Einzeltest: Radon QLT Pro Walter Röhrl Edition Einzeltest: Radon QLT Pro Walter Röhrl Edition Einzeltest: Radon QLT Pro Walter Röhrl Edition

Einzeltest: Radon QLT Pro Walter Röhrl Edition

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 16 Jahren

PREISHAMMER: Für 1 600 Euro gibt es bei Radon eine Ausstattung vom Allerfeinsten.

Dass Radon als Versendermarke – allein durch diesen Umstand – Bikes billiger anbieten kann, ist klar. Trotzdem klingt der Preis für dieses Bike astronomisch niedrig. Diverse E-Mails und Anrufe bei Radon kostete es, bis wir den Preis glauben konnten. Nur 1599 Euro kostet das „QLT Pro Walter Röhrl Edition“. Die Ausstattung und Komponenten, die man dafür bekommt, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Schaltung ist eine Mischung aus Shimanos „XT“ und „XTR“-Gruppen. Vorne arbeitet eine Manitou „Black Super Air SPV“, hinten ein hochwertiger DT-Dämpfer. Bremsen und Naben: Shimano „XTR“. Anbauteile wie Vorbau und Sattelstütze stammen von der amerikanischen Edelschmiede FSA. Der Namensgeber des Bikes, Rallye-Legende Walter Röhrl, ist zwar bekanntermaßen ein angefressener Biker. Dass Röhrl jedoch die Teile wirklich selbst ausgesucht hat, ist wohl eher unglaubwürdig. Denn bei der Spezifikation eines Bikes in dieser Preisklasse geht es um Cent-Beträge. Das fordert einen pfiffigen Product Manager.

Auf dem Testtrail zeigt sich das Radon von einer extrem wendigen Seite. Man braucht den Lenker fast nur anschauen, schon schlägt das Bike Haken. Grund für dieses fast nervöse Lenkverhalten ist der relativ steile Lenkwinkel und der kurze Radstand. Durch den langen Vorbau sitzt man zudem etwas frontlastig auf dem Bike – was wiederum zu einem sehr guten Steigverhalten führt. Die Federelemente arbeiten dabei sehr feinfühlig und reagieren auf jeden kleinsten Kieselstein. Bergauf auf Schotter macht dem Radon so schnell keiner etwas vor. Beim Downhill kommt wieder die nervöse Lenkung zum Tragen. Wer’s richtig krachen lassen will, braucht hohe Konzentration und ein ruhiges Händchen, sonst läuft das Radon aus der Spur. Dazu kommt, dass die Gabel stark wegtaucht – das macht den Lenkwinkel nochmals steiler.


FAZIT:
Mit seinen Edelkomponenten kommt das Radon als Preishammer auf den Markt. Bei der Kalkulation hat H&S Bike Discount ganze Arbeit geleistet. Das fast nervöse Lenkverhalten ist aber gewöhnungsbedürftig und fordert hohes Fahrkönnen. Gutes Cross-Country-Racebike zum Dumpingpreis.

Preisbrecher: Am Radon findet man ausschließlich hochwertigste Komponenten.

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Themen: EinzeltestRadonWalter Röhrl


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