Schutzbekleidung: Lebensversicherung beim Freeriden Schutzbekleidung: Lebensversicherung beim Freeriden Schutzbekleidung: Lebensversicherung beim Freeriden

Schoner, Helme und Protektoren für Freerider

Schutzbekleidung: Lebensversicherung beim Freeriden

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 10 Jahren

Auch wenn wir es nicht immer hören wollen: Freeriding ist ein Risikosport. Damit nichts schief geht, werfen wir einen Blick auf die Panzerung.


Helm – Fullface oder Halbschale?

Bei der Helmwahl sollte man sich nicht unbedingt an  Profi-Fahrern in Videos orientieren, denn die segeln häufig mit Skater-Helmen und T-Shirts über enorme Klüfte – schließlich soll der Sport nach Leichtigkeit und Spaß aus-sehen, das Verletzungsrisiko wird ausgeblendet. Ein sinnvolles Maß für die passende Helmwahl ist der gesunde Menschenverstand. Natürlich muss es kein Vollvisierhelm sein, wenn man zur Hausrunde ausrückt.

Cosmic Sports Im Bikepark und für Downhiller obligatorisch: ein Vollvisierhelm

In Bikeparks dagegen sollte dieser Rundumschutz selbstverständlich sein, schließlich stört er hier auch kaum noch den Fahrgenuss. Aus gutem Grund sind in vielen Bikeparks Vollvisierhelme vorgeschrieben.

Eine clevere Alternative stellen variable Helme dar, Halbschalenhelme also, an denen sich bei Bedarf ein Kinnbügel befestigen lässt. Falls man unterwegs auf einer „normalen“ Tour also eine Mutprobe findet oder sich für eine Downhilleinlage entscheidet, kann man sich fix das Sicherheitsplus an den Helm klemmen. Zwar sind diese Helme nicht so stabil wie ein echter Vollvisierhelm, doch vor Zahnausfall schützen sie allemal.

Cosmic Sports Von den Skatern abgeschaut: Halbschalenhelm.

Bei der Wahl eines Vollvisierhelms kommt es neben der optimalen Passform vor allem auf eine ordentliche Durchlüftung an. In diesem Punkt gibt es enorme Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Ist der Helm nicht optimal durchlüftet, kommt es im Hochsommer schnell zum Hitzestau, denn auch eine Freeride-Abfahrt kann enorm schweißtreibend sein. Bereits bei der Anprobe im Shop lässt sich im Vergleich gut erahnen, unter welchem Helm man einen kühlen Kopf behält.


Protektoren – Anzug oder Einzelteile?

Eines vorweg: Wer plant, häufig in Bikeparks zu fahren, sollte sich einen Protektorenanzug zulegen. Rücken- und Ellenbogenprotektoren sind dort ohnehin Pflicht. Und die zusätzliche Polsterung an Brust und Schulter, die Protektorenjacken bieten, erweist sich meist schon beim ersten Sturz als sinnvoll. Zudem sitzen die einzelnen Polster einer Protektorenjacke deutlich besser. Momentan sind solche Jacken von etwa sieben Herstellern auf dem Markt. Die Preise liegen zwischen 150 und 230 Euro. Unterschiede gibt es vor allem in der Belüftung, die vom Trägermaterial und der Größe der Schutzpolster abhängt.

Cosmic Sports Biken ist eine Risikosportart. Eine solche Jacke minimiert das Risiko.

Wichtig ist, dass die Polsterung unter den Plastikplatten üppig ist, denn sonst schützen diese nur vor den gröbsten Verletzungen, und es bleiben dennoch Schürfungen zurück. Passform und Verzurrung sind weitere Aspekte, denen man bei der Anprobe Beachtung schenken sollte. Einige Modelle erlauben es, den Rücken-protektor einzeln zu tragen. Dies ist eine gute Lösung für Touren, bei denen man auf Rückenschutz Wert legt.


Knieschoner

Cosmic Sports Ein derart massiver Beinschutz zahlt sich auf lange Sicht immer aus.

„Das kann doch nicht so schwer sein“, denkt man sich beim Anblick eines Schienbeinprotektors. Und dennoch stellen die FREERIDE -Tester immer wieder fest, dass viele Knie- und Schienbeinschoner zum Verrutschen neigen oder ihre Befestigungsriemen in die Kniekehle einschneiden. Andere Modelle hinterlassen nach Stürzen heftige Schürfwunden, wenn die Polsterung unter den Plastikplatten ungenügend ist. All diese Makel lassen sich bereits bei einer Anprobe im Bikeshop abschätzen – im Zweifelsfall dadurch, dass man sich mit angelegten Schonern beherzt vor die Füße des Verkäufers wirft.

Cosmic Sports Dieser Leichtprotektor fürs Knie ist ideal für Touren.

Selbst aufwendige Modelle mit Scharnier schützen nicht unbedingt vor Schrammen. Eine rutschfeste Version stellen getrennte Schützer für Schienbeine und Knie dar, wie sie beispielsweise Sixsixone anbietet. Manche Fahrer sind neuerdings, angeregt von Fotoaufnahmen von Profis, mit reinen Knieschonern unterwegs. Für eine Vielzahl von Stürzen reicht ein solcher Schutz durchaus, zumal diese Modelle kaum auftragen und selbst beim Bergauffahren kaum stören.

Kennen Sie schon unser FREERIDE-Magazin ?

Unser FREERIDE-Magazin finden Sie auch im Internet .

Themen: bikenBikeparkFreerideFreeridingFullfaceHalbschaleHelmeKnieschützerPanzerungProtektorRückenprotektorSchutzSchutzbekleidungSicherheit


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test Knie-Protektoren 2015: ION K_Pact
    Knieschützer ION K_Pact im Test

    27.08.2015Drittbester Wert beim TÜV, hoher Tragekomfort durch den ergonomischen Schaumkörper und gute Details, wie die seitlichen Schaum-Pads und die breiten Klettbänder, die den Schoner ...

  • Neuheiten 2021: Fox 38 - Update für Fox 40
    Fox 38: Viel hilft viel!

    07.04.2020Schon die Endurogabel Fox 36 hat nie schmächtig gewirkt. Jetzt stellt Fox der 36 den großen Bruder 38 zur Seite. Steifer aber auch schwerer, mit bis zu 180 Millimetern Federweg, ...

  • Melon: Dirt-Helm mit Komfort

    14.06.2013Die neue Firma Melon aus Essen präsentiert einen Dirt-Helm mit moderner Ausstattung. Die optische Nähe zur Wassermelone ist dabei gewollt.

  • Freerider unter sich beim Out of Bounds
    Out of Bounds Weekend 2009 – besser als je zuvor

    21.07.2009Der Brite Sam Pilgrim dominiert den 26TRIX, Boris Tetzlaff ist neuer Österreichischer DH-Meister und Europameister Nick Beer gewinnt den iXS DH Cup.

  • Test 2015: Amplifi Stratos MK II
    Test Protektoren Rucksack Amplifi Stratos MK II

    06.07.2015Der Stratos ist zwar schwer, dafür aber perket ausgestattet. Alles ist übersichtlich organisiert und es gibt eine zusätzliche Werkzeugrolle.

  • Italien: Piemont

    30.05.2012Seit jeher war das Piemont der Zankapfel zwischen Italien und Frankreich. Die Streitmächte hinterließen ein Netz von Militärpisten, das sich bis 3000 Meter hinauf schraubt. ...

  • TÜV-Test Integralhelme mit abnehmbarem Kinnbügel
    6 leichte MTB-Integralhelme im Test

    24.02.2017Ein gewöhnlicher Helm liefert bei steilen und verblockten Abfahrten nur wenig Schutz. Macht nichts! Die Industrie hat bereits ein neues Ass im Ärmel – leichte Helme mit ...

  • Neu: E-Thirteen Reifen 2018
    E-Thirteen überarbeitet TRS-Enduro-Reifen

    09.01.2018E-Thirteen wertet den TRS-Enduro-Reifen mit mehr Stabilität sowie Pannenschutz auf und ergänzt mit dem LG1 eine nochmals verstärkte Downhill-Version. Hier die wichtigsten ...

  • Welche Mountainbike-Gattungen und Bike-Typen gibt es?
    Kaufberatung: So finden Sie Ihr Traum-Bike

    20.03.2014Der Mountainbike-Markt ist voller Fachbegriffe, Kategorien und Technologien. Unser Kauf-Guide führt Sie in wenigen Schritten zum Traum-Bike.