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Testsieger 2018: Die besten Enduro-MTBs

Best of Test: Die 4 besten Enduro-Bikes

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 3 Jahren

Adrenalin bergab ist alles, was zählt, wenn man ein Enduro-Bike bewegt. Sprünge, technische Trails oder der gelegentliche Start bei Enduro-Rennen stehen im Anforderungskatalog dieser MTB-Kategorie.

Fiese Wurzelfelder, lose Geröllbrocken oder große Drops und Sprünge. Mit einem Enduro-Bike ist man selbst für die schwierigsten Trails gerüstet. Breite Felgen, stabile Reifen und Federgabeln mit dicken Standrohren vernichten jeden noch so kniffligen Abfahrtsmeter. Im Tal angekommen, lechzt das Enduro-Bike nach der nächsten Singletrail-Orgie. Wäre da nicht der Weg zum Trail-Einstieg. Auch wenn die Enduro-Fahrwerke mit 150 bis 170 Millimetern Federweg deutlich effizienter klettern als noch vor wenigen Jahren, verlangt das hohe Gewicht und schlecht rollende Reifen nach einer guten Kondition. Wenn die Möglichkeit besteht, greifen viele Enduro-Fahrer auf Shuttle-Fahrzeuge oder Liftanlagen zurück, um den kräfteraubenden Anstieg zu umgehen und mehr Trail-Abfahrten an einem Tag zu schaffen. Breite Lenker und Kettenführungen lassen keinen Zweifel am Einsatzbereich aufkommen. Es gibt leichte, Touren-taugliche Enduros, die sind allerdings teuer. Auch in diesem Genre werden immer häufiger große 29er-Laufräder verbaut.


PREIS Gute Modelle ab 3000 Euro
GEWICHT 13 bis 15 Kilo (ohne Pedale)
FEDERWEG 150 bis 170 Millimeter
EINSATZBEREICH Bikeparks, steile Abfahrten, verblockte Trails; Enduro-Rennen


Trek Remedy 9.7

Das Remedy ist seit Jahren ein Klassiker unter den Enduros, und auch die 2018er-Ausführung wird dem guten Ruf gerecht. Hinterbau und Gabel arbeiten feinfühlig und bieten viel Komfort. Durch einen Flipchip lassen sich sogar Lenkwinkel und Tretlagerhöhe verstellen. Die flachere Einstellung ist optimal, um mit Vollgas über rumpelige Trails zu glühen. Bergauf überzeugt das geringe Gewicht. Der Carbon-Hauptrahmen ist in dieser Preisklasse ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Die Verarbeitung des kompletten Bikes liegt auf sehr hohem Niveau.


Preis 2999 Euro
Gewicht 13,77 Kilo ohne Pedale
Getestet in BIKE 1/18
Urteil sehr gut / 187,75 Punkte

Georg Grieshaber Trek Remedy 9.7


Votec VM Pro

Das Votec ist, typisch Direktversender, extrem gut ausgestattet und zählt trotz Alu-Rahmen zu den leichteren Bikes, zumindest in dieser Preisklasse. Das freut vor allem die Enduro-Fahrer, die auch mal lange Touren in Angriff nehmen wollen. Gegen den Trend überrascht Votec mit einer verspielten Geometrie. Der 66,5-Grad-Lenkwinkel und der kurze Radstand machen vor allem im verwinkelten Gelände Spaß. Das hochwertige Fahrwerk wird aber auch mit schnellen Fahrten über rumpelige Trails fertig. Stimmige Details, wie eine integrierte Ersatzschraube für das Schaltauge oder ein Flipchip zur Geometrieverstellung, runden das Gesamterscheinungsbild ab. Die Reifen sind etwas schwachbrüstig für ein Enduro.


Preis 3199 Euro
Gewicht 13,61 Kilo ohne Pedale
Getestet in BIKE 1/18
Urteil sehr gut / 193,3 Punkte

Georg Grieshaber Votec VM Pro


Radon Jab 10.0

Das Design erinnert mit seiner markanten Linienführung an einen Stealthbomber der US-Army, der Preis entspricht mit 5000 Euro dagegen eher dem eines Selbstbausatzes für Segelflugzeuge. Abstriche an der Ausstattung muss man dafür nicht hinnehmen, denn Radon verbaut ausschließlich die besten Teile, die der Markt zu bieten hat. Das Gewicht von 12,85 Kilo unterstreicht die Alleskönner-Ambitionen der Direktversender. Denn das Jab gibt sich weder in der Abfahrt noch im Anstieg ein Blöße. Ganz im Gegenteil. Das hochwertige Fahrwerk und die ausgewogene Geometrie sicherten dem Jab ganz klar den Duellsieg gegen das Giant Reign in BIKE 12/17. Das Jab steckt sowohl Renneinsatz als auch ausgedehnte Touren locker weg.


Preis 4999 Euro
Gewicht12,85 Kilo ohne Pedale
Getestet in BIKE 12/17
Urteil sehr gut / 203,25 Punkte

Georg Grieshaber Radon Jab 10.0


Cannondale Jekyll CRB 1

Das Jekyll war seit seiner Erstauflage im Jahr 2000 immer ein herausragendes Bike, das den Stand der Technik auf das nächste Level gehoben hat. Da macht auch der jüngste Zögling der Amerikaner keine Ausnahme. Üppige 170 Millimeter Federweg und eine gelungene Geometrie machen den Griff zum Bremshebel zum seltenen Erlebnis in der Abfahrt. Der extrem kurze Hinterbau sorgt sogar bei hohem Tempo für genügend Spieltrieb auf engen Singletrails. Das geringe Gesamtgewicht und die leicht zu beschleunigenden Laufräder machen selbst den Weg zum Trail-Einstieg zu einem Vergnügen. Per Knopfdruck lässt sich das Fahrwerk straffen und die Geometrie verändern, was die Klettereigenschaften nochmals verbessert. Das Jekyll ist zwar teuer, dafür aber eins der besten Enduros, die der Markt derzeit zu bieten hat.


Preis 7499 Euro
Gewicht 13,12 Kilo ohne Pedale
Getestet in BIKE 9/17
Urteil super / 217,25 Punkte

Hersteller Cannondale Jekyll CRB 1



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