All Mountain Fully: Rocky Mountain Sherpa im Einzeltest All Mountain Fully: Rocky Mountain Sherpa im Einzeltest All Mountain Fully: Rocky Mountain Sherpa im Einzeltest

Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

All Mountain Fully: Rocky Mountain Sherpa im Einzeltest

  • Stefan Frey
 • Publiziert vor 5 Jahren

Ausgerüstet mit Packtaschen und fetten Reifen soll das neue Rocky Sherpa das perfekte Abenteuer-Bike sein.

Die Packtaschen hat der Importeur nicht mitgeliefert, also wurde aus dem Praxistest kein Mehrtagesabenteuer, sondern eine überlange Testrunde. Die Frage nach der Fahrbarkeit des neuen Konzeptes mit 2,8 Zoll breiten Reifen soll auf dem Sägezahnprofil mit unzähligen Wurzeln beantwortet werden. Doch zuerst ins BIKE-Labor: Der Rahmen wiegt komplett nur 2,5 Kilo. Rocky kombiniert hier den bekannten Element-Carbon-Hauptrahmen mit einem speziell aufs Reifenformat angepassten Alu-Heck. Dass sich aus den Zutaten kein Leichtgewicht zaubern lässt, leuchtet ein. 2,2 Kilo wiegt die Gabel, fünf Kilo bringen die kompletten Laufräder auf die Waage. Und die zeichnen sich durch 45 mm breite Felgen aus. Als Luftdruck stellten wir etwa ein bar ein. Dafür rollen die Schlappen erstaunlich gut. Man reist selbst bergauf nicht in der Zeit zurück. Dank der guten Sitzposition und dem Mittelsteg der Reifen fühlt sich das Sherpa schneller an als erwartet. Bergab kann man total unkreativ bleiben: Lenker festhalten, drüberbügeln. Die stabilisierenden Kreiselkräfte spürt man deutlich, die Reifen walzen souverän über Wurzelteppiche. Bei Schrägfahrten fehlt den Reifen Seitenhalt, dafür schwimmen sie auf Sand oder Kies super auf. Der extreme Q-Faktor (Abstand der Kurbeln) von 190 mm sorgte auf Asphaltpassagen für Knieschmerzen. Und: Das Sherpa ist ein sehr teurer Spaß.


FAZIT Das Sherpa passt in kein Raster. Als All Mountain fährt es erstaunlich gut. Als Abenteuer-Bike, ausgerüs­tet mit dem Taschen-Set, ist es in unwegsamem Terrain nicht zu stoppen.


PLUS Spannendes Konzept (mit den Packtaschen), coole Optik, sicher in technischem Terrain
MINUS Hohes Gewicht, etwas träge, schwach ausgestattet fürs Geld

Georg Grieshaber 1. Das Heck ist unbeladen überdämpft – klar, es ist für Packtaschen ausgelegt. 2. Auch die Gabel überzeugt nicht voll, sie schmatzt beim Einfedern.

BIKE Magazin Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

BIKE Magazin Das Fahrwerk des Rocky Mountain Sherpa ist kein Paradebeispiel für Harmonie. Auf dem Trail verschmilzt die Funktion aber mit den fetten Reifen.


Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 8/2015 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:


Lesen im Apple App Store
Lesen im Google Play Store
Bestellen im DK-Shop


Test: Rocky Mountain Sherpa

Hersteller/Modell/Jahr
Rocky Mountain Sherpa / 2016
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
BikeAction Fahrradhandel GmbH, 06106/772560, www.bikeaction.de
Material/Grössen/Testgrösse
Hybrid / H: S, M, L, XL / XL
Preis
4800.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
13660.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
69.70
Vorbau-/Oberrohrlänge
90.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1160.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/121, -/102
Übersetzung
2
BB Drop/Reach/Stack
-32.00/438.00/632.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Manitou Magnum 27.5+/Manitou McLeod Air IPA-4
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Race Face Turbine/Shimano XT/Shimano SLX
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano BL-M506/Shimano BR-M506
Laufräder/Reifen
- Sun Ringle SRC Plus WTB Scraper 145 27.5+ DT Swiss 350 WTB Scraper 145 27.5+/WTB Trail Blazer 27.5+ 2,8 WTB Trail Blazer 27.5+ 2,8
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: All mAll MountainRocky MountainTest


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test 2017 – Trailbike Klassiker: Specialized Cam. Comp Carb.
    Specialized Camber Comp Carbon im Test

    24.07.2017Das Camber von Specialized ist als sportliches Leichtgewicht bekannt. Umso mehr erstaunt die Sitzposition beim ersten Aufsteigen: Die hohe Front macht sie unerwartet aufrecht.

  • Test 2012: Mountainbike-Handschuhe
    12 Mountainbike-Handschuhe im Test

    21.05.2012Mountainbike-Handschuhe sollen wie eine zweite Haut sein, Sicherheit geben, wenn’s auf dem Trail zur Sache geht – und schützen, wenn doch mal was schiefgeht. 12 aktuelle Modelle ...

  • Intense Spider 29 Comp

    14.05.2013Ein Bike als Statussymbol? Willkommen beim Edel-Twentyniner aus Carbon. Begehrlichkeitsfaktor 100!

  • Test 2021: Enduro-Helme
    10 Enduro-Helme im Labor- und Praxistest

    30.05.2021Auf den Kopf fallen wir Freerider selten, doch wenn: oh weh! Moderne Enduro-Helme wollen maximal schützen und selbst Rotationskräfte abwehren.

  • Testartikel 1 vom 23.08.2011

    23.08.2011Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext Teasertext ...

  • Test 2013: All Mountains und Enduros in 27,5 Zoll
    Test 650B: All Mountains und Enduros in 27,5 Zoll

    26.02.2013Das neue Laufradmaß 650B macht sich breit. Vom Hardtail bis zum Enduro gibt es bereits 650B-Optionen. Wir haben sechs Mountainbike Fullys mit 130-160 Millimetern Hub getestet.

  • Haibike Sleek Team 29 E:I Shock

    19.02.2014Der feine Zwirn steht dem Haibike gut. Ein edleres Auftreten gibt es kaum. Ein Typ wie Danny Ocean.

  • Test 2017: Kinderbike Scott Scale JR 20 Plus
    Scott Scale JR 20 Plus - Kids Bike im Test

    02.12.2017Dicke Plus-Bereifung für dünne Kinderbeine – kann das Sinn machen? Wir haben unsere Juniortester auf das Scott Scale losgelassen.

  • All-Mountain-Bikes

    02.05.2007Auf den ersten Blick scheint sich nicht viel getan zu haben bei den All-Mountain-Bikes der Saison 2007. Neun Fullys um 2500 Euro treten an, das Gegenteil zu beweisen.