Freeride

Fusion Whiplash

BIKE Magazin am 28.02.2008

FAZIT: Das “Whiplash” ist zweifelsohne ein Testsieger – waren sich alle Tester einig. Doch die schwache Bremsanlage verpatzt die volle Punktzahl. Schade!

Fusions “Peitschenhieb” knallte 2003 zum ersten Mal und die Bike-Szene schaute gebannt, was der Konstrukteur Bodo Probst aus Hessen da Eigenartiges ertüftelt hatte – das “Floatlink”-Hinterbausystem war geboren, ein schwimmend gelagerter Dämpfer, der ein relativ wippneutrales, aktives Fahrwerk generierte. Mittlerweile ist das “Whiplash” ein Klassiker unter den Freeridern. Selbst in der Optik hat sich nichts sichtbar verändert. Während andere Hersteller ihre Bikes mit der Hydroforming-Quetsche in alle erdenklichen Formen pressen, gibt’s bei Fusion nur runde Rohre. Um ins Testfeld zu passen, musste Fusion sparen. Der Grund: made in Germany. Zum Beispiel wurde an einer effektiven Bremse gespart. Die Hayes schwächelte am Fusion und verpatzt die Bestnote. Vom ersten Meter an begeistert das “Whiplash” mit einer Wohlfühl-Geometrie. Es ist etwas länger, doch deswegen nicht unhandlich. Leicht und wendig zischt es durch den Trail und verträgt viel Speed. Dafür ist der für Fusion untypisch softe Hinterbau verantwortlich. “Plush”, sagen die Amis ganz treffend. Das Leichtgewicht im Testfeld tritt sich auch noch gut bergauf und erweitert damit sein Einsatzspektrum. Trailfahrten machen damit sogar richtig Spaß.

FAZIT: Das “Whiplash” ist zweifelsohne ein Testsieger – waren sich alle Tester einig. Doch die schwache Bremsanlage verpatzt die volle Punktzahl. Schade!

Anmerkung: Das dynamische Fahrwerk und eine perfekte Wohlfühl-Geometrie machen das Fusion zum idealen Freerider. Die Lackierung mit Mausgrau- Logo wirkt aber etwas phantasielos.

BIKE Magazin am 28.02.2008