheinen für diesen Einsatzbereich sehr üppig, außerdem zählt das Bike nicht gerade zu den Kurvenkünstlern. Enge Kehren – bei Cross- Country-Rennen üblich – verlangen Körpereinsatz. Auch das Fahrwerk kann nicht in allen Lebenslagen trumpfen: Einen leichten Pedalrückschlag kann das „Rush“ auf dem kleinen Blatt nicht verleugnen. 100 Prozent effizienten Vortrieb gibt es dagegen auf dem mittleren Blatt.


FAZIT:
Das Cannondale „Rush“ platzt nicht vor Innovationen. Und genau das macht es aus: Denn die Entwickler haben mit bewährten Zutaten ein Bike geschaffen, mit dem Touren- und Marathonfahrer eine Menge Spaß haben werden.

Vertraute Optik: Beim Design des „Rush“ nahm man Anleihen von „Scalpel“ und „Prophet“.

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2006er Bikes im Einzeltest: Cannondale Rush 2000


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Themen: CannondaleEinzeltestRush


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