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Einsteiger-Hardtails 2010

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 12 Jahren

Für 500 Euro kriegt man ein gutes GPS-Gerät, einen Satz kräftige Scheibenbremsen oder ein komplettes Mountainbike. Was kann man davon erwarten – und wo beginnt der Bike-Spaß? Sieben Hardtails für Einsteiger stellen sich dem BIKE-Test.

Man stelle sich vor, BIKE will Räder testen, kriegt aber keine. So sah die Situation beim 499-Euro-Hardtail-Test anfangs aus. Nur wenige Hersteller waren begeistert über unsere Testanfrage, einige brauchten Bedenkzeit, andere lehnten pauschal ab. Dabei löst eine Einladung zum Test in der Regel bei den Firmen große Freude aus. Was war passiert? Wir wollten der Frage auf den Grund gehen: Bekommt man für 499 Euro überhaupt gelände gängige Mountainbikes, oder reiht sich diese Kategorie in die Flotte der Baumarkt-Boliden ein? Sieben Firmen haben sich schließlich der Aufgabe gestellt, Focus sagte ab. Klar war von vornherein, dass nur die Hersteller eine Chance haben, die ohnehin für ihre attraktiven Preise durch knappe Kalkulationen oder den Vertriebsweg Versand bekannt sind. Konkret treten an: Bergamont, Bulls, Canyon, Carver, Drössiger, Ghost und Giant.


Spannung beim Beschnuppern

Das erste Beschnuppern der Testgruppe war spannend. Man trifft in der 500-Euro-Liga auf Autoventile, Gepäckträger-Ösen sowie Komponenten, die man erst mit Hilfe des Shimano-Gesamtkataloges der Hierarchie zuordnen kann. Dazu Schalthebel, die aussehen wie vom Raumschiff Enterprise und Federgabeln, die die Bezeichnung nicht verdienen. Weil sie entweder nicht federn – oder federn, aber nicht dämpfen. Wer schon mal auf einem Pogo-Stick gehüpft ist, weiß Bescheid – doing, doing, doing! Bei den Bremsen stehen drei Konzepte zur Wahl. Es gibt V-Brakes und Scheibenbremsen und dabei mechanische, also seilzugbetätigte Discs und vollhydraulische Modelle. Wir entdeckten Kurbeln samt Hosenabstreifring und altertümliche Vierkant-Innenlager. Hebt man die Bikes an, blitzen Erinnerungen aus dem Physik-Unterricht auf. Was war Schwerkraft noch mal? Doch pauschal verurteilen wollen wir die Klasse nicht. Wir mussten als verwöhnte BIKE-Tester vom hohen Ross herabsteigen und hinter die Kulissen schauen.

Die Testergebnisse finden Sie unten als PDF-Download.

Bergauf tut man sich mit den 499-Euro-Hardtails recht schwer, kein Wunder, bei 14 Kilo Gesamtgewicht.

Bergab muss man auf der Hut sein. Gabeln und Bremsen funktionieren teilweise schlecht. Im schwierigen Trail sind die Bikes nicht daheim.

Leichtes Gelände ist das Metier der 499-Euro-Klasse. Forstwege, breite Waldwege, Mittelebirge – oder für den Weg zur Schule und Spaß in der City.

Gehört zur Artikelstrecke:

Einsteiger-Hardtails 2010


  • Bergamont Hype Disc

    25.04.2010Nicht fürs Gelände geeignet. Gabel und Lenkung sorgen für ein gefährlich unsicheres Handling bergab.

  • Bulls Edition SLX

    25.04.2010Durch Schaltung und Bremsen als Mountainbike einsetzbar. Die schwere Gabel funktioniert schwach.

  • Einsteiger-Hardtails 2010

    25.04.2010Für 500 Euro kriegt man ein gutes GPS-Gerät, einen Satz kräftige Scheibenbremsen oder ein komplettes Mountainbike. Was kann man davon erwarten – und wo beginnt der Bike-Spaß? ...

  • Ghost SE 1900

    25.04.2010Optisch ein Knaller, technisch durchwachsen mit schwerem Rahmen. Ghost macht nur im leichten Gelände eine gute Figur.

  • Giant Terrago Disc

    25.04.2010Schwache Ausstattung, ungedämpfte Gabel, schweres Bike. Dadurch nicht fürs Gelände geeignet.

  • Canyon Yellowstone 3.0

    25.04.2010Das leichteste Bike im Testfeld legt auch die geländetauglichsten Eigenschaften an den Tag. Ordentliches Gesamtpaket fürs Geld.

  • Carver Pure 105

    25.04.2010Carver gehört zu den besten Bikes dieser Preisklasse und lässt auch den Geländeeinsatz zu. Ein Reifentausch reduziert das Gewicht um 500 Gramm!

  • Drössiger HTA 10.1 D

    25.04.2010Knallige Optik, gelungenes Handling, Ausstattung mit Licht und Schatten. Unterm Strich sammelt Drössiger die meisten Punkte.

Themen: EinsteigerHardtail

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