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Freeride

Rocky Mountain Flatline 2

BIKE Magazin am 28.02.2008

FAZIT: Als Freerider konnte das “Flatline” nicht voll überzeugen. Doch vielleicht schlägt eher ein Big-Bike-Herz im Rocky. Wir sind auf weitere Tests gespannt.

Kein Bike wurde mit so viel Spannung erwartet wie das “Flatline” mit seiner ausgefallenen Optik und dem gewellten Unterrohr. Da sahen wir selbst über den Lapsus hinweg, dass uns versehentlich das für unsere Preisklasse 400 € zu teuere “Flatline 2” geschickt wurde. Das “Flatline” löst das “RMX” ab, doch will gleichzeitig Freerider oder nach Wunsch Worldcup-tauglicher Downhiller sein – nach ähnlichem Prinzip wie das Scott “Gambler”. Allerdings wiegt das Rocky ein knappes Kilo weniger. Um es vorweg zu nehmen: Unsere hohen Erwartungen auf eine herausragende Downhill-Performance konnte das Rocky- Flaggschiff nicht ganz erfüllen. Komisch eigentlich, denn die zentrale Sitzposition gefällt, ebenso wie die niedrige Front. Dazu ist es recht lang – und man weiß ja: Länge läuft! Wir hatten erwartet, dass das Rocky die DH-Speed-Wertung überlegen gewinnen würde. Doch überraschenderweise kann der Rocky-Hinterbau mit dem des Specialized oder Fusion nicht mithalten. Abgesehen davon, dass die falsche Bereifung längere Vollgas- Strecken verhinderte. Leicht abkippend im Lenkverhalten, im Handling träge und in engen Kurven arbeitsintensiv – das hatten wir uns besser erhofft. Dennoch: Das Rocky ist ein hochwertig verarbeitetes Bike mit solider Leistung – aber nicht die erträumte Offenbarung.

FAZIT: Als Freerider konnte das “Flatline” nicht voll überzeugen. Doch vielleicht schlägt eher ein Big-Bike-Herz im Rocky. Wir sind auf weitere Tests gespannt.

Anmerkung: Das Dienstfahrzeug von Wade Simmons war uns zu wenig verspielt für einen Freerider.

BIKE Magazin am 28.02.2008