Race-Fullys um 3500 Euro Race-Fullys um 3500 Euro Race-Fullys um 3500 Euro

Race-Fullys um 3500 Euro

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 18 Jahren

Racefullys jenseits der 5000-Euro-Grenze sind zwar das Maß der Dinge, aber zum Fahren fast zu schade. Im Schatten der Topklasse: seriöse Arbeitsgeräte für den Renneinsatz, die kaum weniger können. Zehn davon in diesem Test.

Race-Fullys um 3500 Euro – eigentlich sind das die Underdogs unter den Mountainbikes. Auf Messen werden sie mit Missachtung gestraft, weil im Rampenlicht immer nur die Topmodelle stehen. Auch im BIKE-Test sind sie unterrepräsentiert. Denn entweder wir testen günstigere Bikes – oder eben die besagten Aushängeschilder der Topklasse. Gerade deshalb sprechen viele Gründe dafür, diese Preisklasse einmal ins rechte Licht zu rücken.

Ein Bike für 3 500 Euro als Schnäppchen oder Preis-/Leistungs-Renner zu bezeichnen, wäre vermessen. Doch ein Vergleich mit der absoluten Top-Klasse (Test in Heft 1/03) bringt Erstaunliches zu Tage: So beträgt der durchschnittliche Kaufpreis der Superteuren rund 5600 Euro. In diesem Test sind es 3652 Euro, also fast 2000 Euro weniger. Macht man dafür Abstriche? Kaum. Nehmen wir das Gewicht.
Die Topmodelle wiegen im Schnitt 11,46 Kilo, die zweite Garde 11,96 Kilo. Klar, ein halbes Kilo kann Welten bedeuten. Doch oft bekommt man dafür sogar eine Extraportion Leistung. Beispiel Specialized: Im Vergleich zum Topmodell S-Works FSR XC hat man in der günstigeren Marathon-Version eine bessere Gabel am Bike – die Fox Float 80 RLC. Auch über das bewährte Rapidfire-Schaltsystem am günstigeren Specialized statt der neuen XTR mit Dual Control werden sich viele Käufer freuen.


Rahmen und Federung
Eine der Kernfragen dieses Tests war: Was haben die Hersteller in Sachen Hinterbau-Kinematik zu bieten? Vorweg: Wer auf supersteifes Hardtail-Feeling bergauf steht, kommt um die Lockout- Funktion nicht herum, die fast alle Bikes optional bieten. Aber einen leichten Rahmen mit einer effektiven und trotzdem komfortablen Federung zu kombinieren, das ist die hohe Kunst der Konstrukteure. Und kaum eine Bike-Kategorie bietet so unterschiedliche Lösungsansätze.


Gabelwahl
An der Front scheint Manitous Skareb die neue Lieblingsgabel der Hersteller zu sein. Gleich an vier Bikes ist die leichte Luftgabel verbaut. Und grundsätzlich hat sie an allen Testbikes auch gut funktioniert. Was uns jedoch wunderte: Im Dämpfungsverhalten glich keine der anderen – trotz Ausnutzung aller Einstellungsoptionen.


Für die Ausstattung
verbauen die Hersteller fast durchweg standesgemäße Komponenten, die für den Renneinsatz taugen. Geschaltet wird auf XT- oder XTR-Niveau, bissige Scheibenbremsen sind meist Standard.


Fazit
Trotz Ausreißern: In dieser Preisklasse bekommt man allerhöchste Qualität fürs Geld. Fast alle Bikes dieser Testgruppe können wir uneingeschränkt für den Renneinsatz empfehlen.


Alle Bikes in diesem Test
Bianchi CC Lite, Cannondale Scalpel 800, Cube Airwing Blackline, Klein Palomino Race, Merida XC Mission Elite, Rotwild RCC 07, Specialized Epic Marathon, Stevens F9 Team XC, Trek Fuel 98 OCLV, Wheeler Comp 10

Themen: CarbonHardtailRace-Fully

  • 0,99 €
    Test: Race-Fullys 06/2003

Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Merida Matts TFS XT-Edition

    13.02.2012Das Merida Matts ist ein gutmütiger Tourer mit XT-Gruppe, aber schwacher Gabel. Der Aufpreis zum nächsten Modell lohnt sich.

  • Test 2017: Ergon IP3 Solestar Sohle für Mountainbike-Schuhe
    Mehr Kraft aufs MTB-Pedal: Ergon IP3 Innensohle

    23.05.2017Ergon verwendet für seine IP3-Innensohlen ein Patent von Solestar, welches den Fuß im Gewölbebereich unterstützt und den Ballen leicht absinken lässt.

  • SQlab Super 6.1 active: Carbon-Sattel im Fahrbericht
    Neuer Carbon-Sattel von SQlab: ultraleicht und bequem

    29.07.2015Die Ergonomie-Spezialisten von SQlab verweben Leichtbau und Komfort. Der neue Sattel Super 6.1 wird geflochten, ist schwimmend gelagert und kostet ein Heidengeld. Wir sind ihn ...

  • Neue 2014er Bikes von Merida: Big.Seven, Big Ninety-Nine und One Forty-B

    18.04.2013Die Saison hat noch nicht begonnen und schon präsentiert Merida drei neue Modelle der Saison 2014. Standesgemäß durfte BIKE bereits Mitte Februar die ersten Testrunden auf der ...

  • Test 2014: GT Sensor Carbon Pro

    20.08.2014Mit 5499 Euro markiert das GT den preislichen Spitzenplatz in diesem Vergleich. Dafür trumpft das Sensor als einziges Bike mit komplettem und dazu noch äußerst steifem ...

  • Neu: Canyon Neuron CF 2019
    Canyon Neuron CF: Mehr Sport-Tourer als Trailbike

    27.11.2018Entgegen dem Trend, 130-mm-Bikes zu Abfahrtsspezialisten aufzubohren, spricht Canyon mit dem neuen Neuron CF sportliche Touren-Mountainbiker an, für die das Bergauf genauso großen ...

  • Test 2017: Shocker Laufräder Alu gegen Carbon
    Duell: Sind Carbonlaufräder wirklich leichter als Alu?

    14.07.20171000 Euro! Damit kann man einen schönen Kurzurlaub buchen oder sich einige nette Upgrades am Bike leisten. Genau diese Preiskluft liegt zwischen den beiden Testlaufrädern aus ...

  • Test 2013: Einsteiger-Hardtails um 1500 Euro
    29er-Hardtails um 1500 Euro im BIKE-Test

    25.05.2013Nach drei holperigen Jahrgängen sind die Twentyniner in der Gunst der Käufer ganz oben angelangt. Mit Recht, wie unser Test von neun Einsteiger-29ern um 1500 Euro beweist.

  • Neuheiten 2016: Centurion Backfire Carbon 29
    Backfire Carbon: neues Marathon-29er von Centurion

    13.05.2015Das Team Centurion-Vaude hat ein neues Arbeitsgerät: Das neue Backfire Carbon 29er kommt ab Herbst in den Handel, das Team um Markus Kaufmann und BIKE durfte es aber bereits ...