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Test 2016: Stevens Whaka+ ES Test 2016: Stevens Whaka+ ES

Test 2016: Stevens Whaka+ ES

Laufruhiges Tourenbike: Stevens Whaka+ ES im Test

Peter Nilges am 30.05.2016

Waka Waka und Shakira sind die ersten Gedanken, die einen zum neuen Plus-Bike von Stevens streifen. Die Gedanken an die quirlige Kolumbianerin verpuffen aber noch im ers­ten Antritt.

Schlappe 14,85 Kilo bringt das Whaka+ ES auf die Waage. 5,3 Kilo davon entfallen alleine auf die Laufräder. Das verlangt nach ordentlich Druck, um das Stevens zu beschleunigen. Einmal in Fahrt, sind die drei Zoll breiten Schlappen mit schneller Gummimischung aber kaum zu stoppen. Der lange Radstand gepaart mit dem 66 Grad flachen Lenkwinkel vermittelt enorme Laufruhe. Auf winkligen Trails müht sich das Whaka im Gegenzug aber etwas um die Kurven. Entspannt nimmt man auf dem knallroten Alu-Fully Platz. Das lange Steuerrohr sorgt für eine aufrechte Sitzposition. Das trifft auch den Geist des Bikes: Es will cruisen und nicht den nächsten Berg-Sprint gewinnen. Potenzial für schnelle Downhills dagegen hätte das Stevens mit seinen 140er-Federwegen und den massiven Reifen. Zumindest auf losem Schotter setzt die mäßig griffige Reifenmischung aber schnell Grenzen. Wegen der geringen Eigendämpfung der Reifen tänzelt das Waka+ ES über Wurzelteppiche, wodurch man die Zugstufendämpfung des Fahrwerks mehr als gewohnt bemühen muss. Über jeden Zweifel erhaben zeigt sich die XT-Ausstattung. Sie schaltet leicht und schnell wie nie, und auch die Zweifach-Kurbel mit 36/26 Zähnen ist passend gewählt.

Test 2016: Stevens Whaka+ ES

Schwergewicht: Das Stevens Whaka+ ES bringt fast 15 Kilo auf die Waage.

Test-Fazit zum Stevens Whaka+ ES

Laufruhiger Tourer mit antriebsneutralem Hinter­bau und zuverlässiger Ausstattung. Tendiert vom Fahrverhalten eher Richtung Fatbike.

PLUS Antriebsneutrale Kinematik, laufruhig, sinnvolle Ausstat-tung, robuste Konstruktion
MINUS Recht schwer, wenig wendig, Reifenmischung mit wenig Grip und geringer Eigendämpfung 

Test 2016: Stevens Whaka+ ES

Die Geometrie des Stevens Whaka+ ES im Überblick

Test 2016: Stevens Whaka+ ES

Durch 50-mm-Felgen sehr breit abgestützter Reifen. Allerdings sind die Laufräder am Stevens Whaka schwer.

Test 2016: Stevens Whaka+ ES

Als eines der Wenigen setzt Stevens auf Drei-Zoll-Reifen. Dennoch ist das Whaka zweifach kompatibel.

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Testbrief: Stevens Whaka+ ES

Hersteller/Modell/Jahr Stevens Whaka+ ES/2016
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Stevens Vertriebs GmbH, 040/716070-0,
www.stevensbikes.de
Material/Grössen/Testgrösse Alu/H: 16, 18, 20, 22 / 20 "
Preis 3.399,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 14,85 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 66,0 °/75,0 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 80,0 mm/612,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.204,0 mm/342,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/140,0 mm, -/140,0 mm
Übersetzung 2-fach
BB Drop/Reach/Stack -22 mm/444 mm/622 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Fox 34 Float 27,5 140 Fit 4/Fox Float DPS Evol Performance Elite Series
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Shimano XT/Shimano XTR/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel Shimano XT/Shimano XT
Laufräder/Reifen Oxygen, Sun Mulefüt 50 SL, Oxygen, Sun Mulefüt 50 SL/Schwalbe Nobby Nic Evo Pace Star 3,0, Schwalbe Nobby Nic Evo Pace Star 3,0
BIKE Urteil1 -
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Peter Nilges am 30.05.2016