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Test 2016: All Mountain Fullys in 29 Zoll Test 2016: All Mountain Fullys in 29 Zoll

Test 2016 All Mountain Fullys 29: Marin Rift Zone 29er 7

Marin Rift Zone 29er 7 im Test

Ludwig Döhl am 27.09.2016

Wie bei einigen anderen Bikes dieser Testgruppe waren wir uns beim Marin nicht sicher. Die Federwege stimmen für Trail, die Ausstattung mit dem mächtigen Vorderreifen klingt nach All Mountain.

Nun gut, wir haben das Bike bestellt und testen selbst. Bergauf zügeln die zäh rollenden Reifen und die schwersten Laufräder im Test, durch den Einfach-Antrieb (Achtung Rotstift: billige 11–42er-Kassette!) bemüht man an steilen Rampen häufig den leichtesten Gang. Bergab warten wir nur drauf, endlich die Zügel loslassen zu können. Unser Prüfstand im Testlabor weist fürs Heck lediglich 107 mm Federweg aus, und das spürt man auch in der Praxis. Der Maxxis-Minion-Vorderreifen vermittelt zwar Sicherheit, das Fahrwerk arbeitet jedoch ständig am Limit. Auch die Magura-Stopper mit kleiner 160er-Bremsscheibe verzögern mäßig kräftig. Wir geben zu: Im Trailbike-Umfeld hätte sich das Rift Zone sicherlich wohler gefühlt. Dort ist das hohe Laufradgewicht aber um so mehr indiskutabel. Dem schicken Rahmen steht eine schwache Ausstattung gegenüber.

Fazit: Carbon-Chassis und All-Mountain-Spezifikation gepaart mit wenig Federweg – das Rift Zone mag Mittelgebirgs-Touren lieber als den Gardasee-Ausflug.

Die Alternative: Für 4099 Euro bietet das Modell Rift Zone 8 das gleiche Carbon/Alu-Chassis, jedoch eine höherwertigere Ausstattung mit Fox-Fahr­werk und Shimano-XT-Schaltgruppe mit 22 Gängen. Eine sinnvolle Investition.

Test 2016 All Mountain Fullys 29: Marin Rift Zone 29er 7

Marin: Vorderradwechsel mit Werkzeug? Das nervt! Wieso Marin nicht einfach die serienmäßige Steckachse verwendet, wissen wir nicht.

Test 2016 All Mountain Fullys 29: Marin Rift Zone 29er 7

Test 2016 All Mountain Fullys 29: Marin Rift Zone 29er 7

Test 2016 All Mountain Fullys 29: Marin Rift Zone 29er 7

Wenn das Limit des Hecks erreicht ist, federt die Gabel noch 13 Millimeter weiter. Die Dysbalance ist beim Marin Rift Zone deutlich spürbar.

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Testbrief: Marin Rift Zone 7

Hersteller/Modell/Jahr Marin Rift Zone 7/2016
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Zentro Porindis GmbH (Marin), 0911/32687620,
www.marinbikes.com
Material/Grössen/Testgrösse Hybrid/H: S, M, L, XL / L
Preis 3.299,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 13,25 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 69,4 °/74,2 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 80,0 mm/633,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.164,0 mm/333,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/120,0 mm, -/107,0 mm
Übersetzung 1-fach
BB Drop/Reach/Stack -36 mm/452 mm/629 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Rock Shox Reba RL 29/Rock Shox Monarch RL
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Marin -/SRAM X1/SRAM X1
Bremsanlage/Bremshebel Magura MT 4/Magura MT 4
Laufräder/Reifen R Twenty 9/Maxxis Minion DHF 2.3, Maxxis Ardent 2.25
BIKE Urteil1 gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Ludwig Döhl am 27.09.2016