Test 2018: Cannondale Trigger 3 Test 2018: Cannondale Trigger 3

Test 2018: Cannondale Trigger 3

Cannondale Trigger 3 im BIKE-Test

Peter Nilges am 28.09.2018

Das Cannondale Trigger ist ein verspieltes Touren-Bike mit effektiver, aber umständlicher Fahrwerksverstellung. Was es sonst noch auszeichnet, zeigt unser Test.

Worthülsen sind im Marketing mehr Regel als Ausnahme. Cannondale kann man diesen Vorwurf jedoch nicht machen. Ein Wust aus Hebeln und Zügen am Cockpit lässt keinen Zweifel daran, dass bei diesem MTB der Name Programm ist und es einiges zum Triggern („auslösen“) gibt. Zusätzlich kommt das Trigger als einziges Bike im Test mit einer Zweifach-Kurbel und entsprechend mit zwei Schalthebeln. Ein weiterer Hebel aktiviert den Hustle-Fahrwerksmodus, der den Federweg am Heck auf 115 Millimeter begrenzt. Der Dämpfer bleibt dabei voll aktiv, weshalb man Wippen zusätzlich mit dem Plattformhebel am Dämpfer unterbinden muss. Das Scott Genius zeigt, wie ein ähnlicher Funktionsumfang smarter umgesetzt werden kann.

In Spitzkehren spielt das handliche Mountainbike seine Wendigkeit aus. Die Maxxis-Reifen bieten viel Grip und geben Sicherheit. Wenn es rumpliger wird, bremst das einfache Fox-Performance-Fahrwerk das Trigger etwas aus. Durch die sehr kurzen Kettenstreben muss man das Vorderrad beim Klettern aktiv belasten. Das üppige Gesamtgewicht von 14,6 Kilo lässt bergauf wenig Sportlichkeit aufkommen.

Test-Fazit: Das Cannondale Trigger ist ein verspieltes Touren-Bike mit effektiver, aber umständlicher Fahrwerksverstellung. Ausstattung und Gewicht des All-Mountain-Fullys von Cannondale: eher schwach.

Test 2018: Cannondale Trigger 3

Unser Testbike: das Cannondale Trigger 3.

Test 2018: Cannondale Trigger 3

Über den Remote-Hebel am Lenker lässt sich das Kammervolumen des Dämpfers verkleinern, was den Federweg verkürzt und mehr Progression bringt. Die Dämpfung kann am Cannondale Trigger nach wie vor per Hand zusätzlich geregelt werden.

Test 2018: Cannondale Trigger 3

Cannondale Trigger 3: Gabel und Heck bieten den identischen Federweg. Im Hustle-Mode wird es progressiver und kürzer.

Test 2018: Cannondale Trigger 3

So fährt sich das Cannondale Trigger 3 auf dem Trail.

Test 2018: Cannondale Trigger 3

Die Geometrie des Cannondale Trigger 3 im Überblick.


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Testbrief: Cannondale Trigger 3

Hersteller/Modell/Jahr Cannondale Trigger 3/2018
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Cycling Sports Group, 0031/541-589898,
www.cannondale.com
Material/Grössen/Testgrösse Hybrid/H: S, M, L, XL / L
Preis 3.999,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 14,27 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 66,3 °/74,1 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 45,0 mm/625,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.183,0 mm/341,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/150,0 mm, 110,0 mm/153,0 mm
Übersetzung 2-fach
BB Drop/Reach/Stack -11 mm/451 mm/608 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Fox 34 Float Performance/Fox Float Performance Gemini DPS
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Cannondale Si/Shimano XT/Shimano SLX
Bremsanlage/Bremshebel Shimano SLX/Shimano SLX
Laufräder/Reifen 15x110 Formula, WTB Frequency i29 Race 27.5, 12x148 Formula, WTB Frequency i29 Race 27.5/Maxxis Minion DHF Exo Protection TR 2,3, Maxxis DHR 2 Exo Protection TR 2,3
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Peter Nilges am 28.09.2018