NEU: Cannondale stellt Race-Hardtail F-Si vor NEU: Cannondale stellt Race-Hardtail F-Si vor NEU: Cannondale stellt Race-Hardtail F-Si vor

NEU: Cannondale stellt Race-Hardtail F-Si vor

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 7 Jahren

Beim Worldcup in Nove Mesto sah man die Profis bereits damit fahren: Cannondales neue Race-Waffe heißt F-Si. Alle Infos und Details zum brandheißen Worldcup-Racer.

Im Vorfeld des CC-Worldcups in Albstadt hat Cannondale sein neues Race-Hardtail präsentiert: das F-Si. Die Weiterentwicklung des legendären "Flash" wurde vom Team um Peter Denk mit dem Ansatz entwickelt, so viel Systemintegration wie möglich in das neue Race-Hardtail zu stecken. Die Cannondale-Entwickler gingen sogar soweit und konstruierten den Rahmen um die hauseigenen Teile wie Lefty-Gabel, OPI-Vorbau und Hollogramm-Kurbel. Der neue Rahmen, der 960 Gramm wiegen soll, wartet mit einigen Neuerungen auf, die das Handling des 29ers deutlich näher an alte 26-Zoll-Versionen bringen sollen.

Die wichtigsten Fakten zum neuen Cannondale F-Si

  • flacherer Lenkwinkel (69,5 Grad)
  • kürzere Kettenstreben (429 mm)
  • komfortablere Save 2-Sattelstütze (50 Gramm leichter)
  • größere Gabelvorbiegung der Lefty-Gabel (55 mm; vorher 45 mm)
  • besseres Handling bergab
  • bessere Traktion im steilen Uphill

Neues Cross Country-Racebike: das Cannondale F-Si

12 Bilder

Das neue F-Si, das Manuel Fumic und Marco Fontana beim letzten Worldcup in Nove Mesto erstmals fuhren, hat nicht mehr viel mit dem Vorgänger zu tun. Die neue Lefty-Gabel mit einer größeren Vorbiegung soll das Handling deutlich wendiger machen. Um aber gleichzeitig keine Laufruhe für schnelle Downhills zu verlieren, wurde der Lenkwinkel etwas abgeflacht auf 69,5 Grad. Das wendige, kontrollierte Handling spürt man beispielsweise in steilen Serpentinen im Uphill, wo viele 29er zum Wegkippen neigen beim starken Einlenken.

Das beste aus zwei Welten vereint

Chef-Ingenieur Peter Denk spricht von drei großen Schwachpunkten, die 29er immer hatten. Erstens das etwas träge Handling, um beispielsweise blitzschnell Steinen im Downhill auszuweichen. Zweitens die oft weichen Laufräder und drittens die langen Kettenstreben, die es schwer machten, 29er aufs Hinterrad zu lupfen. Auf diese drei Punkte sei der Hauptfokus in der Entwicklung des F-Si gelegt worden. Vom Ergebnis spricht Denk so: "Endlich haben wir das Beste aus zwei Welten verbunden - die Vorteile vom 29er mit denen eines 26-Zoll-Bikes vereint." Genau das sind auch die drei Haupt-Neuerungen am F-Si:

Neue Lefty-Gabeln mit größerem Offset

Um dem trägen Handling Herr zu werden, hat Cannondale die Gabelvorbiegung der neuen Lefty-Gabeln von 45 auf nun 55 Millimeter vergrößert. So komme man laut Denk dem Handling von guten 26-Zöllern sehr nahe. Um aber auf die Laufruhe von 29ern nicht verzichten zu müssen, wurde der Lenkwinkel gleichzeitig auf 69,5 Grad abgeflacht. Wer jetzt glaubt, dass das F-Si nicht mehr agil genug ist, liegt falsch. Denn das Race-29er lenkt sich super wendig, springt blitzschnell durch Kurven und beschleunigt sich gleichzeitig im Wiegetritt äußerst ruhig und aggressiv.

Kürzere Kettenstreben und nach rechts verschobene Kettenlinie

Mit 429 Millimeter langen Kettenstreben besitzt das F-Si laut Cannondale die kürzesten im CC-Worldcup. Das sorgt dafür, dass man das Vorderrad spielerisch einfach über Hindernisse lupfen kann und man im Wiegetritt eine super Traktion am Hinterrad hat. Außerdem wurde auf so viel Reifenfreiheit geachtet, dass man sogar 2.35'' breite Pneus fahren kann. Damit der Umwerfer nicht am Reifen streift, wurden Umwerfer, Kettenblätter und die Kassette hinten um sechs Millimeter nach rechts (außen) versetzt. So bleibt die Kettenlinie erhalten und am Hinterrad bekommt man durch eine breitere Abstützung der Speichen sogar mehr Steifigkeit. Das klingt nach einem neuen Standard, ist es aber nur teilweise. Denn das Hinterrad muss zwar speziell eingespeicht sein (nicht mehr asymmetrisch), aber das lässt sich mit denselben Speichen, Naben und Felgen realisieren wie ein herkömmliches Laufrad. Momentan bezieht Cannondale von Mavic, Stan's und Enve solche Hinterräder.

Steifere Naben mit breiterer Abstützung

Durch die breitere Abstützung werden die Laufräder steifer, was einen weiteren 29er-Nachteil ausmerzt. Auch vorne verbaut Cannondale Lefty-Naben mit breiterer Abstützung und flacherem Speichenwinkel, was die Steifigkeit erhöht. "So erreichen wir mindestens so steife Laufräder wie bei 26 Zoll", sagt Peter Denk. Das schlägt sich auf dem Trail durch superdirektes Handling nieder.


Den Fahrbericht zum Cannondale F-Si finden Sie hier: Das Cannondale F-Si im ersten Fahrtest

Themen: 29 ZollCannondaleCross CountryFlashHardtailRace


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