All Mountain Fully: Last Glen SL 29" im Praxistest All Mountain Fully: Last Glen SL 29" im Praxistest All Mountain Fully: Last Glen SL 29" im Praxistest

Einzeltest 2019: Last Glen SL 29"

All Mountain Fully: Last Glen SL 29" im Praxistest

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 2 Jahren

Mit dem Glen betritt der kleine deutsche Versender Last kein absolutes Neuland was 29-Zoll-Laufräder angeht. Allerdings ist die Kombination aus Fully und großen Laufrädern neu im Portfolio.

Mit einer 150er-Gabel und 140 Millimetern am Heck geht das Glen (Bergschlucht) als reinrassiges All Mountain durch. Bei unserem Testbike für 5699 Euro handelt es sich um das Top-Modell, das mit solider Bereifung auf rund 13,1 Kilo ohne Pedale kommt. Drei Kilo ohne Dämpfer bringt der robuste Alu-Rahmen auf die Waage, der auch mit Gabeln bis 160 Millimeter kompatibel sein soll und selbst vor Bikepark-Einsätzen nicht zurückschreckt. Bei der Geometrie folgt das Glen der Last-typischen Ausrichtung mit einem sehr flachen Lenkwinkel. Während die einen Testfahrer die hohe Sicherheit in schnellen und steilen Downhills über alles lobten, war für andere der Lenkwinkel schon einen Tick zu flach. In langsamen Kletterpassagen muss man sich erst mal an die Abkipptendenz der Lenkung gewöhnen und im Flachen aktiv Druck auf das Vorderrad bringen. Dank der kurzen Kettenstreben geht das Glen trotz großer Laufräder leicht aufs Hinterrad und besitzt ausreichend Popp für eine aktive Fahrweise.

Da der Hinterbau auch mit Stahlfederdämpfern kompatibel ist, wurde die Kinematik recht progressiv ausgelegt. Beim Luftdämpfer muss es daher schon ordentlich scheppern, um den kompletten Federweg zu nutzen. Dadurch fühlt sich das Glen im Vergleich zu seinen beiden Fully-Brüdern Clay und Coal, die mehr Federweg besitzen, straffer und direkter an. Durch den steilen Sitzwinkel und den kurzen Vorbau fällt die Sitzposition entspannt aus, bei sehr guten Kletterfähigkeiten. Große Fahrer profitieren von der umfangreich angepassten Geometrie: Kettenstrebenlänge und Sitzwinkel ändern sich mit der Rahmengröße.

Adrian Vesenbeckh Last Glen SL: Brems- und Schaltzüge verlaufen extern auf dem Unterrohr, nur die Teles­kopstütze wird intern angelenkt. Leider sitzt der Zug nicht klapperfrei. 

Adrian Vesenbeckh Last Glen SL: Ein extrem kurzes Sitzrohr schafft Platz für die Teleskopstütze mit 185 Millimetern Hub.


Fazit zum Last Glen SL 29" von Peter Nilges, BIKE-Testleiter

Lasts erstes 29er-Fully ist ein solides All Mountain mit robustem Rahmen und flacher Geometrie. Durch den gemäßigten Reach und die kurzen Kettenstreben fährt sich das Glen dennoch recht verspielt. Dank progressiver Kinematik kann der Kunde auch einen Stahlfederdämpfer fahren. In unserem Luft-Setup arbeitete das Fahrwerk dafür recht straff.

Marius Maasewerd Peter Nilges, BIKE-Testleiter


Last Glen SL 29"


Preis¹ (Rahmen)   5699 Euro (1799 Euro)
Federweg vorne/hinten   150 mm / 140 mm
Material / Größen   Alu /  M / L / XL / XXL (43 cm)
Gewicht o. P. / Rahmen   13,05 kg / 3004 g (ohne Dämpfer)
Gabel / Dämpfer   Rockshox Pike RCT3 / Rockshox Super Deluxe RT3
Kurbeln / Schaltung   Sram X01 Eagle / Sram X01 Eagle 1x12
Übersetzung / Lenkerbreite   30; 10 – 50 / 780 mm
Bremsanlage / Disc (v. / h.)   Sram Guide Ultimate / 200 mm / 180 mm
Teleskopstütze / Hub / Ø   Bike Yoke Revive / 185 mm / 31,6 mm
Laufräder   DT Swiss XMC 1200 Carbon-Systemlaufräder; Maxxis Highroller II / Minion DHR II 29 x 2,5 / 2,4-Reifen
Reach / Stack / BB-Offset   452 mm /  623 mm / -34 mm
BIKE-URTEIL   SEHR GUT²

Adrian Vesenbeckh Last Glen SL

BIKE Magazin Last Glen SL

BIKE Magazin Last Glen SL



¹Preis ggf. zzgl. Kosten für Verpackung, Versand und Abstimmung.
²Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig.
BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr(204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend. Die Gewichtung der Punkte in den einzelnen Bewertungskriterien variiert je nach Bike-Kategorie.



Diesen Artikel finden Sie in BIKE 3/2019. Die gesamte Digital-Ausgabe können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im DK-Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:


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