Kompromissloses Enduro: Cannondale Jekyll 1 im Test Kompromissloses Enduro: Cannondale Jekyll 1 im Test Kompromissloses Enduro: Cannondale Jekyll 1 im Test

Einzeltest 2022: Cannondale Jekyll 1

Kompromissloses Enduro: Cannondale Jekyll 1 im Test

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor einem Monat

Bereits die Optik des neuen Cannondale Jekyll posaunt es laut heraus: Hier kommt eine kompromisslose Abfahrtsmaschine. Wir haben das 2022er-Enduro getestet.

Ist es die Nachfrage, die das Angebot bestimmt? Oder vielleicht doch das Angebot, das die Begehrlichkeiten keimen lässt? Die Frage lässt sich mit Sicherheit nicht eindeutig beantworten und endet oft in einem diplomatischen Sowohl-als-auch. Da ist die Bike-Industrie, die sich immer wieder neu erfindet und Nischen füllt, die es eigentlich gar nicht gab, mit Sicherheit keine Ausnahme.

Eine ausführliche Vorstellung und erste Testeindrücke vom Cannondale Jekyll 2022 gibt's im Video.

Fakt jedoch ist, dass sich viele Modelle im Laufe der Jahre deutlich gewandelt haben. Einerseits, um mit den Anforderungen am Markt Schritt zu halten, andererseits wurde ihr Profil neu zugeschnitten oder gar komplett in einen neuen Einsatzbereich umgetopft. Das Cannondale Jekyll ist ein sehr gutes Beispiel für den Wandel eines Modells. Schon auf den ersten Blick hat die neueste Version mit 165 Millimetern Federweg nur noch wenig mit dem 120-Millimeter-Bike gemein, das vor gut 20 Jahren das Licht der Bike-Welt erblickte und nur 11,5 Kilo wog. Keine Frage: 20 Jahre sind eine lange Zeit. Doch bereits der Blick zum direkten Vorgänger deckt gewaltige Unterschiede auf. Aus dem 150-Millimeter-All-Mountain mit dem speziellen Gemini-Dämpfer zum Straffen des Federwegs ist ein kompromissloses Race-Enduro mit High-Pivot-Hinterbau und fetter 170er-Gabel geworden.

Max Fuchs Unser Testbike: das Cannondale Jekyll 1.

Bereits die Optik des neuen Jekyll posaunt es laut heraus: Hier kommt eine kompromisslose Abfahrtsmaschine. Wuchtiger Carbon-Rahmen mit im Unterrohr platziertem Dämpfer, Umlenkrolle für die Kette, eine fette Gabel mit 38er-Standrohren und 220-Millimeter-Scheibenbremsen im Pizzateller-Format – beim Jekyll wollten die Entwickler das Optimum für schnelle Zeiten bergab herauskitzeln. Mit satten 16 Kilo muss sich das Bike dafür von seinem einstigen Alleskönneranspruch verabschieden. Dabei tritt sich das Enduro mit High-Pivot-Hinterbau selbst im Wiegetritt bei offenem Dämpfer sehr ruhig und antriebsneutral. Die Umlenkrolle macht’s möglich. Durch die solide Ausstattung und das hohe Gewicht des Carbon-Rahmens sowie der Laufräder gerät allerdings jede Tempoverschärfung zur Qual. Wohlgemerkt: Hier handelt es sich bereits um die Top-Ausstattung für 6499 Euro >> hier erhältlich *.

Wie sich das neue 2022er Cannondale Jekyll 1 bergab bewährt, erfahren Sie im Test aus BIKE 9/2021, den Sie unten bequem als PDF downloaden können.

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Max Fuchs Cannondale Jekyll 1: Wer schnell mal die Highspeed-Zugstufe des Fox-Float-X2-Dämpfers verstellen will, hat kaum eine Chance.

Max Fuchs Cannondale Jekyll 1: Maßanfertigung: Für bessere Laufradstabilität und Steifigkeit wurde das Hinterrad außer Mitte eingespeicht.

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Themen: CannondaleEndurosHighend-EnduroJekyllTest

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