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Freeride

Scott Gambler FR 20

BIKE Magazin am 28.02.2008

FAZIT: Auf das Scott passt eher die Bezeichnung Big Bike als Freerider. Das Großkaliber ist im Bikepark zu Hause. Nur Herkules dreht damit eine Trail-Runde.

Das “Gambler” zieht Blicke an wie der XXL-Busen von Katie Price, denn das Scott hat ordentlich Holz vor der Hütte. Oder in diesem Fall: Alu unterm Sattel. Extra auffällig: das wuchtige Oberrohr und der massive Hinterbau. Da wirkt der 1 1/8-Zoll- Gabelschaft im martialischen 1.5-Zoll-Steuerrohr besonders dünn. Offensichtlich stand Robustheit auf der Task-Liste der Scott-Ingenieure ganz oben. Bei all dem Metall verwundert es nicht, dass der Zeiger der Waage jenseits der 20 Kilo steht. Scott wollte mit dem “Gambler” ähnlich wie Rocky Mountain eine Big-Bike-Plattform schaffen, die sich dann entweder in einen Downhiller oder einen Freerider aufbauen lässt. Das Schwergewicht im Test vermittelte viel Sicherheit und ließ sich auch aus zwei Metern plump ins Flat droppen – ohne dass der Fahrer blinzeln musste. Ideal für Bikepark-Novizen, die sich ein fehlerverzeihendes Fahrwerk wünschen. Auf Naturtrails wirkt das Scott träge. Kleine Geländesprünge erfordern viel Kraft und bei weiteren Sätzen muss man sich an die leichte Hecklastigkeit gewöhnen. Die Kinematik funktioniert, denn der Hinterbau arbeitet gut ohne durchzusacken. Optional und leicht umzustecken bis 230 mm Federweg. Uns hätte das Bike in Größe L besser gepasst.

FAZIT: Auf das Scott passt eher die Bezeichnung Big Bike als Freerider. Das Großkaliber ist im Bikepark zu Hause. Nur Herkules dreht damit eine Trail-Runde.

Anmerkung: Blickfang: Kein anderes Bike im Testfeld wurde so bestaunt wie das “Gambler” – kein Wunder bei den Formen!

BIKE Magazin am 28.02.2008