Specialized Enduro Elite

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 15 Jahren

Specialized bringt mit dem „Elite“ ein Enduro für Dirt- und Bikepark-Spezialisten.

Specialized bringt mit dem „Elite“ ein Enduro für Dirt- und Bikepark-Spezialisten.

Specializeds „Enduro“ im Wandel der Zeit: Nachdem die Amerikaner den Bestseller in den ersten Jahren als echtes Allround-Konzept aufgestellt hatten, wanderte der Einsatzbereich beim 2005er-Modell stark in Richtung Freeride: Mit 150 Millimetern Federweg, kräftigen Laufrädern und einem Gewicht um die 15 Kilo waren die Bergauf-Eigenschaften stark beschnitten. Mit dem „Enduro Elite“ greift Specialized in die sem Jahr das ursprüngliche Konzept wieder auf – mit reduziertem Federweg vorne und hinten. Ein „Volksenduro“ ist das „Elite“ trotzdem nicht. Die schweren Räder sind geblieben und zudem hat man dem Bike aus Morgan Hill eine schaltbare Kettenführung verpasst. Das definiert den Einsatzbereich dann doch in eine andere Richtung – Richtung Bikepark. Klar, für die meist fein geshapten Linien in den Parks ist viel Bewegung in der Federung eher hinderlich. Doch auch der Dämpfer ist, wie übrigens bei allen „Enduro“-Modellen, neu. Anstatt des „5th Element“, der dieses Jahr für starkes Wegsacken des Hinterbaus sorgte, kommt nun ein Fox „DHX“ zum Einsatz. Und dass dies eine gute Entscheidung war, spürt man schon nach wenigen Metern: Der Hinterbau federt jetzt harmonisch ein, anstatt bei jedem Tritt in die Knie zu gehen. Die Rock-Shox-„Pike“-Gabel passt sich dieser Charakteristik an. Sowohl vorne als auch hinten lässt sich der volle Federweg ausreizen, ohne dass das Fahrwerk allzu oft durchschlägt. Die Geometrie ist dagegen so, wie man sie von den aktuellen „Enduro“-Modellen her kennt: Man sitzt sehr ausbalanciert im Bike, anstatt obenauf. So lässt sich das Bike willig in engste Anlieger drücken und vermittelt auch bei Highspeed stets viel Sicherheit. Auch in der Luft lässt sich das Bike mit seiner kompakten Geometrie hervorragend dirigieren.

Eigentlich wäre das „Elite“ sogar für den Touren- Einsatz top – mit dieser Geometrie und dem ausgewogenen Fahrwerk könnte man problemlos Höhenmeter spulen. Doch diesen Bonus verspielt das Bike durch die schweren Komponenten und das hohe Gesamtgewicht.


FAZIT: Der „Fox“-Dämpfer verbessert das Fahrwerk drastisch. In dieser Version ist das „Enduro“ ein optimales Spiel-Bike zum fairen Preis.

Gleicher Rahmen, aber weniger Federweg: Das „Elite“ ist für den Park und Dirt-Ausflüge konstruiert.

Gehört zur Artikelstrecke:

2006er Bikes im Einzeltest: Canyon Torque Limited


  • 2006er Bikes im Einzeltest: Canyon Torque Limited

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  • Einzeltest: Nicolai Helius FR

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Themen: EnduroSpecialized


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