Bulls Wild Mojo 3 650B Bulls Wild Mojo 3 650B Bulls Wild Mojo 3 650B

Bulls Wild Mojo 3 650B

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 9 Jahren

Satte Federwege und eine solide Ausstattung: Das Wild Mojo tritt als selbstbewusstes All Mountain an.

Mit dem Bulls-Renn-Team um Karl Platt und Co. feilte die ZEG-Premiummarke über Jahre an ihrem Race-Image. Schnelle, wettkampferprobte Hardtails mit starkem Preis-/Leistungsverhältnis sind das Aushängeschild von Bulls. Dass es auch vortriebsorientierte Fullys und sogar welche mit üppigem Federweg gibt, haben bisher nur wenige auf dem Schirm. Das Wild Mojo liegt mit 152 Millimetern Federweg hinten und mit einer 160er-Gabel zwischen den Kategorien All Mountain Plus und Enduro. Teleskop-Sattelstütze serienmäßig, solide 650B-Laufräder mit breiten Felgen, sowie eine Kettenführung mit integriertem Bashguard zeigen auf, wo die Reise hingeht. Beim ersten Aufsitzen wird jedoch klar, dass das Konzept noch nicht ganz rund ist. Durch den in dieser Klasse zu langen 90er-Vorbau und eine Kombination aus hohem Tretlager und steilem Lenkwinkel fährt sich das Bulls etwas stelzig und vermittelt wenig Sicherheit. Bergauf arbeitet der antriebsneutrale Hinterbau mit langen Kettenstreben sensibel und vortriebsorientiert. Bergab klebt das Hinterrad bei kleinen, schnellen Schlägen sehr gut am Boden. Im groben Terrain schlägt der Hinterbau aufgrund der fehlenden Progression allerdings öfters hart durch, selbst mit straffer Abstimmung und minimalem SAG. Durch den Kombi-Remote- Hebel kann man die Dämpfer-Druckstufe leider nicht unabhängig von der Gabel verstellen. Die Reifen in Pace-Star-Mischung rollen super, bieten aber vor allem bei nassen Bedingungen wenig Grip.


Fazit Das neu entwickelte Wild Mojo bietet eine hochwertige Ausstattung. Aufgrund des Handlings und der Hinterbaufunktion kann es auf dem Trail noch nicht voll überzeugen.


PLUS Langlebige, funktionelle Komponenten, breite Felgen, Kettenführung
MINUS Zu langer Vorbau, nervös durch steilen Lenkwinkel und hohes Tretlager, zu wenig Durchschlagschutz am Hinterbau


Die Alternative: Das Wild Mojo 2 kostet 500 Euro weniger, besitzt ein Rock-Shoxstatt Fox-Fahrwerk und schaltet ebenfalls mit Shimano XT. Die 650B-Laufräder gibt es bei allen Wild Mojos.

Georg Grieshaber Die Kennlinie des Hinterbaus verläuft flach und komplett linear. Selbst mit nur 20 Prozent SAG rauscht man bei etwas härteren Schlägen oder Landungen komplett durch den Federweg.

Georg Grieshaber Das Hinterrad sitzt nicht mittig im Rahmen, wodurch sich die Reifenfreiheit beim ohnehin engen Hinterbau nochmals verknappt. Schlecht bei schlammigen Bedingungen.

BIKE Magazin Unharmonisch: Die Hinterbaukennlinie verläuft ab der Hälfte deutlich flacher als die der Gabel und besitzt fast keine Endprogression.


Test: Bulls Wild Mojo 3 650B

Hersteller/Modell/Jahr
Bulls Wild Mojo 3 650B / 2013
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
ZEG, 0221/179590, www.bulls.de
Material/Grössen/Testgrösse
Alu / H: S, M, L, XL / M
Preis
3299.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
14150.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
68.50
Vorbau-/Oberrohrlänge
90.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1157.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
121/161, -/152
Übersetzung
2
BB Drop/Reach/Stack
3.00/410.00/607.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Fox 34 Talas 160 CTD/Fox Float CTD Remote
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Shimano XT/Shimano XT/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel
Avid XO Trial/Avid XO Trail
Laufräder/Reifen
- Shimano XT Disc Stans No Tubes ZTR Flow EX Shimano XT Disc Stans No Tubes ZTR Flow EX/Schwalbe Nobby Nic Evo 2,35 Schwalbe Nobby Nic Evo 2,35
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
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