Einzeltest: Nicolai Helius FR

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 15 Jahren

Das „Helius FR“ besitzt als erstes Serien-Bike das „Maxxle“-Steckachsen-System für die Hinterachse.

Dass Kalle Nicolai einer der innovativsten deutschen Bike-Ingenieure st, hat er nicht erst mit seinem Getriebe-Bike-Projekt bewiesen. Und genau aus diesem Grund hat sich Komponentenhersteller SRAM mit Nicolai zusammengetan, um eine Art Projekt-Bike mit den neuesten Rock-Shox- und Truvativ-Entwicklungen aufzubauen. Doch dann ist aus dem Zukunftsprojekt Praxis geworden – ab sofort gibt es das „Helius FR“ als Rahmen-Kit zu bestellen. Neben der neuen „Pike Team“, dem Rock-Shox-„Pearl“-Dämpfer und den neuen Truvativ-„Hussefelt“-Freeride-Kurbeln besitzt das „Helius FR“ als erstes Serien-Bike das Rock-Shox-„Maxxle“-Steckachsen- System für die Hinterachse.

Schon mit der „Pike“-Gabel hat Rock Shox bewiesen, dass die Steifigkeitsvorteile einer Steckachse nicht mit aufwändigen Schraubereien verbunden sein müssen. Der Ausbau des Vorderrades funktioniert hier genauso schnell wie mit einem Schnellspannsystem. Gleiches beim Hinterbau des „Helius“: Auch hier bringt das Maxxle-System nur Vorteile. Hebel umlegen, Achse herausschrauben, fertig. Besonders auf den engen Singletrail-Passagen unseres Test-Parcours zeigte das „Helius“, dass es nicht nur auf die Front-Steifigkeit ankommt. So präzise wie mit diesem Bike konnten wir selten um die Kurven zirkeln. Überhaupt ist Steifigkeit ein Hauptmerkmal des „Helius“. Harter Antritt oder beim Kamikaze-Downhill – hier bewegen sich nur die Federelemente. Diese leisten am „Helius“ auch hervorragende Arbeit.

Sowohl die „Pike Team“-Gabel als auch der neue „Pearl“-Dämpfer arbeiten sehr sensibel, lassen sich in Federung und Zugstufendämpfung präzise abstimmen und nutzen den Maximal-Federweg gut aus. Insgesamt ist das „Helius“ in dieser Ausstattung mit weit über 15 Kilo etwas schwer geraten. Das liegt aber hauptsächlich an den schweren Kurbeln und den Heavy-Duty-Laufrädern. Ansonsten fährt es bergab sehr ausgewogen, ist dabei eher laufruhig als quirlig. Bergauf klettert es im entsprechenden Geometrie-Trimm sehr gut.


FAZIT: Das „Helius FR“ gibt es nur als Rahmen-Kit. Als Komplettaufbau empfehlen wir etwas leichtere Laufräder und Kurbeln.

Typisch Nicolai: Das „Helius“ kommt im eher raubeinigen Industrie-Design mit Heavy-Duty-Komponenten.

Schlagwörter: Einzeltest Helius Nicolai


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