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Test 2016: Scott Scale 710 Plus Test 2016: Scott Scale 710 Plus

Test Scott Scale 710 Plus

AM-Hardtail Scott Scale 710 Plus im Test

BIKE Testabteilung am 19.06.2016

Ende der 80er haben wir Mountainbikes als Jeeps unter den Fahrrädern bezeichnet. Damals wusste niemand, dass ein Jeep-Bike mal ganz anders aussehen wird – Vorhang auf fürs Scott Scale im Plus-Format.

Die Idee vom All-Mountain-Hardtail ist nicht neu, dicke Reifen sind das fehlende Puzzlesteinchen. Mit 2,8er-Schlappen steigen die Offroad-Qualitäten eines Hardtails im rauen Gelände im Quadrat. Allerdings ist ein Plus-Hardtail wie das Scale eine klare Entscheidung für die Geländetauglichkeit und gegen das Bergtrikot. Man spürt die Trägheit auf Asphalt, Rahmen (1890 Gramm), Laufräder (fast fünf Kilo) und das gesamte Bike sind schwer. Die Ausstattung fällt für 2599 Euro mager aus, und damit meinen wir nicht nur die elf Gänge. Aber man sitzt gut drauf, steuert souverän über Wurzelteppiche und freut sich auf losem Untergrund über die Traktion. Auf den rumpeligen Münchner Isar-Trails funktioniert das Konzept sehr gut, wir möchten sogar behaupten: Wenn dort überhaupt ein Hardtail Spaß macht, dann so eins. Würden die Firmen zusätzlich 29er-Laufräder mit schnellen Reifen ausliefern, hätte man zwei Bikes in einem. Brauchst Du also das Scale Plus? Wie beim Jeep hängt der Nutzwert vom Einsatzbereich ab. Hast Du Wurzel-Trails, Sandpisten und tiefe Schotteranstiege hinter dem Haus UND willst Hardtail fahren – das Scale ist Dein Bike.

Test 2016: Scott Scale 710 Plus

Test 2016: Scott Scale 710 Plus

Test-Fazit zum Scott Scale 710 Plus

Die dicken Plus-Reifen machen Hardtails geländegängiger. Der Fahrspaß steigt aber vorwiegend bergab. Das Scale-Konzept ist durchdacht und angenehm simpel gehalten. Perfekt wäre ein dazu passender, schneller und leichter Laufradsatz in 29 Zoll.

PLUS Fahrstabiles Handling, Zuwachs an Fahrkomfort, 120er-Gabel passt ins Konzept
MINUS Ausladende Kettenstreben, relativ teuer

Test 2016: Scott Scale 710 Plus

Der Lockout-Hebel für die Gabel sitzt griffgüns­tig unter dem Lenker dem Scott Scale.

Test 2016: Scott Scale 710 Plus

Dicke Reifen brauchen Platz. Im Tretlagerbereich geht es eng zu. Den­noch bleibt der Q-Faktor des Scott Scale mit 170 mm im grünen Bereich.

Test 2016: Scott Scale 710 Plus

Die Geometrie des Scott Scale 710 Plus im Überblick

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Testbrief: Scott Scale 710 Plus

Hersteller/Modell/Jahr Scott Scale 710 Plus/2016
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Scott Sports AG, 089/898783619,
www.scott-sports.com
Material/Grössen/Testgrösse Alu/H: S, M, L, XL / L
Preis / Preis (Rahmen) 2.599,00 Euro / 999,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 11,60 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 68,0 °/73,8 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 65,0 mm/624,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.157,0 mm/310,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/120,0 mm, -/-
Übersetzung 1-fach
BB Drop/Reach/Stack -49 mm/435 mm/623 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Fox 32 Float 29 120 Fit4/ -
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel SRAM XO1/SRAM GX/SRAM GX
Bremsanlage/Bremshebel Shimano BR-M447/Shimano BL-M506
Laufräder/Reifen Syncros X40 Plus/Schwalbe Nobba Nic Evo Pace Star3 2,8, Schwalbe Nobba Nic Evo Pace Star3 2,8
BIKE Urteil1 -
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
BIKE Testabteilung am 19.06.2016