Einzeltest: Niner Rip 9 RDO Race 2014

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 7 Jahren

Zeig’ mir dein Rad, und ich sage dir, wer du bist: Wer ein besonderes Bike sucht, liegt bei Niner richtig.

Für manche Mitbürger ist Mountainbiken ein Sport an der frischen Luft, für den man sich ein schwarz eloxiertes Bike aus dem Großmarkt kauft und sonntags damit am Fluss entlangrollt. Für andere Menschen ist Biken ein Lebensgefühl, ein Ausdruck der eigenen Individualität und der Identifikation mit komplizierter Technik. Diese Menschen bedient Niner. Das formschön in Kohlefaser-Matten laminierte RIP RDO (race day optimized) hat wegen seines Designs nicht umsonst einen Eurobike-Award gewonnen, und die 2,9 Kilo fürs metallicblau lackierte Fahrwerk sind ein ordentlicher Wert.

Typisch VPP-Fahrwerk bleibt etwas Fahrwerksschaukeln im Wiegetritt nicht aus, allerdings wirkt das Test-Bike antriebsneutraler denn je, das mag an der Dämpferabstimmung liegen. Im Trail-Mode des Fox-Dämpfers kurbelt man entspannt bergauf, die Ansprüche an eine Uphill-Rennmaschine erfüllt das Niner schon durch seinen flachen Sitzwinkel natürlich nicht. Das Grinsen wird breit, sobald anspruchsvolle Trails vors Vorderrad kommen. Bergab heißt das Motto: Bremse auf und Vollgas. Das RDO ist kein wieselflinkes Spielzeug, sondern rauscht sicher und stabil über den Zielschuss des 601er-Trails am Gardasee. Dabei arbeitet das Fahrwerk spürbar satt, fühlt sich verwindungssteif an (hohe 84,5 Nm/Grad im Test-Labor), lenkt direkt ein und macht Mut für mehr. Achtung: Schon Rahmengröße M fällt lang aus.


Fazit Wer ein Bike mit Charakter sucht, bleibt früher oder später bei Niner hängen. Das RIP RDO ist ein
erstklassiges Luxus-Fully, eine Visitenkarte.


PLUS Tolle Optik und Verarbeitung, souveränes Fahrwerk, sicheres Handling
MINUS 160er-Bremsscheibe hinten, flacher Sitzwinkel, keine Gabelabsenkung


Die Alternative
Im Kofigurator kann man verschiedene Ausstattungspakete wählen. Die Alu-Version des RIPs gibt es ab 3699 Euro, das Carbon-RDO mit Sram X9 ab 5499 Euro inkl. Gabel mit Niveau-Regulierung.

Niner Rip 9 RDO Race 2014

Niner Rip 9 RDO Race 2014: Hecklastig: Das gebogene Sitzrohr verursacht einen flachen, effektiven Sitzwinkel, der bei langem Sattelstützauszug noch verstärkt wird. Abhilfe? An steilen Rampen vermisst man eine Niveau-Regulierung an der Gabel.

Das VPP-Fahrwerk ist beim Niner Rip 9 RDO Race hochwertig verarbeitet. Das Carbon-Gelenk unterm Tretlager besitzt einen Schlagschutz. Das System arbeitet sensibel und effektiv.

Die 140er-Pike-Gabel steht souverän im Trail, das Fahrwerk liegt sehr satt und stabil. Bergab überzeugt das Niner Rip 9 RDO Race voll. 


Test: Niner R.I.P. 9 RDO Race

Hersteller/Modell/Jahr
Niner R.I.P. 9 RDO Race / 2014
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Niner Europe HeadquarterTop Fun SL, www.ninerbikes.eu.com
Material/Grössen/Testgrösse
Carbon / H: S, M, L, XL / M
Preis
6499.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
12400.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
69.10
Vorbau-/Oberrohrlänge
70.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1138.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/141, -/130
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-17.00/405.00/631.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
SRAM X1/SRAM XO1/SRAM XO1
Bremsanlage/Bremshebel
Formula T1/Formula T1
Laufräder/Reifen
American Classic 29 - - - -/Schwalbe Nobby Nic Evo Snake-Skin 2,25 Schwalbe Nobby Nic Evo Snake-Skin 2,25
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: All MountainEinzeltestNinerRip


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