Test 2017: Rocky Mountain Slayer 790 MSL

Spieltrieb: Rocky Mountain Slayer im Test

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 3 Jahren

Mit dem neuen Rocky Mountain Slayer stellen die Kanadier eine echte Wuchtbrumme auf die 2,5 Zoll breiten Reifen. Wir haben das Super-Enduro im BIKE-Labor und im Gelände getestet.

Das Top-Modell 790 MSL des Rocky Mountain Slayer wartet mit einem 2561 Gramm leichten Vollcarbon-Rahmen (ohne Dämpfer) auf und stellt dem Fahrer üppige 168 bzw. 165 Millimeter zur Seite. In Sachen Ausstattung geht Rocky Mountain ebenfalls keine Kompromisse ein. Shimano-Saint-Bremsen, Fox-Float-X2-Dämpfer und robuste Alu-Kurbeln zählen zur Grundausstattung. So gerüstet, tendiert das Bike aus Vancouver bereits in Richtung Freeride, was auch das Fahrgefühl voll und ganz bestätigt. Trotz Größe L will das Slayer keinesfalls ein lang gestrecktes Race-Enduro sein, das voll und ganz auf schnelle Zeiten getrimmt wurde. Viel deutlicher spürt man die Handschrift von Thomas Vanderham, Teamrider und Freerider der ersten Stunde, der bei der Entwicklung stark involviert war. Durch die hohe Front und die eher kurze Position sitzt man recht kompakt auf dem Slayer, was dem Bike ein spielerisches Handling verleiht. Die kurzen Kettenstreben unterstützen den wendigen Charakter und sorgen dafür, dass sich das Rocky entspannt zum Manual aufs Hinterrad ziehen lässt. Wird die Abfahrt mal rauer, bügelt der potente Hinterbau selbst grobe Schläge souverän glatt. Bergauf hätten wir uns bei dem nur mit Werkzeug zu verstellenden Fox-Float-X2-Dämpfer allerdings einen Plattformhebel gewünscht, um den Hinterbau im Wiegetritt schnell zu straffen. Durch den steilen Sitzwinkel klettert das Slayer trotz entspannter Sitzposition recht souverän. Statt der Geometrieverstellung Ride-9 setzt Rocky Mountain jetzt auf das abgespeckte Ride-4-System (Detail), mit dem sich die Kinematik zusätzlich feintunen lässt.


Peter Nilges, BIKE-Testleiter: Das neue Rocky Mountain Slayer bewegt sich genau zwischen Enduro und Freeride. Entgegen dem Trend der immer laufruhigeren Race-Geometrien besitzt es eine gehörige Portion Verspieltheit und richtet sich an Fahrer, die den Abfahrtsspaß über die schnellste Zeit bergab stellen. Gemessen am Preis fällt die Ausstattung durchschnittlich aus.

Peter Nilges, BIKE-Testleiter

Das Rocky Mountain Slayer 790 MSL im BIKE-Test.

Die Kettenführung ist fest an der Kettenstrebe verschraubt. Durch die Ride-4-Verstellung lassen sich am Slayer Geometrie und Kennlinie verändern. 

Die versteckten, einseitigen Lager an Ketten- und Sitzstreben geben dem Slayer eine eigene Optik. 

Geometrie des Rocky Mountain Slayer in Rahmengröße L.

Erstaunlich verspielt für ein Super-Enduro mit fast 170 mm Federweg: das Rocky Mountain Slayer.

Ausrichtung und Fahrverhalten des Rocky Mountain Slayer



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Test: Rocky Mountain Slayer 790 MSL

Hersteller/Modell/Jahr
Rocky Mountain Slayer 790 MSL / 2017
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
BikeAction Fahrradhandel GmbH, 06106/772560, www.bikeaction.de
Material/Grössen/Testgrösse
Carbon / H: S, M, L, XL / L
Preis
8000.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
13400.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
66.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
40.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1209.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/168, -/165
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-1.00/458.00/6274.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Fox 36 Float Factory Series/Fox Float X2 Evol Factory Series Kashima
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Race Face Turbine/Shimano XTR/Shimano XTR
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano Saint/Shimano Saint
Laufräder/Reifen
- Rocky Mountain 110 x 20 Stans No Tubes ZTR Flow MK3 DT Swiss 350 148 x 12 Stans No Tubes ZTR Flow MK3/Maxxis Minion DHF Exo 2,5 Maxxis Minion DHF Exo 2,5
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: EnduroRocky MountainSlayerTest


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