Canfield Yelli Screamy Canfield Yelli Screamy Canfield Yelli Screamy

Canfield Yelli Screamy

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 12 Jahren

Mit viel Einsatz und Leichtbau-Willen schafft es Canfield, trotz des Rahmen-Handicaps, ein einzigartiges Bike zu tunen. Die Optik bleibt Geschmackssache!

Über Farben lässt sich streiten, doch die passend eloxierten Details wie Bremssättel und Gabel-Parts zeugen vom großen Einsatz der Canfield-Tuning- Crew. So soll es sein! Auch wenn an einigen Stellen über das Ziel hinausgeschossen wurde: Die 2,0er-Furious-Fred-Reifen sparen zwar mächtig Gewicht und rollen leicht, aber bieten bei Abfahrten einfach zu wenig Grip. Außerdem grenzwertig: der Komm-Vor-Sattel von Tune. Wer beim Hochheben des Bikes zum Sattel greift, sollte Handschuhe tragen, denn unten hat der Komm-Vor scharfe Kanten. Die verbaute Sattel-Stützen-Kombination aus Kohlefaser spült das Canfield in der Komfortmessung weit nach vorne.

Was das Yelli Screamy allein durch den 2103 Gramm schweren Alu-Rahmen an Boden verliert (zum Vergleich: Auf Scott verliert Canfield 1170 Gramm), lässt sich auch durch Tunes und Schmolkes Edel-Parts nicht mehr aufholen. Feine Details wie ein aufs Nötigste getunter Umwerfer und andere Schaltwerksröllchen sind ganz im Sinne des Tuning-Wettkampfes. Die Geometrie mit flachem Lenkwinkel (69,3 Grad) und kurzem Oberrohr erinnert mehr an ein Touren- statt ein Race-Bike, das sich im Test sehr laufruhig zeigte.


Fazit: Mit viel Einsatz und Leichtbau-Willen schafft es Canfield, trotz des Rahmen-Handicaps, ein einzigartiges Bike zu tunen. Die Optik bleibt Geschmackssache!


Web: www.canfieldbrothers.de

Um das letzte Gramm herauszuholen, wurde am Canfield der XTR-Umwerfer auf das Nötigste abgefeilt.

Die 1200 Gramm leichte Carbon-Version der Kilo von German:A. war im Bulls und im Canfield verbaut. Die Parallelogramm-Gabel spricht supersensibel an und senkt sich im Lockout-Modus gleichzeitig auch ab.

Scharfe Kanten an der Unterseite machen den Tune-Sattel beim Tragen oder Heben unangenehm.

Im Gelände stößt der schmale, schwach profilierte Furious Fred zu schnell an seine Grenzen.


Test: Canfield Yelli Screamy

Hersteller/Modell/Jahr
Canfield Yelli Screamy / 2010
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Canfield Brothers Deutschland, 09396/993516, www.canfieldbrothers.de
Material/Grössen/Testgrösse
Alu / H: S, M, L / M
Preis
Preis (Rahmen)
799.00
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
8700.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
67.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
95.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1110.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/81, -/-
Übersetzung
2
BB Drop/Reach/Stack
-64.00/423.00/632.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
German A Kilo/- -
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Tune Smart Foot/SRAM XX/SRAM XX
Bremsanlage/Bremshebel
Formula R1/Formula R1
Laufräder/Reifen
- Tune Princess Stans No Tubes ZTR Race 29er Tune Prince Stans No Tubes ZTR Race 29er/Schwalbe Furious Fred 29x2,0 Mit Latexmilch Schwalbe Furious Fred 29x2,0 Mit Latexmilch
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
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Themen: CanfieldScreamyYelli

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