Test 2017: All Mountains mit 140-150 mm Federweg Test 2017: All Mountains mit 140-150 mm Federweg

Test 2017 – All Mountains: Merida One-Forty 700

Merida One-Forty 700 im Test

Peter Nilges am 03.07.2017

One-Twenty, One-Forty, One-Sixty. Meridas Modellbezeichnungen sprühen nicht unbedingt vor Kreativität, umreißen aber dafür möglichst genau den Federweg und das damit verbundene Einsatzgebiet.

Laut unserer Labormessung bietet das One-Forty sogar 145 Millimeter am Heck und setzt als bisher einziges Bike in der Merida-Fully-Palette auf einen VPP-Hinterbau. Dieser arbeitet feinfühlig, besitzt jedoch spürbaren Pedalrückschlag auf dem kleinen Kettenblatt. Sobald die Kette jedoch auf dem großen Blatt liegt, bleibt der Hinterbau absolut ruhig. Mit 3005 Gramm zählt der One-Forty-Rahmen zu den schweren im Test. Bergab liegt das Merida mit langem Radstand und flachem Lenkwinkel sehr laufruhig und sicher. Durch die langen Kettenstreben ist beim Anheben des Vorderrades allerdings viel Körpereinsatz gefragt. Das tiefe Tretlager sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt in Kurven, während die Maxxis-Reifen-Kombi viel Grip bietet. Im offenen Dämpfer-Modus rauscht man leicht durch den Federweg. Wenig SAG und den Dämpfer in mittlerer Position schaffen die gewünschte Balance im Fahrwerk. Die Ausstattung mit kompletter Shimano-XT-Gruppe inklusive Naben kann sich absolut sehen lassen.

Fazit: Das One-Forty präsentiert sich als laufruhiges All Mountain mit gutem Bergab-Potenzial. Bergauf gibt es leichtfüßigere Bikes.

Die Alternative: 2099 Euro kostet das nächst günstigere One-Forty. 1x11-Sram-NX-Gruppe sowie Manitou-Gabel sind die Hauptunterschiede.

Test 2017: All Mountains mit 140-150 mm Federweg

Cube, Merida und Focus nutzen die gleiche Tele-Stütze eines Drittanbieters mit 120 bis 150 Millimetern Verstellbereich und labeln das Produkt mit dem eigenen Namen. Eine teurere Rockshox Reverb schafft es nur bei den drei Versendern ans Rad.

Test 2017 – All Mountains: Merida One-Forty 700

Merida One-Forty 700

Test 2017 – All Mountains: Merida One-Forty 700

Merida One-Forty 700 – Kennlinien: Da der Hinterbau viel weniger Progression als die Gabel besitzt, sollte der Dämpfer im Trail-Mode gefahren werden.

Test 2017 – All Mountains: Merida One-Forty 700

Merida One-Forty 700

Testbrief: Merida One-Forty 700

Hersteller/Modell/Jahr Merida One-Forty 700/2017
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Merida & Centurion Germany GmbH, 07159/9459-600,
www.merida.de
Material/Grössen/Testgrösse Alu/H: S, M, L, XL / L
Preis 2.999,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 13,90 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 66,6 °/74,0 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 60,0 mm/626,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.197,0 mm/332,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/150,0 mm, -/145,0 mm
Übersetzung 2-fach
BB Drop/Reach/Stack -20 mm/442 mm/612 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Fox 34 Float Performance Series/Fox Float DPS Evol Performance Series
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Shimano XT/Shimano XT/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel Shimano XT/Shimano XT
Laufräder/Reifen Shimano XT 15 x 100, Merida Expert, Shimano XT 12 x 142, Merida Expert/Maxxis Forekaster Exo 2.35, Maxxis Minion DHR II Exo 2.3
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Peter Nilges am 03.07.2017