Cannondale Trigger 1

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 8 Jahren

Cannondales neues 120er-All-Mountain Trigger (26 Zoll) besitzt die wesentlichen Merkmale des Jekyll: Fahrwerksverstellung, steifes Chassis, breiter Einsatzbereich. Mit 130 mm Federweg ist es deutlich sportlicher.

Das Trigger füllt die Lücke zwischen dem Race-Fully Scalpel (100 mm Federweg) und dem All Mountain Jekyll (150 mm). Oberhalb des Test-Bikes Trigger 1 rangiert das Modell Ultimate, darunter gibt es das preisgünstigere Carbon-Trigger 2. Weiter runter deckt das RZ One Twenty die Zielgruppe ab. An der Waage beeindruckt das Bike mit gut elf Kilo (leichte Laufräder, leichte Gabel), der Carbon-Rahmen alleine wiegt 1985 Gramm. Dazu kommt das Herzstück, der Fox-DYAD2-Dämpfer mit 686 Gramm. Er bietet wie beim Jekyll zwei voneinander unabhängig einstellbare Federwege, den Fahrzustand regelt man vom Lenker aus. Die Geometrie ordnet Cannondale innerhalb seiner "Over Mountain"-Palette als "Cross Mountain" ein. Nach BIKE-Einordnung gehört das Trigger in die Kategorie All Mountain Sport. Aufsitzen: Die Sitzposition fällt lang und sportlich aus, auch der Radstand ist lang. Die ersten Meter Forstweg, dann bergauf. Mit dem rechten Daumen drückt man auf die Sport-Taste: Der Bowdenzug strafft das Heck und versteilt den Sitzwinkel. Im kurzen Federweg (Elevate-Mode) fühlt sich das Heck straff an und bietet nur einen Restkomfort. Im ruppigen Uphill fährt man im Flow-Mode besser und rückenschonender. Jetzt der verwinkelte Trail. Die Lefty lenkt präzise, das Bike geht kontrolliert um die Ecken, lässt sich millimetergenau steuern. Bergab bestimmen die schmalen Marathon-Reifen den Grenzbereich. Im Vergleich zum Jekyll hat das Trigger erwartungsgemäß nicht so viel Reserven. Was fehlt dem Bike? Definitiv eine Teleskop-Stütze. Aber wo soll man bloß den Lenkerhebel unterbringen, wenn da schon zwei sind? Übrigens: Eine 29er-Version folgt später.


Fazit: Das Trigger ist ein vielseitiges, sportliches Touren-Bike mit geringem Gewicht. Im breiten Einsatzbereich steckt auch mal ein Marathon-Einsatz drin.


PLUS Hohe Lenkpräzision, Fahrwerksverstellung, geringes Gewicht
MINUS Keine Teleskop-Stütze

Cannondale Trigger 1 2013

Im Trigger steckt die neue Lefty mit 130 mm Federweg. Sie hat durch ihre Steifigkeit großen Anteil am präzisen Handling. Die Reynolds-Carbon-Laufräder sind sehr leicht.

Breite Abstützung des Hinterbaus, großvolumige Achsen, der mächtige Zweikammer-Dämpfer sorgt für einen tiefen Schwerpunkt. Der kurze Federweg ist sportlich straff.

Bei unserer Kennlinienmessung zeigt der Hinterbau etwas mehr Federweg als vom Werk angegeben. Das Heck ist komfortabler als die Gabel, das spürt man auch beim Fahren.


Test: Cannondale Trigger 1

Hersteller/Modell/Jahr
Cannondale Trigger 1 / 2013
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Cycling Sports Group, 0031/541-589898, www.cannondale.com
Material/Grössen/Testgrösse
Hybrid / H: S, M, L, XL / L
Preis
5999.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
11100.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
68.50
Vorbau-/Oberrohrlänge
90.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1146.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/131, 98/132
Übersetzung
2
BB Drop/Reach/Stack
-3.00/440.00/574.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Cannondale Lefty XLR X130/Fox DYAD RT2
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
SRAM S-2200 Carbon/Shimano XTR/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano XTR/Shimano XTR
Laufräder/Reifen
Reynolds AM Carbon - - - -/Schwalbe Racing Ralph 2,25 Schwalbe Racing Ralph 2,25
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
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Themen: CannondaleTesttrigger

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