Kona King Supreme

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 15 Jahren

Mit dem „King Supreme“ will Freeride-Spezialist Kona auch in der Cross-Country-Szene Fuß fassen.

Klotzen statt kleckern, das ist man von Kona eigentlich gewohnt. Normalerweise sind die Kanadier bekannt für Freeride-Bikes schwereren Kalibers. Cross-Country-Bikes hatte man in Vancouver zwar schon immer im Programm, jedoch eher der Vollständigkeit halber.

Beim „King Supreme“ hat man den Eindruck, dass Kona sich jetzt etwas intensiver mit dem Thema Cross Country befasst. Denn sowohl optisch als auch technisch scheint das Bike durchdacht. Absolute Priorität hatte wohl das Gewicht und mit 10,5 Kilo kann sich das Bike in seiner Liga wirklich sehen lassen. Hierfür hat Kona weder Kosten noch Mühen gescheut – Minimalismus war das Motto: Der Rahmen besteht aus einer hauchdünnen, superleichten Scandium- Legierung. Und auch bei den Komponenten griff man tief in die Leichtbaukiste: mit V-Brakes statt Scheibenbremsen und Mini-Federweg hinten (80 Millimeter).

Das klingt allerdings auch nach funktionellen Abstrichen. Klar, V-Brakes bremsen schlechter als Scheibenbremsen. Und mit leicht überdämpften 80 Millimeter Hub hinten erreicht man keinen Top- Komfort. Dass man mit dem „King Supreme“ bergab trotzdem richtig schnell fahren kann, verdankt das Bike der Freeride-Herkunft seiner Schöpfer: Flache Winkel und der breite Lenker sind die Mittel, mit denen Kona das eher zähe Fahrwerk wettmacht. Dazu kommt die komfortable Fox-Gabel mit 100 Millimetern Federweg – die übernimmt ohnehin den Löwenanteil an der Fahrwerksarbeit. Doch die Geometrie funktioniert nicht nur bergab gut. Trotz hoher Front kommt man bestens bergauf. Auch in den sehr steilen, grob geschotterten Uphill-Passagen unseres Test-Parcours kam das „King Supreme“ nie ans Limit. Die 10,5 Kilo sprechen dabei für sich. Doch bei den Reifen hat Kona den Minimalismus übertrieben: Die schmalen Nokian-Schlappen nervten nicht nur mit Platten, sondern verschenken auch viel Potenzial bei Traktion und Fahrsicherheit. 1,7 Zoll schmale Reifen sind einfach nicht mehr zeitgemäß.


FAZIT: Das „King Supreme“ ist ein leichter Racer mit ausgewogenen Fahreigenschaften. Der Komfort bleibt auf der Strecke. Auch der Preis ist hoch.

Minimalismus: Wer Leichtbau will, muss bei Kona auf Scheibenbremsen und Komfort verzichten.

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Themen: EinzeltestKinaKingSupreme


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