Die besten Kinderbikes: Leicht, ergonomisch, hochwertig Die besten Kinderbikes: Leicht, ergonomisch, hochwertig Die besten Kinderbikes: Leicht, ergonomisch, hochwertig

Test 2013: Kinder-Mountainbikes

Die besten Kinderbikes: Leicht, ergonomisch, hochwertig

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 8 Jahren

Bis vor wenigen Jahren waren kindgerechte Räder absolute Mangelware. Ein paar Firmen haben das Problem erkannt und sich auf Kinderbikes spezialisiert. BIKE stellt die besten 20- und 24-Zöller vor.

Bleischwer und mit Erwachsenen-Komponenten bestückt war gestern. Ein gutes Kinderfahrrad ist leicht und besitzt ergonomische, kindgerechte Anbauteile. So etwas gibt es nicht? Doch. Mittlerweile schon. Noch vor wenigen Jahren lag der Markt für wertige Kinderbikes brach. Meist bunt und optisch ansprechend aber mit gut und gerne 13 Kilo meist so schwer wie ein Erwachsenen-Bike. In Relation zum eigenen Körpergewicht ein absolutes Missverhältnis.

"Kinder wollen oft das optisch gleiche Bike wie der Papa. Hauptsache bunt und auf jeden Fall mit einer Federgabel", weiß Uwe Matthies. Der Chef von Maxx Bikes kennt das Problem mit den Kinderrädern. Wer allerdings nur nach fescher Optik, Federgabel und Scheibenbremsen auswählt, zieht bei Kids-Bikes schnell eine lahme Bleiente an Land. Frust und Qual sind vorprogrammiert. Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihre Hausrunde mit einem E-Bike bewältigen. Mit leerem Akku, versteht sich. Und mit extra montierten Bleigewichten. Zusätzlich wäre eine Kurbel montiert, bei der die Pedale über 30 Zentimeter weit auseinander liegen. Und um das Ungetüm im Zaum zu halten, gäbe es nur überdimensional große Bremshebel, die wenig Wirkung entfalten. Wie soll damit Biken Spaß machen?

Bei guten Kinder-Bikes geringer Wertverlust

Doch zum Glück tut sich bei den Kinder-Bikes etwas. Mehr und mehr Anbieter spezialisieren sich auf wirklich kindgerechte Räder, bei denen sinnvoller Leichtbau und Ergonomie im Mittelpunkt stehen. Wir haben drei 20 Zöller zwischen 380 und 479 Euro und drei 24-Zoll-Bikes von 369 bis 799 Euro ausgewählt, die uns besonders gefallen. Kleines Rad, großer Preis?

Mag sein, aber Ihr Nachwuchs wird es Ihnen auf der gemeinsamen Runde danken und kann selbst erfühlen, warum Mama und Papa so gerne biken. Zudem ist der Wertverlust eines guten Kinder-Bikes niedrig. Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Rad sind, sollten Sie darauf achten:


1. Niedriges Gewicht! Beim 20-Zöller unter neun und beim 24-Zöller unter 12-13 Kilo. 
2. Kurze, schmale Kurbeln! Unter 160 Millimeter Länge und so schmal wie möglich.
3. Gute Parts! Also einstellbare Bremshebel, dünne Griffe und gepolsterter Sattel.
4. Sinnvolle Gabel: Die meisten Federungen für Kids arbeiten zu straff und sind unnötig.

Wenn das alles passt: Greifen Sie zu!

Kleine Grösse - So passt das neue Rad von Anfang an!


Die richtige Größe
Ist das Rad zu groß, bleibt der Spaß auf der Strecke. Um zu überprüfen, ob das neue Bike wirklich passt, haben wir bei allen Modellen die minimal und maximal mögliche Sitzhöhe gemessen. Normalerweise wird die Sitzhöhe von Mitte Tretlager bis Oberkante Sattel gemessen. Um die unterschiedlichen Kurbellängen zu berücksichtigen, haben wir den Abstand vom Pedal bei tiefer Kurbelstellung bis zur Oberkante des Sattels angegeben. Die Schrittlänge Ihres Kindes sollte mindestens der minimalen Sitzhöhe im Testbrief entsprechen.


MTB-Fullys für den Nachwuchs
Funktionelle MTB-Fullys, die sich von 16 auf 20 Zoll umbauen lassen, gibt es unter www.lilshredder.com

5 Fragen an den Ergonomie-Experten Dr. Kim Tofaute


BIKE: Wie finde ich die richtige Bike-Größe?
Dr. Kim Tofaute: Das Rad sollte von Beginn an passen. Zunächst mit komplett abgesenktem Sattel, in zwei Jahren mit ausgezogener Stütze.


Welche Rolle spielt das Gewicht?
Viele Kinder-Bikes sind schwerer als Erwachsenenräder. Das Gewicht ist natürlich immer eine Preisfrage. Allerdings sollte man wissen, dass sich hochwertige Kinder-Bikes oft ohne großen Verlust wieder verkaufen lassen.


Wie gut ist die Ergonomie von Kinder-Bikes?
Kinderergonomie ist eine Wüste. Es gibt viel zu oft Plastiksättel ohne Komfort, zu breite Kurbeln, dicke Griffe und Bremshebel, die von der Mechanik so schlecht sind, dass die Handkräfte von Kindern oft nicht ausreichen.


Macht eine Federung Sinn?
Vollgefederte Bikes sind in der Regel viel zu schwer und erfüllen meist nur optische Ansprüche. Selbst Federgabeln sind aufgrund der schlechten Funktion bei Fahrern um 25 Kilo oftmals noch kein Thema.


Was kann ich noch optimieren?
Bei vielen Anbauteilen wie z. B. Kurbeln gibt es nur wenige Alternativen. Eltern können in manchen Bereichen dennoch gezielt Ergonomie und Gewicht verbessern. Leichtere Reifen machen bereits einen gewaltigen Unterschied.


Diese Kinderbikes finden Sie im Test:

• Islabikes Beinn 20 small
• Kaniabikes Twenty
• MTB Cycletech Moskito 20"
• Cannondale Boys 24" Trail
• Kona Kula 24
• Maxx Racemaxx 24"


Dieser Kinder-MTB-Test und die Tuning-Tipps für Kinderbikes ist BIKE 04/2013 erschienen. Den kompletten Artikel finden Sie unten als kostenloses PDF zum Download. Die BIKE-Ausgabe können Sie hier kaufen!

Themen: BIKE 4/2013JugendradKinderKinder-BikeTest

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