Stevens Ridge Max Stevens Ridge Max Stevens Ridge Max

Stevens Ridge Max

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 12 Jahren

Traditionell im Race-Bereich zu Huse, zeigt die Hamburger Marke Stevens, dass man auch im hohen Norden ein Gespür für Abfahrtsorientierte Bikes besitzt – und das zu einem fairen Preis.

Schmuckes Eloxan, prachtvolle Ausstattung – im Bikeshop glänzt das Stevens wie ein barocker Kronleuchter in der Ikea-Lampenabteilung. Doch hinter der entschlossenen Optik steckt ein sensibles Gemüt. Stevens hat sich dafür Entwicklungshilfe von Thomas Kamm geholt. Der Tüftler von German:A. hat einen feinfühligen Viergelenker konstruiert, der über eine filigrane Wippe 159 Millimeter Federweg aus dem RP23-Dämpfer von Fox saugt.

Doch das Ridge ist kein Bike, das Streicheleinheiten von seinem Fahrer verlangt. Im Grunde seines Wesens ist es ein waschechtes Enduro, das gerne die schärfste Pace geht. 66,5 Grad Lenk- und 72,3 Grad Sitzwinkel sagen: Ja, ich will – und zwar bergab niemals den Schwanz einziehen müssen. Für Sicherheit und Lenkpräzision sorgt die Enduro-Forke von Fox: die 36er-Talas-RC2 harmoniert prächtig mit dem Hinterbau, ordentlich Halt bieten Schwalbes Nobby Nic, höchste G-Kräfte produziert die eine und einzige von Formula – die The One.

Doch bergab ans Limit zu gehen, ist nicht alles, was das Bike seinem Piloten zu bieten hat. Das Ridge Max zeigt mehr Kletterpotenzial als manches All Mountain – mit 13,3 Kilo Gesamtgewicht könnte es in dieser Liga ohnehin locker mitspielen. Spritzig sprintet das Bike voran, tendiert trotz flacher Lenk- und Sitzwinkel nicht zum Aufbäumen – und für steilste Anstiege bietet die Fox-Gabel eine Absenk-Option auf 130 und 100 Millimeter. Der Hinterbau tendiert beim Klettern nicht zu übermäßigem Wippen; wen schon kleinste Schaukeleien irritieren, der kann am Fox-Dämpfer die Plattform zuschalten. Mit 81 Nm pro Grad Auslenkung ist der Rahmen sehr steif, der Hinterbau bietet trotzdem etwas Flex – was den Manövereigenschaften des Ridge eher zugute kommt: Das Bike fährt geschmeidig und fehlerverzeihend. Der Komponenten-Mix zaubert kühlen Rechnern Schweißperlen auf die Stirn und ein Funkeln in die Augen: kompletter XT-Antrieb, Mavic-Crossmax-SX-Laufräder, dazu Formulas Top-Bremse und feinste Federelemente aus dem Hause Fox – was will man mehr?

Mit dem Ridge Max hat Stevens ein preislich sehr attraktives Fully am Markt, das mit ausgewogenen Fahreigenschaften den deutlich teureren Top-Bikes im Enduro-Segment Konkurrenz macht.


Web: www.stevensbikes.de


Diesen Einzeltest finden Sie unten auch als PDF-Download. 


 Fotos: Markus Greber

Hydrogeformte Rohre in barocker Anmutung.

Bis in die Anbauteile wird das Design am Ridge Max konsequent umgesetzt.


Test: Stevens Ridge Max Ltd.

Hersteller/Modell/Jahr
Stevens Ridge Max Ltd. / 2010
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Stevens Vertriebs GmbH, 040/716070-0, www.stevensbikes.de
Material/Grössen/Testgrösse
Alu / / M
Preis
4000.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
12250.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
66.30
Vorbau-/Oberrohrlänge
75.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1146.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
96/160, -/161
Übersetzung
3
BB Drop/Reach/Stack
-/-/-
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Fox 36 Talas Fit RC2/Fox Float RP23 High Volume
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Shimano XTR/Shimano XTR/Shimano XTR
Bremsanlage/Bremshebel
Formula The One/Formula The One
Laufräder/Reifen
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: All MountainEinzeltestEnduroStevens

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    Stevens Ridge Max (Einzeltest)

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