Test 2017: All Mountains mit 140-150 mm Federweg Test 2017: All Mountains mit 140-150 mm Federweg

Test 2017 – All Mountains: Specialized Stumpjumper FSR Comp

Specialized Stumpjumper FSR Comp im Test

Peter Nilges am 03.07.2017

Es gibt kein anderes Bike-Modell, das auf eine längere Historie als das Specialized Stumpjumper zurück­blicken kann.

Unzählige Revolutionen und Evolutionen haben das Stumpi zu dem gemacht, was es ist: einem Alleskönner mit ausgewogener Geometrie. Beim FSR Comp handelt es sich um das günstigste Modell der Specialized-Modellreihe, weshalb die Ausstattung eher grundsolide als überschwänglich ausfällt. Damit zählt das 29er zu den schwereren Bikes im Vergleich. Vor allem die Laufräder schlagen mit 5419 Gramm ordentlich zu Buche und wiegen gut 700 Gramm mehr als der Klassendurchschnitt, was sich bei kurzen Sprints und bergauf deutlich bemerkbar macht. Im Abfahrtsmodus sorgen die schweren Reifen jedoch für viel Kontrolle, auch der Hinterbau bietet ordentliche Reserven. Manko beim Fahrwerk ist die günstige Rockshox Revelation RL, die weder mit einer Fox-Performance- noch einer Rockshox-Pike-Gabel mithalten kann. Auf Grund der hohen Front macht es Sinn, den Vorbau zu drehen. Für ein Bike der Größe L fällt das Stumpi relativ kurz aus. Im Vergleich zu Rose und Cube geht das Stumpjumper dank moderater Kettenstrebenlänge am leichtesten aufs Hinterrad.

Fazit: Schwere Laufräder und eine etwas hölzerne Gabel bremsen das Stumpi ein, weshalb das volle Potenzial nicht ganz zur Geltung kommt.

Die Alternative:  Das Comp Carbon mit Alu-Hinterbau kostet 3999 Euro und kommt mit Rockshox-Yari-Gabel sowie Sram-GX-Schaltung. 

Test 2017: All Mountains mit 140-150 mm Federweg

Specialized-eigen ist das zusätzliche Auto-SAG-Ventil am Dämpfer. Darüber lässt sich bei sorgfältiger Anwendung der optimale Dämpferdruck automatisch einstellen.

Test 2017 – All Mountains: Specialized Stumpjumper FSR Comp

Specialized Stumpjumper FSR Comp

Test 2017 – All Mountains: Specialized Stumpjumper FSR Comp

Specialized Stumpjumper FSR Comp – Kennlinien: Auch wenn der Hinterbau etwas weniger Federweg besitzt, ist er der Gabel deutlich überlegen.

Test 2017 – All Mountains: Specialized Stumpjumper FSR Comp

Specialized Stumpjumper FSR Comp

Testbrief: Specialized Stumpjumper FSR Comp 29

Hersteller/Modell/Jahr Specialized Stumpjumper FSR Comp 29/2017
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Specialized Germany GmbHMarketing Office,
www.specialized.com
Material/Grössen/Testgrösse Alu/H: S, M, L, XL, XXL / L
Preis 2.799,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 14,05 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 67,6 °/74,6 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 60,0 mm/610,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.175,0 mm/335,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/149,0 mm, -/140,0 mm
Übersetzung 1-fach
BB Drop/Reach/Stack -34 mm/426 mm/649 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Rock Shox Revelation Solo Air RL/Rock Shox Monarch RT Autosag Rx Trail Tune
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Race Face Aeffect/SRAM GX/SRAM GX
Bremsanlage/Bremshebel SRAM Guide R/SRAM Guide R
Laufräder/Reifen Specialized 15 x 110, Roval Traverse 29, Specialized 12 x 148, Roval Traverse 29/Specialized Butcher Grid 2.3, Specialized Slaughter Grid 2.3
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Peter Nilges am 03.07.2017