Cannondale: Trigger und Jekyll 2015

Cannondale 2015: Neues Trigger und Jekyll

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 7 Jahren

Mit dem Modelljahr 2015 stellt auch Cannondale auf 27,5 Zoll um. Sowohl das All Mountain Trigger, als auch das Enduro Jekyll rollen neu konzipiert über die Trails.

Das neue Trigger Carbon 2 mit 27,5 Zoll Laufrädern.


Zwei neue Bike-Modelle

Gleich zwei neue Bike-Modelle stellt Cannondale für die Saison 2015 auf 27,5 Zoll Laufräder. Das All Mountain Trigger mit 140 Millimeter Federweg, als auch den größeren Bruder Jekyll mit potenten 160 Millimetern. Neben dem neuen Trigger 27,5 wird es nach wie vor die 29er Trigger-Version mit 130 Millimetern geben. Je nach Präferenz des Fahrers. Das noch vor garnicht all zu langer Zeit präsentierte 26-Zoll-Trigger sowie das 26-Zoll-Jekyll gehören damit der Geschichte an.

Mit Lefty-Supermax-Gabel kommt das neue Jekyll vorne und hinten auf 160 Millimeter Federweg.


Was hat sich geändert?

Neben dem neuen Laufradmaß hat sich selbstverständlich einiges am Rahmen, der Geometrie und den Dämpferelementen geändert. Ein Highlight stellt zweifelsohne die neue Lefty-Supermax-Federgabel dar, die im Trigger und Jekyll mit bis zu 160 Millimetern zum Einsatz kommt. Die extrem steife Gabel bringt in der Top Version mit Carbon Oberteil nur 1855 Gramm auf die Waage und soll über sehr lange Wartungsintervalle verfügen. Neben der Gabel wurde ebenfalls der DYAD-Dämpfer fleißig überarbeitet. Die Funktion des Pullshock-Dämpfers: Über einen Remote-Hebel lässt sich der Federweg am Hinterbau um 40 Prozent verringern, während ein separater Dämpfungskreislauf weiterhin für die entsprechende Dämpfung sorgt. Für ein besseres Schluckvermögen bei schnellen und großen Schlägen wurden Shimstack und Druckstufenventil für einen höheren Ölfluß überarbeitet.

Der DYAD-Dämpfer bietet zwei Federwege und ermöglicht effektives Klettern auf Knopfdruck.


Die Eckdaten des neuen Trigger 27,5:

- 5 Modelle erhältlich von 2599 bis 8999 Euro
- Rahmengewicht Carbon ohne Dämpfer ca. 2000 Gramm
- vorne 140, hinten 140/85 Millimeter Federweg
- Lenkwinkel 68°, Sitzwinkel 73,5°

Bei manchen Enduro-Rennen wird Team-Fahrer Mark Weir auch aufs Trigger mit 140 Millimeter setzen.


Die Eckdaten des neuen Jekyll 27,5:

- 4 Modelle erhältlich von 2599 bis 6499 Euro
- Rahmengewicht Carbon ohne Dämpfer ca. 2200 Gramm
- vorne 160, hinten 160/95 Millimeter Federweg
- Lenkwinkel 67°, Sitzwinkel 74,9°

Enduro-Weltmeister Clementz mit seinem neuen Arbeitsgerät.

In der vergangenen Saison zählte das Jekyll zu den vielseitigsten und erfolgreichsten Enduros überhaupt. Mit Jerome Clementz`s Sieg bei der Enduro World Series krönte Cannondale sein Über-Enduro mit dem Weltmeistertitel. Wir haben mit Jerome über sein neues Arbeitsgerät gesprochen.


Was sind die Hauptunterschiede zum bisherigen Jekyll?

In erster Linie natürlich die Laufradgröße. Darüber hinaus haben wir die Geometrie optimiert. Der Radstand ist etwa zwei Zentimeter länger geworden, was auf schnellen Passagen mehr Sicherheit gibt. Zusätzlich haben wir den Lenkwinkel um ein Grad abgeflacht und den Sitzwinkel um mehr als ein Grad steiler gemacht. Mehr Laufruhe und ein noch besserers Kletterverhalten sind die Folge. Außerdem wurde das Setup des Dämpfers kräftig überarbeitet. An der Front kommt zum ersten Mal eine 160 Millimeter lange Lefty zum Einsatz.


Werden wir auch Dich in dieser Saison mit Lefty-Gabel sehen?

Nein, ich werde als Sram-Athlet weiterhin Rock Shox Gabeln fahren. Das komplette Cannondale Overmountain Team wird die Lefty Supermax setzen. Ich war zusätzlich mit an der Entwicklung und Abstimmung beteiligt.


Ein Lenkwinkel von 67° sind für ein Enduro immer noch recht steil.

Man darf nicht nur nach den reinen Zahlen gehen. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Bei der Festlegung der Geometrie sind wir vier unterschiedliche Prototypen gefahren und mussten, ohne zu wissen welche Geometrie welche ist, unseren Favoriten nennen. Unabhängig voneinander haben alle die jetzige Geometrie gewählt. Wenn der Lenkwinkel zu flach wird, leidet die Agilität auf flachen Passagen und im Uphill.


Das alte Bike war bereits extrem erfolgreich. Warum war überhaupt eine Anpassung nötig?

Wir wollten natürlich ein noch besseres Bike oben drauf setzen und das nicht alleine aufgrund der Laufradgröße. Die Laufradgröße ist nur ein Teil vom Ganzen. Entscheidender ist die richtige Geometrie. Ich in überzeugt, dass ich mit diesem Bike schneller bin, als mit dem alten. Vor allem in Highspeed-Passagen bietet es mehr Sicherheit durch größere Laufruhe und etwas mehr Federweg. Auch die höhere Traktion macht sich positiv bemerkbar. Ich bin zuversichtlich, damit meinen Weltmeistertitel verteidigen zu können.


Alle weiteren Informationen, Bilder und den ersten Fahrbericht gibt es in BIKE 06.




Schlagwörter: All Mountain cannondale jekyll Clementz Enduro Jerome Clementz trigger


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