Test 2016: Votec VE Pro

Votec VE Pro im Test

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 4 Jahren

Der Preis ist heiß: 2599 Euro ruft Votec für sein Einsteiger-Enduro auf – das ist eine verführerische Summe. Denn wie vom Direktvertrieb gewohnt, kriegt man hier viel Bike fürs Geld.


(Test aus BIKE 6/2016)     Die Ausstattung wirkt vollständig, funktionell robust. Alu-Rahmen und Gabel besitzen schon den neuen Boost-Standard. Auf den zweiten Blick entdeckt man Schwächen des Konzepts: Bergauf sitzt man selbst auf dem von uns getesteten Rad der Größe L eher aufrecht denn sportlich. Das Fahrwerk verhält sich unter Kettenlast zwar unauffällig, dennoch haben wir den Plattformhebel am Dämpfer für effizienteres Klettern vermisst. Was soll’s, eine Bergziege wird aus dem 15 Kilo schweren VE Pro so oder so nicht, hier geht es um Fahrspaß bergab. Griffige Reifen, breite Felgen und das langhubige Fahrwerk lassen da keine Zweifel aufkommen. In steilen und verblockten Trail-Abschnitten spielt das Bike dann wie geplant seine Vorteile aus und saugt grobe Hindernisse unterhalb des Piloten zuverlässig auf. Aber: Fünf Kilo wiegen die Laufräder komplett mit den fetten Magic Marys (hohe, ungefederte Masse!), die Super-Gravity-Karkasse fühlt sich in Verbindung mit dem Schlauch sehr starr an. Selbst die eigentlich gut dämpfende Vert-Star-Mischung gleicht das nicht aus. Kleinere Schläge dringen durch das Fahrwerk in die Hand- und Fußgelenke. Wird es eng und verwinkelt in der Abfahrt, lässt sich das VE Pro nur mit Nachdruck von Kurve zu Kurve bewegen. Enduro-mäßig ist das nicht (Tipp: Tubeless montieren). Zum echten Freerider wird das Bike, wenn man den Hinterbau auf 170 mm Federweg umbaut und eine 180er-Gabel montiert. Votec bietet das ausdrücklich an.


Fazit: viel Bike fürs Geld. Aber: Für ein Enduro ist das VE zu schwer und träge. Durch Reifenwahl und mit seiner Geometrieverstellung passt das Votec besser ins Freeride- und Bikepark-Segment.

Votec VE Pro – Enduro-Style: kurzer Vorbau, breiter Lenker, rechts ein Schalthebel und links die Steuerung für die Teleskopstütze.

Votec VE Pro: Per Flip-Chip lässt sich der hintere Federweg auf 160 oder 170 mm einstellen. Eine Flasche passt nicht in den Rahmen.

Votec VE Pro: Viel nutzbarer Federweg, bergauf fehlt dem Dämpfer eine Plattform-Einstellung. Die Yari-Gabel überzeugt. 

Votec VE Pro

Votec VE Pro


Test: Votec VE Pro

Hersteller/Modell/Jahr
Votec VE Pro / 2016
Fachhandel/Versender
Versender
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Internetstores GmbH, 0711/933058800, www.votec.com
Material/Grössen/Testgrösse
Alu / H: XS, S, M, L, XL / L
Preis
2599.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
14570.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
65.70
Vorbau-/Oberrohrlänge
50.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1198.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/172, -/163
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-2.00/438.00/610.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Rock Shox Yari RC 170 27,5/Rock Shox Monarch Plus R Debon Air
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
SRAM GX/SRAM GX/SRAM GX
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano SLX/Shimano SLX
Laufräder/Reifen
DT Swiss E 1900 Spline - - - -/Schwalbe Magic Mary Evo Super Gravity Vert Star 2,35 Schwalbe Magic Mary Evo Super Gravity Vert Star 2,35
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Preis ggf. zzgl. Kosten für Lieferung, Verpackung und Abstimmung

Schlagwörter: Enduro Test VE Pro Votec


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