Einzeltest: Rotwild RFC 0.3 Einzeltest: Rotwild RFC 0.3 Einzeltest: Rotwild RFC 0.3

Einzeltest: Rotwild RFC 0.3

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 16 Jahren

MISCHLING: Rotwild mischt beim „RFC 0.3“ Attribute aus der Race- und der Enduro-Palette.

Den Wandel vom reinen Eingelenker zum abgestützten Mehrgelenker hatte Rotwild schon längst vollzogen – zumindest bei den Cross-Country- und Marathon-Bikes. Hier sitzt der Dämpfer schon seit zwei Jahren parallel hinterm Sitzrohr. Zusammen mit den sichtbar von außen konifizierten Rohren und dem Hinterbau aus Carbon-Rohren ist dieses Design fast schon zum Rotwild-Markenzeichen geworden. Jetzt bringen die Dietzenbacher dieses Design auch in den Bereich der Allrounder ein. Flaggschiff ist das „RFC 0.3“. Mit 125 Millimetern Federweg vorne wie hinten passt dieses Bike in die so genannte All-Mountain-Klasse, wie auch die Kollegen Fusion „Raid“ und Ghost „AMR“ in diesem Testfeld.

Im Gegensatz zu den Race-Modellen mit ihren steilen Winkeln hat Rotwild-Konstrukteur Peter Böhm die Geometrie des „0.3“ ganz bewusst eher in Richtung Enduro ausgelegt. Der mit 68 Grad auch für diese Klasse sehr flache Lenkwinkel tut den Fahreigenschaften jedoch gut. Das „RFC 0.3“ wird dadurch sehr laufruhig. Dem ausgewogenen, agilen Lenkverhalten steht das jedoch nicht im Weg. Auch den Klettereigenschaften nicht. Und wer will, kann die Front dank Fox „Talas“-Gabel auch ein paar Zentimeter absenken. Punkten kann das Bike auch, wenn es bergab so richtig zur Sache geht. Die Geometrie ist prädestiniert für schnelle Runs, und die Federelemente stecken einiges weg. Dank durchgehendem Sitzrohr lässt sich die Sattelstütze bergab problemlos versenken – ein Feature, das von vielen Herstellern immer noch unterschätzt wird. Das „RFC 0.3“ hat aus der gesamten Rotwild-Palette wahrscheinlich den größten Einsatzbereich. Trotz viel Federweg steht auch dem Marathon-Einsatz nichts im Weg. Mit zwölf Kilo ist man hier durchaus konkurrenzfähig. Etwas enttäuscht waren wir wieder einmal vom DT „HVR“- Plattformdämpfer. Im offenen Zustand funktioniert er sauber und spricht hervorragend an. Bei eingeschalteter Plattform nervt jedoch das laute Klacken und der spürbare Widerstand beim Einfedern.


FAZIT:
Rotwilds neues All-Mountain-Konzept geht auf: Mit der Kinematik der Race-Modelle und der Geometrie aus dem Enduro-Bereich hat das „RFC 0.3“ einen riesigen Einsatzbereich.

Typisch: Außen konifizierte Rohre sind zu Rotwilds Markenzeichen geworden.

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Themen: EinzeltestRFCRotwild


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