Rocky Mountain Slayer 90 Rocky Mountain Slayer 90 Rocky Mountain Slayer 90

Rocky Mountain Slayer 90

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 15 Jahren

Rocky Mountain positioniert das neue „Slayer“ mitten in der Enduro-Klasse. Ein Sprung nach vorne?

Rocky Mountain positioniert das neue „Slayer“ mitten in der Enduro-Klasse. Ein Sprung nach vorne?

Radikal war am Slayer eigentlich nur der Name. Ansonsten war das aufgepeppte „Element“ eher braver Touren-Begleiter als gefährliche Freeride-Waffe. Das ändert sich nun gründlich. Nur der Name ist geblieben, alles andere ist neu: Ein verstärkter Hauptrahmen mit stark gebogenem Oberrohr soll für große Beinfreiheit sorgen. Als Hinterbau-System setzt Rocky weiterhin auf den abgestützten Eingelenker. Das Federbein wird allerdings, recht kompliziert, über mehrere kleine Hebel angelenkt. Dieses Design kennt man bereits vom Freeride-Boliden „RMX“. So will Rocky einen möglichst tiefen Schwerpunkt erreichen und möglichst viel nutzbaren Federweg aus dem nun reinrassigen Enduro-Bike herausholen. So wie sich das „Slayer“ optisch verändert hat, so zeigt es auch auf dem Trail ein neues Gesicht. Und auf dem steht ein breites Grinsen. Das „Slayer“ ist ein reines Spaß-Bike geworden. Zentriert nimmt man auf dem kompakten Bike Platz und fühlt sich auf Anhieb wohl. Vom flüssigen Singletrail-Surfen über High-Speed-Ritte auf Schotterwegen bis hin zu steilsten und verblockten Freeride-Kursen – das „Slayer“ macht alles anstandslos mit. Besonderes Lob verdient dabei das Fahrwerk. Hinten bietet es „nur“ 152 Millimeter Federweg, fühlt sich aber nach mehr an. Vorne hält die neue Fox „36“ mit 160 Milli metern und Top-Steifigkeit das Bike auf Kurs.

Bergab und im Singletrail können wir dem neuen „Slayer“ überragende Leistungen attestieren. Doch die entscheidende Frage ist: Kann man damit noch auf Tour gehen? Zum einen sind 14 Kilo Gesamtgewicht für ein Enduro-Bike mit diesen Fahrleistungen nicht viel. Auf der anderen Seite steht eine Geometrie, die doch eher auf Handling bergab ausgelegt ist. Man sitzt relativ aufrecht und leicht nach hinten versetzt. Das verhindert natürlich eine hundert Prozent effektive Kraftübertragung in langen Bergauf-Passagen. Im mittleren Kettenblatt sackt der Hinterbau zudem unter Kettenzug leicht ein – ein Wermutstropfen, den viele Biker gerne in Kauf nehmen werden.


FAZIT: Das neue „Slayer“ ist vom Touren-Bike zum waschechten Enduro mutiert. Spaß-Biker, denen Bergauf-Performance nicht allzu wichtig ist, finden damit ein Traum-Bike.

Themen: EnduroRocky MountainSlayer


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