Test 2015: Fahrwerk Rocky Mountain Ride-9

Rocky Mountain Ride-9-Fahrwerk am Instinct 900 B.C.

  • Christian Artmann
 • Publiziert vor 5 Jahren

Je weiter die Dämpferaufhängung im Ride-9-Montage-Punkt nach vorne wandert, desto flacher werden Lenk- und Sitzwinkel und das Tretlager wird tiefer – für Sicherheit auf schweren Trails.

Gleichzeitig steigt die Endprogression, was bei reduziertem Druck auch gleich die Federungscharakteristik für harte Trails anpasst. Mit dem Anlenkpunkt weiter hinten passiert das Gegenteil: steilere Winkel für ein agiles Handling, eine vortriebsorientierte Sitzposition und eine optimale Kennlinie für viel Traktion auf kniffligen Anstiegen. Für die Trails in B. C. ist die Kinematik auf Antriebsneutralität im kleinen Kettenblatt hin optimiert. Simples Konzept mit großer Wirkung.

Rocky Mountain Ride-9 am Instinct 990 B.C. Edition – Testbericht des Rocky Mountain Instinct 970 MSL->

Praxistest des Rock Mountain Ride-9-Fahrwerk

Stattliche 1,8° in den Winkeln und 22,5 mm in der Tretlagerhöhe liegen zwischen den Extrempositionen von RIDE-9 – Werte, die den Charakter des Bikes deutlich spürbar prägen. Rocky weist immer drei der neun Positionen einer Gewichtsklasse zu – wer aber nach Zwischenstufen sucht, findet diese in der Nachbarklasse. RIDE-9 ist sehr effektiv darin, den Bike-Charakter nach Vorlieben oder Trail-Anforderungen zu tunen und damit das Einsatzspektrum zu erweitern. Nur die nicht werkzeugfreie Verstellung verhindert, dass man es öfter unterwegs nutzt. Um das Optimum aus dem Ride-9-Fahrwerk herauszuholen, lohnt es sich,, den Luftdruck bei größeren Veränderungen nachzujustieren.

PLUS Geometrie und Fahrwerkscharakteristik werden simultan in einem Schritt angepasst. PLUS Der breite Verstellbereich ergibt hohe Vielseitigkeit MINUS Etwas zu aufwändig für schnelle Wechsel unterwegs

Varianten vom Rocky Mountain Ride-9

Bei Ride-9 geht es um ein großes Einsatzspektrum und Charakter-Tuning. Deshalb kommt es bevorzugt im mittleren Federwegsbereich zum Einsatz – z. B. beim 29er-Instinct (130 mm, sieben Modelle von 3400 bis 9000 Euro), dem 27,5"-All-Mountain/Enduro Altitude (150 mm, sieben Modelle von 2400 bis 9000 Euro) sowie den vier Carbon-Versionen des 27,5"-All-Mountains Thunderbolt (120 mm, 4000 bis 11000 Euro).

Je weiter die Dämpferaufhängung am Rocky Mountain nach vorne wandert, desto flacher werden Lenk- und Sitzwinkel, das Tretlager wird tiefer - das bringt Sicherheit auf schweren Trails.

Verschachtelt: Je nachdem, wie man die exzentrischen Alu-Quadrate der Dämpferaufhängung am Rocky Mountain zueinander dreht, ergeben sich neun unterschiedliche Positionen – jede mit spezifischem Handling und eigener Federungscharakterisitk.

Bei gleichem Druck bringt die Enduro-Position (145 mm) am Rocky Mountain Instinct zusätzliche Reserven gegenüber der CC-Position. Bei reduziertem Druck sorgt sie für eine bessere Federwegsausnutzung auf harten Trails. Der kürzere Federweg fällt nicht ins Gewicht.

Rocky Mountain Ride-9 "… ist mehr als nur eine Geometrieverstellung. In jeder Position verändert sich auch automatisch die Federungscharakteristik passend zum Einsatzbereich und Fahrer – von CC mäßig bis laufruhig mit Reserven, ist alles drin." (Alex Cogger, Produkt-Manager bei Rocky Mountain)

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