Einzeltest: Ghost AMR Einzeltest: Ghost AMR Einzeltest: Ghost AMR

Einzeltest: Ghost AMR

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 17 Jahren

GOLDENER REITER: Das „AMR“ schließt die Lücke zwischen Race und Enduro in Ghosts Modellpalette.

Ghost war immer das, was man als Preis-Leistungs-Marke bezeichnet: Deutlich günstiger als die Konkurrenz trotz teurer Komponenten. Eine komplette „XTR“ zu Preisen, zu denen man bei anderen Herstellern nur eine „LX“ bekommt. Was die Waldsassener nicht hatten, war Eigenständigkeit beim Rahmen. Wer Innovationen wollte, war bei Ghost an der falschen Adresse.

Doch im Modelljahr 2005 kam der Umschwung: Ghost investierte in eigene Ingenieure und betreibt Entwicklungsarbeit – um der Marke ein eigenes Gesicht zu geben. Und die Investitionen lohnten sich: Das Long-Travel-Bike „Enduro“ war der erste Geniestreich. Jetzt folgt das All-Mountain-Gerät „AMR“ nach dem gleichen Konzept. Mit Features, die man sonst kaum findet: Zum Beispiel ändert sich die Kettenstrebenlänge mit jeder Rahmengröße. Alpenüberquerung, Touren, Marathon – das „AMR“ soll einen riesigen Einsatzbereich abdecken und damit die Lücke zwischen den Race- und den Enduro-Modellen von Ghost schließen. Im Fahrtest kann das „AMR“ die Vorgaben voll erfüllen: Zentriert nimmt man auf dem gold anodisierten Bike Platz und fühlt sich sofort wohl. Im Singletrail ist das „AMR“ wendig, beim Uphill klettert es ohne Aufbäumen und beim Downhill profitiert man von den leistungsfähigen Federelementen. Das Hinterbausystem – ein klassischer Viergelenker – arbeitet dabei stets antriebsneutral. In keiner Kettenblatt-/Ritzelkombination spürten wir störenden Pedalrück- oder Vorschlag.

Auch an der Ausstattung gibt es nichts auszusetzen: Hochwertigste Fox- und Manitou-Federelemente, Mavic „Crossmax“-Laufräder, SRAM „XO“-Schaltung und Avid „Juicy“-Bremsen – die Komination der Komponenten am „AMR“ ist durchdacht. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann das recht üppige Gewicht: Wo die gut 13 Kilo herkommen, ist uns bei dieser Ausstattung etwas unverständlich. Zum Vergleich: Das Fusion „Raid“, das vom Einsatzbereich etwa in der gleichen Liga spielt, ist ein Dreiviertelkilo leichter.


FAZIT:
Das „AMR“ ist ein Allrounder, der in den kommenden Vergleichstests Furore machen wird. Das Paket gibt’s zu einem fairen Preis.

Eigenständige Optik: Ghost arbeitet neuerdings mit eigenen Ingenieuren.

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