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Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten

Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten

9 Mountainbikes für Frauen im Test: Kaufberatung und Lexikon

Gitta Beimfohr, Sissi Pärsch am 31.10.2016

KAUFBERATUNG: MTBs für Frauen

Ob spezielles Frauen-Bike oder doch ein Unisex-Modell – auf diese Teile solltet Ihr beim nächsten Bike-Kauf unbedingt achten:

1 Rahmengröße: Ein zu großes Rad behindert auf dem Trail, ein zu kleines Bike führt mindestens zu Rückenschmerzen. Ein guter Händler misst Eure Schrittlänge und errechnet daraus die richtige Rahmengröße. Die Sitzposition kann mit einem entsprechenden Vorbau optimiert werden.

2 Federung: Egal, für welches Bike Ihr Euch entscheidet: Achtet darauf, dass Dämpfer und Federgabel auf Euer Gewicht eingestellt werden können (Luftdruck und Dämpfung). Frauen unter 60 Kilo müssen da oft lange suchen. Frauen-Bike-Hersteller lassen Dämpfer für Leichtgewichte extra abstimmen.

3 Laufräder: An den getesteten Frauen-Bikes sind ausschließlich 27,5-Zoll-Laufräder montiert. Aber es gibt auch 29 Zoll-Bikes für Frauen. Kleinen Frauen, die viel Trails fahren, empfehlen wir aber die leichteren und wendigeren 27,5 Räder.

Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten

Die wichtigsten Teile am Bike – kurz erklärt

4 Schaltung: Dreifach-Kettenblätter sind vom Aussterben bedroht. Wer Alpen-Touren plant, ist mit einer Zweifach Kurbel gut beraten. Viele der neuen Bikes sind nur noch mit 1x11 ausgestattet. Achtet dann auf die Anzahl der Kettenblattzähne: 28–30 sind auf langen Anstiegen noch gut kurbelbar.

5 Lenker: Schmale Lenker wegen schmaleren Schultern, heißt es. Für präzises Lenken und damit mehr Sicherheit auf dem Trail darf der Lenker jedoch mindestens 720 Millimeter breit sein.

6 Flaschenhalter: Wer nicht gern mit Trinkrucksack auf Tour geht, sollte darauf achten, dass im Rahmendreieck Platz für einen Flaschenhalter ist. Bei XS-Rahmen ist das nicht immer der Fall.

7 Teleskop-Sattelstütze: Ein Luxus, den man sich (trotz etwas mehr Gewicht) gönnen sollte. Es erhöht den Trail-Spaß ungemein. Kontaktpunkte am Bike Sattel, Griffe und Pedale sind die drei Verbindungspunkte zum Bike. Wichtig also, dass sie perfekt passen. Doch das Angebot ist groß und die Vorlieben unterschiedlich. Daher: probieren und Erfahrungen austauschen!


KAUFBERATUNG: Spezielle Geometrie bei Frauen-Bikes

Einmal in die wichtigsten Geometriedaten reingedacht, und man muss sich im Shop nie wieder ein nicht passendes Bike andrehen lassen.

1 Kettenstreben: Je kürzer die Kettenstreben, desto agiler das Bike. Zum Anheben des Vorderrades braucht man weniger Kraft. Allerdings steigt das Vorderrad im steilen Uphill auch früher.

2 Radstand: Je länger der Abstand zwischen Vorder- und Hinterrad, desto laufruhiger bis träge ist das Bike. Als guter Kompromiss gerade im Trend: langer Radstand mit kurzen Kettenstreben.

3 Tretlagerhöhe: Je tiefer das Tretlager, desto tiefer der Schwerpunkt, desto sicherer fährt sich das Bike bergab. Tiefe Tretlager setzen mit den Pedalen im Gelände aber auch leichter auf.

4 Oberrohr: Je länger das Oberrohr, desto gestreckter sitzt man auf dem Bike. Eine zu sportliche Position beschneidet das Handling bergab.

Test Frauen Mountainbikes Geometrie

Bike-Geometrie: Darauf muss man bei Frauen-Mountainbikes achten!

5 Sitzwinkel: Je flacher der Winkel, desto mehr hat man das Gefühl, "nach vorne" zu treten. Optimale Winkel liegen bei 72–74 Grad.

6 Lenkwinkel: Je flacher der Winkel, desto laufruhiger das Bike. Steilere Lenkwinkel machen das Bike agil, zu steile dagegen nervös.

7 Vorbau: Die Vorbaulängen variieren zwischen 40 mm (Enduro) und 100 mm (Hardtail). Ein kurzer Vorbau lässt das Bike direkter durch die Kurven steuern. Mit dem Vorbau lassen sich Bikes individuell anpassen.

8 Sattelrohr: Die Rahmengröße in Zoll oder Zentimetern angegeben bezieht sich auf die Länge des Sattelrohrs.

9 Steuerrohr: Je länger es ist, desto komfortabler die Sitzposition.

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Gitta Beimfohr, Sissi Pärsch am 31.10.2016