Santa Cruz Nomad Santa Cruz Nomad Santa Cruz Nomad

Santa Cruz Nomad

  • Tomek
 • Publiziert vor 15 Jahren

Leicht wie ein Enduro, gefedert wie ein Freerider – Santa Cruz überrascht mit außergewöhlichen Konstruktionen.

Leicht wie ein Enduro, gefedert wie ein Freerider – Santa Cruz überrascht mit außergewöhlichen Konstruktionen.

Das hätte man vor ein paar Jahren nicht geglaubt: Ein Bike, das nur 14 Kilo wiegt, aber hinten fast 180 Millimeter Federweg hat. Und das ohne außergewöhnliche Leichtbauteile. Doch nicht nur durch üppigen Hub fällt das „Nomad“ auf. Optik ist ja Geschmackssache, aber mit seinem elegant geschwungenen Oberrohr, dem edel anodisierten Finish und den aufwändigen Rahmendetails war das Santa-Cruz-Enduro schon auf den Herbstmessen der Hingucker schlechthin. Hält das „Nomad“ im BIKE-Test das, was die Optik verspricht?

40 Prozent bergauf, 60 Prozent bergab – so ungefähr könnte man nach unserer Definition den Einsatzbereich eines Enduros ausdrücken.
Kommen wir deshalb zuerst zum Wesentlichen, den Downhill-Eigenschaften. Testfahrer Watzke brachte es schon nach der ersten Testfahrt auf den Punkt: „Ein fahrendes Sofa“. Das Fahrwerk, vor allem der extrem sensible Hinterbau, bügelt wirklich alles glatt. Wie schnell man mit dem „Nomad“ fahren kann, wird einem erst beim Bremsen bewusst. Und trotzdem verlangt das Bike hohes Fahrkönnen. Denn mit den recht steilen Lenkwinkeln ist nicht zu spaßen. Eine falsche Lenkbewegung und das Gefährt kommt ins Straucheln.

Richtig wohl fühlt sich das „Nomad“ deshalb auf langsameren Trial-Passagen, wo man es auch durch engste Kurven zirkeln kann. Bergauf ist man zunächst überrascht, wie leichtfüßig ein Bike dieser Kategorie klettern kann. Die Fahrposition, die absenkbare Gabel, das Gewicht – alles spricht für besonders gute Bergauf-Qualitäten in dieser Kategorie. Leider nur, bis man in den Wiegetritt geht. Abrupt hört hier der Spaß auf. Das „Nomad“ mit seinem „VPP“-Hinterbau hat einen derart starken Pedalrückschlag, dass ein runder Tritt kaum möglich ist. Besonders stark macht sich dieses Phänomen auf dem kleinen Kettenblatt bemerkbar. Ein Rätsel, warum die Amis gerade die geringen Antriebseinflüsse als hauptvorteil des „VPP“-Systems anpreisen.


FAZIT: Das „Nomad“ ist edel, leicht und hat extrem viel Federweg. Geometrie und starke Antriebseinflüsse verhindern aber das „Sehr gut“.

* Die Bewertung gibt den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Es ist keine Addition der einzelnen Punkte. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

* Die Bewertung gibt den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Es ist keine Addition der einzelnen Punkte. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

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Themen: All MountainEnduroNomadSanta Cruz


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