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Test 2015: Pyga Onefourty 650 Pascoe Test 2015: Pyga Onefourty 650 Pascoe

Test: Pyga Onefourty 650 Pascoe

All Mountain Fully: Pyga Onefourty 650 Pascoe im Test

Christoph Listmann am 21.04.2016

Mit Pyga schlägt Patrick Morewood neue Wege ein: weg vom reinen Gravity-Sektor, hin zu robusten Trailbikes.

Eigentlich wollten wir uns ja von einem yellow-cab-gelben Onefourty über die Trails chauffieren lassen. Stattdessen baut uns Importeur Tri-Cycles die schwarze Variante des südafrikanischen Trailbikes auf. Abgemischt mit schwarz-weißen Komponenten schmeichelt die aber nicht weniger den Augen, und getreten wird ja eh selber. Das Pyga erfüllt den Anspruch an ein modernes Trailbike: kompakte Sitzposition, quirlige Geometrie und der obligatorische Einfach-Antrieb – allerdings mit der Option einer Umwerfer-Montage. Das stabile Rohrkonstrukt wiegt samt Dämpfer 3,6 Kilo. Die Uphill-Wertung steht also nicht auf dem Speiseplan, das nimmt man auf dem Onefourty aber gelassen. Leichte Laufräder und der antriebsneutrale, schwimmend gelagerte Hinterbau lassen sich gut beschleunigen. Geht es bergab, kommt man mit dem Südafrikaner auf den Geschmack: kleine Wurzeln, dicke Brocken – die souveräne BOS DeVille frisst, was man ihr vorsetzt, und auch der Hinterbau schaufelt gierig rein. Nur 135 Millimeter am Heck? Kaum zu glauben. Allerdings erst, als der scheinbar defekte BOS-Kirk-Dämpfer von einem perfekt arbeitenden Rock Shox Monarch Plus ersetzt wird.

FAZIT Nicht ganz leicht, aber mit erstaunlichen Reserven bergab, punktet das Pyga Oneforty vor allem in technischem Terrain. Als Rahmen-Dämpfer-Set eine tolle Basis für ein robustes Trailbike.

PLUS Souveränes Handling bergab, sinnvolle Ausstattung, robuste Konstruktion
MINUS Schwerer Rahmen, außen geführte Züge optisch kein Highlight, teuer in gezeigter Version

Test 2015: Pyga Onefourty 650 Pascoe

1. Schöner, aber etwas schwerer Alu-Rahmen. Das Heck fühlt sich nach mehr als den gemessenen 135 Millimetern Hub an. 2. Rechts schalten, links Sattel absenken: aufgeräumtes Cockpit mit einfacher Bedienlogik.

Test 2015: Pyga Onefourty 650 Pascoe

Test 2015: Pyga Onefourty 650 Pascoe

Test 2015: Pyga Onefourty 650 Pascoe

Der Prüfstand misst an der Gabel etwas mehr Hub als angegeben. Der Hinterbau des Pyga Onefourty fühlt sich in der Praxis nach mehr an.

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Testbrief: Pyga OneFourty 650 Pascoe

Hersteller/Modell/Jahr Pyga OneFourty 650 Pascoe/2015
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Tri-Cycles GbR, 0611/9103358,
www.tri-cycles.de
Material/Grössen/Testgrösse Alu/H: S, M, L / L
Preis / Preis (Rahmen) 5.798,00 Euro / 1.998,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 13,12 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 67,5 °/73,6 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 60,0 mm/634,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.176,0 mm/345,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/146,0 mm, -/135,0 mm
Übersetzung 1-fach
BB Drop/Reach/Stack -5 mm/452 mm/605 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer BOS DeVille AM/BOS Kirk
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel SRAM X1/SRAM X1/SRAM X1
Bremsanlage/Bremshebel Shimano XT/Shimano XT
Laufräder/Reifen Pyga 650 Trail Wide/Schwalbe Nobby Nic Evo Snake Skin Pace Star 2,35, Schwalbe Nobby Nic Evo Snake Skin Pace Star 2,35
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Christoph Listmann am 21.04.2016