BIKE Header Campaign
Freeride

Was sind Dirtbikes?

Florian Haymann am 30.09.2003

Die Spezialisten unter den Hardtails, wenn es ans Grobe geht. Am wohlsten fühlen sich diese Bikes auf der BMX-Bahn, im Bikepark und auf der Dual-Strecke. Robuste Bauweise und kompakte Geometrie verleihen ihnen die Stabilität einer Abrissbirne und die Agilität eines Kolibri. Zwölf Sprung- und Spaß-Hardtails im Test. On the road getestet von Timo Pritzel, Tibor Simai und Robert Jauch.

Auf den ersten Blick können Dirtbikes nicht viel: Sie sind zu schwer für lange Uphills, zu klein für Touren über zehn Kilometer, zu nervös für schnelle Downhills. Fehlkonstruktionen?

Ganz und gar nicht! Denn wer extrem fahren will, braucht auch außergewöhnliches Material. Und wer ein Dirtbike beherrscht, entdeckt schnell dessen breites Einsatzspektrum: Tricks in der City, Big Air auf Dirtjump-Trails und Speed-Rausch auf den Bikercross- und Dualstrecken der Funparks. Bikes für alles – und möglichst auch für alle erschwinglich.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Hardtails, bei denen sich eine Standard-Geometrie etabliert hat, sind die Geometrien der Dirtbikes sehr unterschiedlich. Beispiel Radstand: Bei Race-Hardtails hat sich ein Wert um die 1080 Millimeter eingependelt. Die Längen der getesteten Dirtbikes hingegen liegen zwischen 1017 und 1099 Millimetern. Ähnlich groß sind die Unterschiede bei anderen Geometriedaten. Die Steifigkeit ist bei allen Probanden auf ähnlichem Niveau. Wenn sich etwas am Bike schwammig anfühlt, sind es eher schmächtige Vorbauten oder windige Tretlager.

Die Bremsen am Dirtbike führen ein Schattendasein. Denn was für Downhiller gilt, trifft auch für Dirtbiker zu: „Wer bremst verliert“. Deshalb sind die Bremsanlagen der Bikes auch bei der Bewertung nicht so wichtig. Das einzig Wichtige: Bremst man mit Scheiben, ist man nahezu immun gegen eiernde Felgen.

Einen harten Vergleichstest fahren wir bei diesem Test nicht. Schließlich sind die Preise unseres Testfelds wild gemischt. Focus beweist mit dem „Exist“, dass ein Funbike nicht teuer sein muss, während Wheeler und Fusion die oberen Grenzen ausloten. Da die meisten Testbikes auch als Rahmenkit verfügbar sind, kann man sich die meisten individuell zusammenstellen – und dabei eine Menge Geld sparen.

Die Bikes in diesem Test:
DMR Rhythm, Focus Exist, Fusion Hellfire, Heavy Tools Pitbull, Nicolai 2MXTB, Roach I, Rocky Mountain Flow, Scott Voltage YZ 0, Specialized P 3, Steppenwolf Twixter, Univega DS 922, Wheeler Wasp 03

Florian Haymann am 30.09.2003