Best of Test: Die 8 besten Enduro-Bikes von 2019 Best of Test: Die 8 besten Enduro-Bikes von 2019 Best of Test: Die 8 besten Enduro-Bikes von 2019

Testsieger 2019 in der Kategorie Enduro

Best of Test: Die 8 besten Enduro-Bikes von 2019

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 2 Jahren

Enduros sind für Abfahrten gemacht, für Sprünge, technische Trails oder Enduro-Rennen. Mit Federwegen bis 170 mm bügeln sie alles weg, was Bikepark-Shaper und Bergpfadbauer ihnen in den Weg stellen.


PREIS   Gute Modelle ab 3000 €
GEWICHT  13 bis 15 Kilo        (o. Pedale)
FEDERWEG  150 bis 170 mm
EINSATZBEREICH  Bikeparks, steile Abfahrten, verblockte Trails, Enduro-Rennen


Wer die technischen Fähigkeiten mitbringt, kann mit einem Enduro bergab selbst gröbstes Geläuf befahren. Leichtfüßiges Klettern zählt nicht zu den Stärken der Enduros. Clevere Fahrwerke unterdrücken das Wippen beim Pedalieren zwar immer besser, doch sind die Reifen meist auf maximalen Grip und nicht auf minimalen Rollwiderstand getrimmt. Für mehr Abfahrtsspaß nutzen Enduro-Fahrer deshalb gerne Lifts und Shuttles. Die Touren-Tauglichkeit steigt mit sinkendem Gewicht und ist mit Carbon meist teuer erkauft. 29er werden beliebter, sind aber angesichts von Federweg und Gewicht eine Herausforderung für die Konstrukteure.


Cannondale Jekyll 29 1

Langhubige Bikes mit 29-Zoll-Laufrädern liegen voll im Trend, und Cannondale reagiert mit dieser Version des Jekyll auf diese Entwicklung. Im direkten Duell musste es das Scott Ransom knapp ziehen lassen, doch trotzdem ist es ein Star seiner Klasse. Für effizientes Vorwärtskommen genügt ein Daumendruck, damit schrumpft der Dämpferhub auf 133 Millimeter und treibt dem Federbein das Nicken aus. Klettern: gut! In der Abfahrt leistet das Fahrwerk mehr als der gemessene Federweg verspricht. Die 36er-Fox-Gabel steht, mit etwas Zeit fürs Setup akribisch abgestimmt, hoch im Federweg. Und auch das sensible Heck nutzt feinfühlig den gesamten Hub, ohne durchzurauschen. Mit laufruhiger, sportlicher Geometrie und einem sicheren Handling ist das Jekyll deshalb nicht aus der Ruhe zu bringen.


Preis   6500 Euro
Laufradgröße   29"
Gewicht   14,26 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 150 mm / hinten: 149-133 mm
Getestet in   BIKE 10/18
BIKE-Urteil   super

Hersteller Cannondale Jekyll 29 1


Canyon Torque CF 9.0 Pro

Das Torque wurde mit Downhill-Mastermind Fabien Barel entwickelt. Optisch erinnert es mit seinem breiten Sitzdom an Canyons Downhill-Bike Sender. 10 von 10 Punkten gibt’s in der Downhill-Wertung, da liegen klar die Stärken. Das ausgewogene, verspielte Handling überzeugte. Durch die tief im Bike intergrierte Position ist man für alles gewappnet – mit viel Sicherheit und gutem Kurvengefühl, auch wenn man beim Treten mal aufsetzen kann. Kurze Kettenstreben halten das Canyon agil in engen Kurven, der Hinterbau arbeitet sensibel. Nur im harten Einsatz würde etwas mehr Progression vor Durchschlägen schützen. Kettenführung mit solidem Bashguard, klapper- und wartungsfreie Leitungen unter der Unterrohrabdeckung und eine Hinterradachse, die sich ohne Inbus bedienen lässt, runden das stimmige Bild des Canyons ab.


Preis   4999 Euro
Laufradgröße   27,5"
Gewicht   14,08 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 180 mm / hinten: 177 mm
Getestet in   BIKE 8/18
BIKE-Urteil   sehr gut

Nico Gilles Canyon Torque CF 9.0 Pro


Cube Stereo 150 C:62 SL 29

Dieses Bike wurde für den Einsatz bei der Enduro World Series entwickelt, macht aber nicht nur Rennfahrern Spaß. Mit 29er-Laufrädern, griffigen Reifen, einem perfekt harmonierenden Fahrwerk und starken Bremsen lässt das Enduro bergab kaum Fragen aufkommen. Wobei ihm ruppige Geradeaus-Passagen besser liegen als verwinkelte Waldpfade. Der Hinterbau arbeitet progressiv und hat Reserven fürs Grobe. Bergauf überrascht das abfahrtsorientierte Cube positiv, vor allem, wenn man den Hinterbau mittels Plattform ruhigstellt. Der Vollcarbonrahmen ist mit Top-Komponenten auf geringes Gesamtgewicht getrimmt, das lange Oberrohr mit langem Reach lässt fast vergessen, dass man auf einem Enduro sitzt. Dieses Konzept macht das Stereo zum perfekten Bike für technische Touren. Zudem ist es ein Preis-Leistungskracher.


Preis   3499 Euro
Laufradgröße   29"
Gewicht   13,32 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 159 mm / hinten: 153 mm
Getestet in   BIKE 9/18
BIKE-Urteil   sehr gut

Markus Greber Cube Stereo 150 C:62 SL 29


Liteville 601 MK4

Wow! 215 Punkte sind im BIKE-Test ein seltener Wert. Damit sicherte sich das 601 souverän den Testsieg bei den Long-Travel-Enduros und setzte sich gegen sehr starke Konkurrenz durch. Dabei strahlt das Liteville Gelassenheit aus. Mit seinem leichten, in vierter Generation unveränderten Alu-Rahmen steckt es die Carbon-Konkurrenten in den Sack. Top-Steifigkeitswert und leichte Laufräder machen den Unterschied. Damit ist das Bike agil und für ein Enduro-Bike sogar leichtfüßig, wozu auch der feinfühlige Hinterbau beiträgt. Bergab überzeugte das 601 mit einem sehr präzisen Handling. Die Fox-Float-Factory-Gabel ließ mit 177 Millimetern Federweg keine Wünsche offen. Das Heck bietet 176 Millimeter Federweg mit hoher Progression und gutem Durchschlagschutz. Nützliche Details bringen echten Mehrwert. Prädikat: sehr breitbandig!


Preis   7240 Euro
Laufradgröße   27,5"
Gewicht   13,45 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 177 mm / hinten: 176 mm
Getestet in   BIKE 8/18
BIKE-Urteil   super

Nico Gilles Liteville 601 MK4


Santa Cruz Bronson CC Reserve

Das Bronson war nicht nur das teuerste, sondern auch das leichteste Bike im Test der Highend-Enduros. Sein quirliger Charakter lädt an jeder Trail-Ecke zum Spielen ein, sein geringes Gewicht erleichtert auch Touren mit vielen Höhenmetern. Dafür sind zu einem großen Teil die leichten 27,5er-Laufräder verantwortlich, die sich gut beschleunigen lassen und schnelle Kurvenwechsel mit wenig Aufwand ermöglichen. Rennfahrer werden in der Santa-Cruz-Modellpalette vielleicht das Hightower LT wählen, das mit ähnlichem Federweg und großen 29er-Laufrädern eher zum Tempobolzen einlädt. Auch im Vergleichstest waren andere bergab schneller. Aber das Bronson war in der Abfahrt keinesfalls überfordert, bot eine Menge Spaß beim Fahren und holte sich einen verdienten Tipp für das beste Touren-Enduro im Test.


Preis   8599 Euro
Laufradgröße   27,5"
Gewicht   13,50 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 160 mm / hinten: 149 mm
Getestet in   BIKE 12/18
BIKE-Urteil   super

Wolfgang Watzke Santa Cruz Bronson CC Reserve


Scott  Ransom 900 Tuned

Manchmal lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen, denn eigentlich ist das Ransom mit großem Federweg auf Freeride getrimmt. Aber mit seinem geringen Gewicht und dem blockierbaren Fahrwerk ist das Scott absolut Touren-tauglich. In einer sportlich angehauchten Sitzposition klettert man mit ihm besser als mit so manchem Trailbike.  Der lange Reach wird durch eine kurze, futuristische Lenker-Vorbau-Einheit aus Carbon kompensiert, die das Handling im Gelände angenehm direkt macht. In der Abfahrt strotzt das Scott vor Selbstvertrauen. Das langhubige, potente Fahrwerk bügelt alles nieder, was den Geschwindigkeitsrausch bremsen könnte. Und mit den großen Laufrädern bleibt es auch in hartem Terrain souverän. Damit holte es sich den Sieg im Test der Highend-Enduros gegen starke Konkurrenz.


Preis   7599 Euro
Laufradgröße   29"
Gewicht   13,65 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 171 mm / hinten: 171 mm
Getestet in    BIKE 12/18  
BIKE-Urteil   super

Anton Brey - Photography Scott Ransom 900 Tuned


Trek Rremedy 9.9

Mit geringem Gewicht und etwas weniger Federweg als der Klassendurchschnitt wildert das Remedy in der Kategorie der All Mountains. Bergauf zählte es Dank des antriebsneutralen Hinterbaus zu den besten Bikes im Test der Highend-Enduros. Zwar erschweren die üppigen 2,6er-Pneus den Antritt ein wenig, aber bergauf braucht der Hinterbau die Dämpferplattform nicht. Bergab fährt sich das Remedy verspielt. Im Flowtrail fühlt es sich pudelwohl und wieselt flink um jede Kurve. Wenn es im Trail allerdings richtig knackig zur Sache geht, kommt das Trek an seine Grenzen. Schnelle Fahrer reizen dann die vergleichsweise knappen 146 Millimeter am Heck relativ schnell aus. Die Fox-Gabel steht dafür gut im Federweg. Sie hat bei groben Schlägen mehr Potenzial als der Hinterbau.


Preis   6999 Euro
Laufradgröße   27,5"
Gewicht   13,75 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 162 mm / hinten: 146 mm
Getestet in    BIKE 12/18  
BIKE-Urteil   sehr gut

Wolfgang Watzke Trek Rremedy 9.9


YT Capra 27 CF Pro Race

Ohne Frage: Das YT legt optisch einen stolzen Auftritt hin, mit üppigem Federweg  (181 mm vorne, 185 mm hinten), der an das Potenzial eines Downhillers heranreicht.  Damit war das Capra in der Downhill-Wertung der Long-Travel-Enduros nicht zu schlagen. Aber nicht nur das Design, auch die Ausstattungsliste lässt die Augen strahlen. 5199 Euro für ein Bike mit Carbon-Laufrädern und dem leichtesten Vollcarbonrahmen im Test sind eine Kampfansage des Versenders. Bergauf steht das hohe Cockpit besseren Klettereigenschaften etwas im Weg. Man muss aktiv Druck aufs Vorderrad bringen, was auch beim Kurvenfahren gilt. Auch zäh rollende Reifen und der leicht wippende Hinterbau kosteten bergauf ein paar Punkte. Aber das sind Kleinigkeiten angesichts dieses Top-Enduros, das im groben Gelände extrem ruhig und sicher liegt.


Preis   5199 Euro
Laufradgröße   27,5"
Gewicht   13,77 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 181 mm / hinten: 185 mm
Getestet in   BIKE 8/18
BIKE-Urteil   super

Nico Gilles YT Capra 27 CF Pro Race



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