Specialized Epic

  • Tomek
 • Publiziert vor 13 Jahren

Das schnellste Fully der Welt! Neun Kilo leicht und 10.000 Euro teuer – das Specialized "Epic" von Worldcup-Racer Christoph Sauser ist das schnellste Fully der Welt.


"An meinem Bike ist keine einzige Stahlschraube mehr verbaut. Die meisten Schrauben wurden für mich handgefertigt."


"Die meisten Teile und Sonderlösungen haben meine Mechaniker entwickelt."

Vize-Weltmeister, Vize-Europameister. Worldcup-Sieg in Mont Sainte Anne, Worldcupsieg in Schladming, Sieg beim Swiss- Bike-Masters-Marathon und beim Cape Epic. Wo Christoph Sauser antritt, müssen seine Konkurrenten mit dem Schlimmsten rechnen. Insbesondere, wenn die Strecke schwere Passagen besitzt. „Susi“ fährt Fully aus Überzeugung, nicht auf Wunsch der Sponsoren. „Das ist ganz logisch: Auf einer schweren Strecke bringt die Federung echten Vorteil. Und auf einem einfachen Kurs fahre ich immer noch ein leichteres Bike als die meisten Konkurrenten mit Hardtails!“ Christoph Sauser bewegt das schnellste Fully der Welt. Je nach Wahl der Reifen zeigt die Waage 8,9 bis 9,1 Kilo an. Das Specialized „Epic S-Works“ wiegt als Serien- Bike in Größe L etwa 11,3 Kilo. Der erfahrbare Unterschied ist sensationell (siehe Fahrbericht rechts). In Kleinarbeit haben Specialized-Mechaniker Benno Willeit und Sausers Ex-Cannondale- Mechaniker Patrick Griessen Gramm für Gramm abgespeckt. Aus Carbon, Alu und Titan-Rohmaterial schnitten sie Abdeckungen für Steuersatz und Vorbau, drehten sie Schrauben, wickelten die Sattelstützklemmung. Die Carbon-Deckel des Gabel-Luftventils spart sechs Gramm. Eigens für die Carbon-Rennradkurbeln wurde das Tretlager verbreitert, die Kurbeln fürs Bike modifiziert. Auch wenn ein einziges Teil vielleicht nur wenige Gramm bringt, summiert sich das Tuning auf einen Verlust von 2,4 Kilo. Christoph Sauser ist bekannt für seine Akribie. Beim Essen, beim Training, bei der Ausrüstung. Beim Tuning gilt wie beim Training das Motto: Wer nicht im Detail arbeitet, erreicht auch das große Ziel nicht. Am Bike fehlt nichts, worauf Profi-Racer des Gewichts wegen gerne verzichten: Vollfederung, Scheibenbremsen, Flaschenhalter und Barends, sogar ein Lockout-Hebel am Lenker. Das Reifenprofil schneiden die Mechaniker nach Fahrerwunsch zurecht. Und auf die Pflege, die Sausers Rennpferd genießt, wäre jedes Bike neidisch: Nach jedem Rennen strippt Mechaniker Benno die komplette Maschine, putzt und wäscht, wechselt das Gabelöl, montiert neue Bremsbeläge, Reifen, Kette und Züge und ersetzt auch mal die Schaltung. Alle drei Rennen gibt es neue Kettenblätter. Sicher ist sicher. Fünf Rahmen braucht „Susi“ pro Saison, „Die tauschen wir aus, wenn sie verkratzt sind“, sagt Benno, „das Bike soll ja immer schön aussehen.“ Eines fuchst Christoph Sauser dennoch: Er fährt zwar das schnellste Fully der Welt. Aber das schnellste Bike der Welt ist immer noch ein Hardtail: das Bianchi von Dreifach-Weltmeister Julien Absalon.

Themen: EpicFullysSpecialized


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