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Mondraker Plunder

BIKE Magazin am 28.02.2008

FAZIT: Das Mondraker ist ein stimmiges, gutes Bike, das in keiner Disziplin richtig begeisterte, doch als Allrounder mit viel Spaß-Potential überzeugte.

Der Name erzeugt erst einmal Fragezeichen. Mondraker? Spanisch ist das nicht, denn das Bike mit dem lustigen Modell- Namen: “Plunder” kommt da her. Teigtasche? Naja, nachdem wir uns mit Namensspekulationen schon in der letzten Ausgabe verrannten, lassen wir’s jetzt. Das Bike-Label verdankt Ex-DH-Weltmeister Fabien Barel, dass es auf den Radarschirmen der Szene aufgetaucht ist. Kann ja so schlecht nicht sein, denn Barel ist noch immer auf Jagd nach Edelmetall. Optisch erinnert das “Plunder” etwas an Specializeds “SX”. Auf dem Trail zeigt sich: Ein sattes Federwegswunder wie das “Demo”, Votec oder Scott ist es nicht. Die Geometrie ist angenehm, flach über dem Boden und niedriger als das Ghost, dessen Charakter es nahekommt. Also: eher wendig als laufruhig und in technischen Passagen zuhause als auf Highspeed-Pisten. Da wirkt es schnell nervös, will präzise gesteuert werden und verlangt einen versierten Fahrer. Bei Sprungeinlagen punktet das “Plunder” dagegen wieder mit Handlichkeit. Der Hinterbau hat eine Tendenz zum Durchschlagen. Es fehlt die Endprogression. Eine härtere Feder hilft aber nicht weiter, da würde es nur bockig werden. Eine Kettenführung kriegt man bei den Spaniern nicht geliefert, daher hüpft die Kette öfter runter. Ansonsten passt die Ausstattung. Gut: die Formula-Bremse und die griffigen, wenn auch schmalen Intense-Reifen. Der scharfkantige Sattel allerdings ist der sprichwörtliche “Pain in the ass”.

FAZIT: Das Mondraker ist ein stimmiges, gutes Bike, das in keiner Disziplin richtig begeisterte, doch als Allrounder mit viel Spaß-Potential überzeugte.

Anmerkung: Pfiffig: die Teleskop-Sattelstütze hilft bei Bergauf-Passagen enorm.

BIKE Magazin am 28.02.2008