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Specialized Epic S-Works

  • Tomek
 • Publiziert vor 15 Jahren

Leichter, steifer, besser? Was kann Specializeds Carbon-Technik wirklich? Ein erster Test zeigt die Wahrheit

Leichter, steifer, besser? Was kann Specializeds Carbon-Technik wirklich? Ein erster Test zeigt die Wahrheit.

Kaum einen Test haben wir mit größerer Spannung erwartet: Kann Specialized mit dem Einsatz von Carbon die Performance der hauseigenen Alu-Modelle übertrumpfen? Mit dem „Epic S-Works“ hatten wir erstmals Gelegenheit, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Erster Test: Steifigkeit und Gewicht. Der Rahmen des Kohle-„Epic“ wiegt nackt, also ohne Dämpfer, 1 965 Gramm und bringt auf unserem Prüfstand eine Steifigkeit von 56,72 Newtonmeter pro Grad Auslenkung. Damit ist der Rahmen etwa 60 Gramm leichter und knapp 1 Nm/° steifer als der Rahmen des „Epic Marathon“ aus „M5“-Aluminium. Unterm Strich heißt das: pari, denn diesen Unterschied spürt man nicht.

Was man aber spürt, ist die deutlich leistungsfähigere Funktion des gesamten Fahrwerks – im Vergleich zum Vorjahres-„Epic“. Dem Ruf nach mehr Federweg ist Specialized gefolgt und spendiert dem Racer nun 100 Millimeter vorne und hinten. Gleichzeitig ist die „Brain“-Funktion jetzt einstellbar. In geschlossener Position funktioniert der Hinterbau wie gehabt: Das Masse/Trägheitsventil öffnet sich nur bei großen Schlägen, ansonsten kommt Hardtail-Feeling auf. In offener Position spürt man kaum mehr etwas vom automatischen Lock-out – der Negativ-Federweg baut sich schneller auf als in geschlossenem Zustand und der Hinterbau fühlt sich sensibler an, ohne dabei zu wippen – das dürfte auch die bisherigen „Brain“-Gegner überzeugen. Ansonsten ist am neuen „Epic S-Works“ alles verbaut, was gut und teuer ist. Und mit elf Kilo ist dieses Bike mehr als wettbewerbstauglich. Dabei merkt man an jedem Detail, dass Specialized nicht nur beim Dämpfer mit „Hirn“ arbeitet. So arbeiten die Amis zwar mit den umstrittenen Dual-Control-Hebeln, aber mit herkömmlichen Schaltwerk. Man schaltet also klassisch mit Handkraft auf die kleineren Gänge.


FAZIT: Carbon bringt am „Epic S-Works“ in erster Linie Optik. Eine spürbare Verbesserung ist das Fahrwerk. Das „Epic“ in dieser Ausstattung ist sicher eines der besten Cross-Country- und Marathon-Bikes der Welt. Und eines der teuersten.

* Die Bewertung gibt den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Es ist keine Addition der einzelnen Punkte. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

Ronny Kiaulehn

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