Einzeltest: Specialized Epic S-Works Einzeltest: Specialized Epic S-Works Einzeltest: Specialized Epic S-Works

Einzeltest: Specialized Epic S-Works

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 17 Jahren

CARBON-KUR: Ein Chassis aus Carbon und ein neu konstruierter „Brain“-Dämpfer sollen das „Epic“ aufwerten.

Seit drei Jahren schlägt sich das Specialized „Epic“ erfolgreich auf dem Markt – und ist in Rennfahrerkreisen eine große Nummer. Wenn hier überhaupt vollgefederte Bikes akzeptiert werden, dann steht das „Epic“ jedenfalls ganz oben auf der Liste. Warum? Weil der „Brain“-Dämpfer mit seinem Masse-/Trägheitsventil nur dann arbeitet, wenn er wirklich gebraucht wird. Auf glattem Untergrund verhärtet er sich – und das Bike wird zum Hardtail.

Doch zwei Kritikpunkte am bisherigen Alu-„Epic“ tauchten immer wieder auf. Erstens: Der Rahmen war vor allem im vorderen Bereich nicht allzu steif. Unpräzises Lenkverhalten war die Folge. Und zweitens: Der Übergang vom Lockout in den aktiven Modus und umgekehrt war sehr abrupt. Beide Kritikpunkte wird sich Specialized beim neuen Carbon-„Epic“ sicher nicht mehr anhören müssen. Mit der „FACT“-Technik, einem Herstellungsverfahren, bei dem die Carbonrohre einzeln gefertigt und später zusammengefügt werden, konnte Specialized nicht nur das Rahmengewicht senken, sondern die Steifigkeit deutlich verbessern. Das spürt man deutlich im Wiegetritt, aber auch beim Lenken durch enge Singletrails.

Auch das zweite Problem, das fast digitale An-/Aus- Verhalten des „Brain“-Dämpfers, ist definitiv gelöst. Der Schwellenwert, bei dem der Hinterbau zu arbeiten beginnt, lässt sich nun verstellen. Dreht man die Einstellschraube ganz auf (Trail Tune), spürt man das Einsetzen des Plattform-Effekts so gut wie gar nicht mehr. Und auch im harten Modus ist der Übergang jetzt deutlich weicher als bisher. Des Weiteren ist der Federweg des „Epic“ von 80 auf 100 Millimeter gewachsen, so dass man jetzt in den Genuss von echtem Fully-Komfort kommt – und das ohne Einbußen beim Pedallieren. Antriebseinflüsse sind in keiner Kettenblatt-/Ritzelkombination zu spüren. Trotz deutlich verbesserter Technik bleibt das Gesamtgewicht des Bikes in der „S-Works“- Version mit 11 Kilo absolut renntauglich.


FAZIT:
Das „Epic“ hat mehr als nur Modellpflege erfahren. Specialized konnte die Leistung des Racebikes dank Carbontechnik und neuem Dämpfer erheblich verbessern.

Effektiv: Die Carbon-Kur hat bei Specialized nicht nur die Optik verändert.

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