Trek Remedy 66 Trek Remedy 66 Trek Remedy 66

Trek Remedy 66

  • Tomek
 • Publiziert vor 15 Jahren

In Treks Innovations-Feuerwerk geht das unspektakuläre „Remedy“ fast unter – völlig zu Unrecht.

„Session 10“ – das Big-Bike war Treks Shooting-Star für die Saison 2006. Das deutlich allroundigere „Remedy“ spielte bei den Präsentationen nur ein Statistenrolle. Trotz organisch anmutendem Oberrohr in Hydroform-Bauweise und der elegant geschwungenen Hinterbauwippe fällt das dunkelrote Enduro wenig auf. Schade, denn hinter dem recht unspektakulären Äußeren stecken eine ganze Menge innere Werte: So wiegt das „Remedy 66“ nur 14,1 Kilo – und das bei Enduro-Federwegen um die 150 Millimeter. Mit 62,9 Newtonmeter pro Grad Auslenkung ist das „Remedy“-Chassis zudem recht steif. Dabei geht Trek noch nicht mal Kompromisse zu Gunsten des Leichtbaus ein. Davon zeugen zum Beispiel stabile Laufräder mit 2,5 Zoll breiten Reifen und eine Manitou-„Nixon“-Gabel mit Steckachse. So viel zu den Werten aus dem BIKE-Testlabor.

Auch im Fahrtest gibt es überwiegend Positives zu berichten: Bergauf nimmt man durch das lange Oberrohr eine gestreckte Sitzposition ein – die Kraftübertragung erinnert damit an ein Cross- Country-orientiertes Bike. Schade nur, dass die „Nixon“-Gabel keine Niveau-Regulierung hat. Trotz sportlicher Sitzposition steigt das Bike an steilen Rampen relativ früh.

Bergab fährt das „Remedy“ wie auf Schienen. Dafür ist hauptsächlich der lange Radstand verantwortlich. Dieser sorgt aber zusammen mit der gestreckten Sitzposition dafür, dass winkelige Single trails und enge, Trial-artige Kurven fast zur Tortur werden.

Das Fahrwerk mit den Luft-Federelementen von Manitou überzeugt auf der ganzen Linie: Es ist vorne und hinten gut ausbalanciert, lässt sich hervorragend auf Körpergewicht und Fahrstil einstellen und verfügt vor allem hinten über satten Federweg. Wenn es auf schnellen Downhills etwas zu bemängeln gibt, dann die Reifen: Bontragers „Big Earl“ mögen für amerikanische Fireroads gut sein, auf felsigen europäischen Trails ist der Grip eher enttäuschend.


FAZIT: Das „Remedy“ ist ein stabiles, leichtes Enduro für schnelle Trails. Freunde technischer Trials greifen besser zu etwas Wendigerem.

* Die Bewertung gibt den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Es ist keine Addition der einzelnen Punkte. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

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Themen: EnduroRemedyTrek


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