Trailbikes

Wie gut ist der E-MTB-Jahrgang 2020 wirklich?

Florentin Vesenbeckh

 · 03.04.2020

Wie gut ist der E-MTB-Jahrgang 2020 wirklich?Foto: Markus Greber
Powered by

Die E-MTB-Generation 2020 ist da: Neue Motoren und größere Akkus legen die Latte eine Stufe höher. Erfüllen die Highend-Trailbikes die hohen Erwartungen? Unser Vergleichstest bringt Klarheit.

März 2016. Acht Highend-E-Mountainbikes sind angetreten, um sich den Testsieg in der allerersten Ausgabe EMTB zu sichern. Dem Großteil dieser Kandidaten sieht man die Abstammung vom boomenden City-E-Bike deutlich an – rein optisch sind einige Kandidaten eine Mischung aus buckligem Rentner-Mobil und konservativem Touren-Mountainbike. Gerade einmal vier Jahre sind seitdem vergangen, und die E-MTBs haben sich zu sportlichen, durchgestylten Geländemaschinen gemausert. Eine Entwicklung im Zeitraffer. Carbon, wohin man schaut und wattstundenstarke Akkus, die elegant im Rahmeninneren verschwinden. Das ist die aktuellste Evolutionsstufe der E-Mountainbikes.

Doch wie gut ist der Jahrgang 2020 wirklich? Und welche Niveau-Unterschiede zeigen sich im direkten Vergleich? Wir haben die spannendsten E-MTBs mit rund 150 Millimetern Federweg getestet und markante Unterschiede erfahren. Preislich haben wir bei der Suche nach dem Super-E-MTB natürlich in der oberen Etage gewildert. Bei einer Obergrenze von 8300 Euro konnte trotzdem nicht jeder Hersteller mit seinem Top-Modell antreten. Stellt man die aktuellen Bikes neben die Pendants aus 2016, ist der Sprung gewaltig.

Den gesamten Artikel mit allen Testergebnissen der heißesten E-Mountainbikes 2020 inklusive technischen Daten und Noten gibt es als PDF unten im Download-Bereich:

Storck E:drenalin GTS 500: Die Elffach-Kassette bietet in Kombination mit dem großen Kettenblatt vorne eine recht harte Übersetzung. Für steile Anstiege und stromsparende Fahrweise wären mehr Reserven nötig.Foto: Markus Greber
Storck E:drenalin GTS 500: Die Elffach-Kassette bietet in Kombination mit dem großen Kettenblatt vorne eine recht harte Übersetzung. Für steile Anstiege und stromsparende Fahrweise wären mehr Reserven nötig.
Die E-MTB-Generation 2020 steht in den Startlöchern. Vor allem mit neuen Motoren und größeren Akkus wollen die Hersteller die Latte wieder eine Stufe höher legen. Können die Neun Trailbikes aus der oberen Preis-Etage die hohen Erwartungen erfüllen? Unser Praxis- und Labortest bringt Klarheit.Foto: Markus Greber
Die E-MTB-Generation 2020 steht in den Startlöchern. Vor allem mit neuen Motoren und größeren Akkus wollen die Hersteller die Latte wieder eine Stufe höher legen. Können die Neun Trailbikes aus der oberen Preis-Etage die hohen Erwartungen erfüllen? Unser Praxis- und Labortest bringt Klarheit.
Volle Integration, volle Akku-Power, Carbon von vorne bis hinten: Rotwilds R.X 750 ist mit technischen Finessen vollgepackt und steht damit sinnbildlich für die neueste Generation E-MTBs.Foto: Markus Greber
Volle Integration, volle Akku-Power, Carbon von vorne bis hinten: Rotwilds R.X 750 ist mit technischen Finessen vollgepackt und steht damit sinnbildlich für die neueste Generation E-MTBs.
Auf Touren mit vielen Höhenmetern ist die Reichhöhe ein wichtiger Faktor. Akkus mit 500 Wattstunden bilden 2020 die Ausnahme - so sind lange Ausfahrten ohne Zweit-Akku möglich.Foto: Markus Greber
Auf Touren mit vielen Höhenmetern ist die Reichhöhe ein wichtiger Faktor. Akkus mit 500 Wattstunden bilden 2020 die Ausnahme - so sind lange Ausfahrten ohne Zweit-Akku möglich.
Bleibt das Vorderrad am Boden? Wie arbeitet die Heckfederung? Im direkten Vergleich zeigt sich, wer die beste Steigfähigkeit besitzt. Cubes Stereo Hybrid 140 klettert sehr unkompliziert.Foto: Markus Greber
Bleibt das Vorderrad am Boden? Wie arbeitet die Heckfederung? Im direkten Vergleich zeigt sich, wer die beste Steigfähigkeit besitzt. Cubes Stereo Hybrid 140 klettert sehr unkompliziert.
Der Rocky Mountain Powerplay 3.0 ist der Exot unter den Antrieben. Er schiebt im Vollgas-Modus extrem kraftvoll und mit viel Drehmoment, arbeitet dabei aber ungestümer als die Konkurrenz. Der Motor selbst ist sehr leise, zu hören ist nur das Rasseln der Kettenführung.Foto: Markus Greber
Der Rocky Mountain Powerplay 3.0 ist der Exot unter den Antrieben. Er schiebt im Vollgas-Modus extrem kraftvoll und mit viel Drehmoment, arbeitet dabei aber ungestümer als die Konkurrenz. Der Motor selbst ist sehr leise, zu hören ist nur das Rasseln der Kettenführung.
Der Shimano E8000 (Merida, Husqvarna, Storck) kann in Sachen Maximalkraft nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. Im extremen Gelände ist der Fahrer mehr gefordert. Das Fahrgefühl ist aber angenehm und der Motor gut kontrollierbar. Leider recht laut.Foto: Markus Greber
Der Shimano E8000 (Merida, Husqvarna, Storck) kann in Sachen Maximalkraft nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. Im extremen Gelände ist der Fahrer mehr gefordert. Das Fahrgefühl ist aber angenehm und der Motor gut kontrollierbar. Leider recht laut.
Der neue Bosch Performance CX (Conway, Cube, Simplon) arbeitet besonders geschmeidig und liefert in technischen Anstiegen sehr viel Kontrolle. Er fühlt sich bei niedriger Kadenz nicht ganz so kraftvoll an wie Brose und Rocky, bietet aber dennoch massig Power. Leider recht laut.Foto: Markus Greber
Der neue Bosch Performance CX (Conway, Cube, Simplon) arbeitet besonders geschmeidig und liefert in technischen Anstiegen sehr viel Kontrolle. Er fühlt sich bei niedriger Kadenz nicht ganz so kraftvoll an wie Brose und Rocky, bietet aber dennoch massig Power. Leider recht laut.
Der Brose Drive SMag (Specialized, Rotwild) besticht durch viel Kraft in niedrigen Kadenzen. Er schiebt den Biker mühelos steile Rampen empor. Auffällig: Im Levo arbeitet der Antrieb sehr leise, im voluminösen Rotwild-Rahmen tönt er deutlich lauter.Foto: Markus Greber
Der Brose Drive SMag (Specialized, Rotwild) besticht durch viel Kraft in niedrigen Kadenzen. Er schiebt den Biker mühelos steile Rampen empor. Auffällig: Im Levo arbeitet der Antrieb sehr leise, im voluminösen Rotwild-Rahmen tönt er deutlich lauter.
Conway Xyron 927 CarbonFoto: Markus Greber
Conway Xyron 927 Carbon
Conway Xyron 927 Carbon: Die Carbon-Kombi aus Vorbau und Lenker ist extrem leicht, mit 820 mm auch extrem breit. Unser Tipp: kürzen.Foto: Markus Greber
Conway Xyron 927 Carbon: Die Carbon-Kombi aus Vorbau und Lenker ist extrem leicht, mit 820 mm auch extrem breit. Unser Tipp: kürzen.
Conway Xyron 927 Carbon: Edel! Das Xyron schaltet dank Sram AXS elektronisch und kabellos, gleiches gilt für die Teleskopstütze. Bei der Schaltung ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, die Stütze läuft sehr geschmeidig.Foto: Markus Greber
Conway Xyron 927 Carbon: Edel! Das Xyron schaltet dank Sram AXS elektronisch und kabellos, gleiches gilt für die Teleskopstütze. Bei der Schaltung ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, die Stütze läuft sehr geschmeidig.
Cube Stereo Hybrid 140 Action TeamFoto: Markus Greber
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: SG steht für die stabile Super-Gravity-Karkasse, könnte aber auch "sorglos glücklich" bedeuten. Durchschläge und platte Reifen verhindern die schweren Pneus vorbildlich.Foto: Markus Greber
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: SG steht für die stabile Super-Gravity-Karkasse, könnte aber auch "sorglos glücklich" bedeuten. Durchschläge und platte Reifen verhindern die schweren Pneus vorbildlich.
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: Das Akku-Cover ist gummiert und wertig, der Druckknopf zum Öffnen funktioniert einfach und zuverlässig. Sehr gut gelöst!Foto: Markus Greber
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: Das Akku-Cover ist gummiert und wertig, der Druckknopf zum Öffnen funktioniert einfach und zuverlässig. Sehr gut gelöst!
Husqvarna Mountain Cross 8Foto: Markus Greber
Husqvarna Mountain Cross 8
Husqvarna Mountain Cross 8: Die Bedienung der Schiebehilfe ist mit dem E8000-Shifter besser als bei allen anderen Hebeln, dafür muss der Remote-Hebel der Kind-Shock-Stütze von seinem angestammten Platz unter dem Lenker weichen.Foto: Markus Greber
Husqvarna Mountain Cross 8: Die Bedienung der Schiebehilfe ist mit dem E8000-Shifter besser als bei allen anderen Hebeln, dafür muss der Remote-Hebel der Kind-Shock-Stütze von seinem angestammten Platz unter dem Lenker weichen.
Husqvarna Mountain Cross 8: Die Befestigung der Akku-Abdeckung mittels Rändelschraube ist etwas fummelig, und der Wechsel-Akku hakt beim Herausnehmen.Foto: Markus Greber
Husqvarna Mountain Cross 8: Die Befestigung der Akku-Abdeckung mittels Rändelschraube ist etwas fummelig, und der Wechsel-Akku hakt beim Herausnehmen.
Merida eOne-Sixty 9000Foto: Markus Greber
Merida eOne-Sixty 9000
Merida eOne-Sixty 9000: Schlank, schlicht, funktional: Die Kombi aus E7000-Shifter und Daumenhebel für die Teleskopstütze ist ergonomisch top und optisch unauffällig.Foto: Markus Greber
Merida eOne-Sixty 9000: Schlank, schlicht, funktional: Die Kombi aus E7000-Shifter und Daumenhebel für die Teleskopstütze ist ergonomisch top und optisch unauffällig.
Merida eOne-Sixty 9000: Spritzschutz: Mini-Schutzbleche an Vorder- und Hinterrad. An einem Bike für 7400 Euro wirken die günstigen Teile aus weichem Kunststoff aber deplatziert.Foto: Markus Greber
Merida eOne-Sixty 9000: Spritzschutz: Mini-Schutzbleche an Vorder- und Hinterrad. An einem Bike für 7400 Euro wirken die günstigen Teile aus weichem Kunststoff aber deplatziert.
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70Foto: Markus Greber
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: reduziertes Cockpit! Das Rocky kommt ohne Display. Die LED-Anzeige an der Bedieneinheit für den Akku-Stand ist wenig detailliert, die Unterstützungs-stufe wird nur auf Knopfdruck angezeigt.Foto: Markus Greber
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: reduziertes Cockpit! Das Rocky kommt ohne Display. Die LED-Anzeige an der Bedieneinheit für den Akku-Stand ist wenig detailliert, die Unterstützungs-stufe wird nur auf Knopfdruck angezeigt.
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: Der Powerplay-Motor verfolgt ein ganz eigenes Konzept. Der Antrieb selbst ist leise, dafür rasseln die Ketten umlenkungen.Foto: Markus Greber
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: Der Powerplay-Motor verfolgt ein ganz eigenes Konzept. Der Antrieb selbst ist leise, dafür rasseln die Ketten umlenkungen.
Rotwild R.C750 ProFoto: Markus Greber
Rotwild R.C750 Pro
Rotwild R.C750 Pro: Versteckspiel! Um den Druck der DT-Swiss-Gabel einzustellen, muss man eine Kappe abschrauben. Dazu ist ein 10er-Torx integriert, mit dem sich auch die Zugstufe einstellen lässt. Optisch clean, aber kompliziert in der Handhabung!Foto: Markus Greber
Rotwild R.C750 Pro: Versteckspiel! Um den Druck der DT-Swiss-Gabel einzustellen, muss man eine Kappe abschrauben. Dazu ist ein 10er-Torx integriert, mit dem sich auch die Zugstufe einstellen lässt. Optisch clean, aber kompliziert in der Handhabung!
Rotwild R.C750 Pro: Besonders schnell und geschmeidig geht dafür die Akku-Demontage, ganz ohne Schlüssel.Foto: Markus Greber
Rotwild R.C750 Pro: Besonders schnell und geschmeidig geht dafür die Akku-Demontage, ganz ohne Schlüssel.
Simplon Rapcon PmaxFoto: Markus Greber
Simplon Rapcon Pmax
Simplon Rapcon Pmax: Der Magic-Mary-Reifen am Hinterrad mit weicher Gummimischung bietet massig Grip bei nahezu allen Bedingungen. Nur für Asphalt-Touren ist der starke Pneu nicht erste Wahl.Foto: Markus Greber
Simplon Rapcon Pmax: Der Magic-Mary-Reifen am Hinterrad mit weicher Gummimischung bietet massig Grip bei nahezu allen Bedingungen. Nur für Asphalt-Touren ist der starke Pneu nicht erste Wahl.
Simplon Rapcon Pmax: Auf dem Unterrohr lässt sich ein externer Zusatz-Akku mit 500 Wh montieren, damit sind besonders lange Touren drin. Das Gesamtsystem kostet aber extra - inkl. Zusatz-Akku 1000 Euro.Foto: Markus Greber
Simplon Rapcon Pmax: Auf dem Unterrohr lässt sich ein externer Zusatz-Akku mit 500 Wh montieren, damit sind besonders lange Touren drin. Das Gesamtsystem kostet aber extra - inkl. Zusatz-Akku 1000 Euro.
Specialized Turbo Levo ExpertFoto: Markus Greber
Specialized Turbo Levo Expert
Specialized Turbo Levo Expert: Liebe zum Detail.
 Im Steuerrohr des Levo steckt ein Multi-Tool. So sind die wichtigsten Werkzeuge immer griffbereit.Foto: Markus Greber
Specialized Turbo Levo Expert: Liebe zum Detail. Im Steuerrohr des Levo steckt ein Multi-Tool. So sind die wichtigsten Werkzeuge immer griffbereit.
Specialized Turbo Levo Expert: Das teuerste Bike im Test kommt mit der günstigsten Gabel. Die Fox Performance-Gabel muss mit der einfachen FitGrip Dämpfung auskommen.Foto: Markus Greber
Specialized Turbo Levo Expert: Das teuerste Bike im Test kommt mit der günstigsten Gabel. Die Fox Performance-Gabel muss mit der einfachen FitGrip Dämpfung auskommen.
Storck E:drenalin GTS 500Foto: Markus Greber
Storck E:drenalin GTS 500
Storck E:drenalin GTS 500: Die Teleskopstütze bietet nur 125 Millimeter Hub, einige Tester hätten sich in der Abfahrt mehr Bewegungsfreiheit gewünscht.Foto: Markus Greber
Storck E:drenalin GTS 500: Die Teleskopstütze bietet nur 125 Millimeter Hub, einige Tester hätten sich in der Abfahrt mehr Bewegungsfreiheit gewünscht.
Storck E:drenalin GTS 500: Die Elffach-Kassette bietet in Kombination mit dem großen Kettenblatt vorne eine recht harte Übersetzung. Für steile Anstiege und stromsparende Fahrweise wären mehr Reserven nötig.Foto: Markus Greber
Storck E:drenalin GTS 500: Die Elffach-Kassette bietet in Kombination mit dem großen Kettenblatt vorne eine recht harte Übersetzung. Für steile Anstiege und stromsparende Fahrweise wären mehr Reserven nötig.
Die E-MTB-Generation 2020 steht in den Startlöchern. Vor allem mit neuen Motoren und größeren Akkus wollen die Hersteller die Latte wieder eine Stufe höher legen. Können die Neun Trailbikes aus der oberen Preis-Etage die hohen Erwartungen erfüllen? Unser Praxis- und Labortest bringt Klarheit.Foto: Markus Greber
Die E-MTB-Generation 2020 steht in den Startlöchern. Vor allem mit neuen Motoren und größeren Akkus wollen die Hersteller die Latte wieder eine Stufe höher legen. Können die Neun Trailbikes aus der oberen Preis-Etage die hohen Erwartungen erfüllen? Unser Praxis- und Labortest bringt Klarheit.
Die E-MTB-Generation 2020 steht in den Startlöchern. Vor allem mit neuen Motoren und größeren Akkus wollen die Hersteller die Latte wieder eine Stufe höher legen. Können die Neun Trailbikes aus der oberen Preis-Etage die hohen Erwartungen erfüllen? Unser Praxis- und Labortest bringt Klarheit.
Volle Integration, volle Akku-Power, Carbon von vorne bis hinten: Rotwilds R.X 750 ist mit technischen Finessen vollgepackt und steht damit sinnbildlich für die neueste Generation E-MTBs.
Auf Touren mit vielen Höhenmetern ist die Reichhöhe ein wichtiger Faktor. Akkus mit 500 Wattstunden bilden 2020 die Ausnahme - so sind lange Ausfahrten ohne Zweit-Akku möglich.
Bleibt das Vorderrad am Boden? Wie arbeitet die Heckfederung? Im direkten Vergleich zeigt sich, wer die beste Steigfähigkeit besitzt. Cubes Stereo Hybrid 140 klettert sehr unkompliziert.
Der Rocky Mountain Powerplay 3.0 ist der Exot unter den Antrieben. Er schiebt im Vollgas-Modus extrem kraftvoll und mit viel Drehmoment, arbeitet dabei aber ungestümer als die Konkurrenz. Der Motor selbst ist sehr leise, zu hören ist nur das Rasseln der Kettenführung.
Der Shimano E8000 (Merida, Husqvarna, Storck) kann in Sachen Maximalkraft nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. Im extremen Gelände ist der Fahrer mehr gefordert. Das Fahrgefühl ist aber angenehm und der Motor gut kontrollierbar. Leider recht laut.
Der neue Bosch Performance CX (Conway, Cube, Simplon) arbeitet besonders geschmeidig und liefert in technischen Anstiegen sehr viel Kontrolle. Er fühlt sich bei niedriger Kadenz nicht ganz so kraftvoll an wie Brose und Rocky, bietet aber dennoch massig Power. Leider recht laut.
Der Brose Drive SMag (Specialized, Rotwild) besticht durch viel Kraft in niedrigen Kadenzen. Er schiebt den Biker mühelos steile Rampen empor. Auffällig: Im Levo arbeitet der Antrieb sehr leise, im voluminösen Rotwild-Rahmen tönt er deutlich lauter.
Conway Xyron 927 Carbon
Conway Xyron 927 Carbon: Die Carbon-Kombi aus Vorbau und Lenker ist extrem leicht, mit 820 mm auch extrem breit. Unser Tipp: kürzen.
Conway Xyron 927 Carbon: Edel! Das Xyron schaltet dank Sram AXS elektronisch und kabellos, gleiches gilt für die Teleskopstütze. Bei der Schaltung ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, die Stütze läuft sehr geschmeidig.
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: SG steht für die stabile Super-Gravity-Karkasse, könnte aber auch "sorglos glücklich" bedeuten. Durchschläge und platte Reifen verhindern die schweren Pneus vorbildlich.
Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: Das Akku-Cover ist gummiert und wertig, der Druckknopf zum Öffnen funktioniert einfach und zuverlässig. Sehr gut gelöst!
Husqvarna Mountain Cross 8
Husqvarna Mountain Cross 8: Die Bedienung der Schiebehilfe ist mit dem E8000-Shifter besser als bei allen anderen Hebeln, dafür muss der Remote-Hebel der Kind-Shock-Stütze von seinem angestammten Platz unter dem Lenker weichen.
Husqvarna Mountain Cross 8: Die Befestigung der Akku-Abdeckung mittels Rändelschraube ist etwas fummelig, und der Wechsel-Akku hakt beim Herausnehmen.
Merida eOne-Sixty 9000
Merida eOne-Sixty 9000: Schlank, schlicht, funktional: Die Kombi aus E7000-Shifter und Daumenhebel für die Teleskopstütze ist ergonomisch top und optisch unauffällig.
Merida eOne-Sixty 9000: Spritzschutz: Mini-Schutzbleche an Vorder- und Hinterrad. An einem Bike für 7400 Euro wirken die günstigen Teile aus weichem Kunststoff aber deplatziert.
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: reduziertes Cockpit! Das Rocky kommt ohne Display. Die LED-Anzeige an der Bedieneinheit für den Akku-Stand ist wenig detailliert, die Unterstützungs-stufe wird nur auf Knopfdruck angezeigt.
Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: Der Powerplay-Motor verfolgt ein ganz eigenes Konzept. Der Antrieb selbst ist leise, dafür rasseln die Ketten umlenkungen.
Rotwild R.C750 Pro
Rotwild R.C750 Pro: Versteckspiel! Um den Druck der DT-Swiss-Gabel einzustellen, muss man eine Kappe abschrauben. Dazu ist ein 10er-Torx integriert, mit dem sich auch die Zugstufe einstellen lässt. Optisch clean, aber kompliziert in der Handhabung!
Rotwild R.C750 Pro: Besonders schnell und geschmeidig geht dafür die Akku-Demontage, ganz ohne Schlüssel.
Simplon Rapcon Pmax
Simplon Rapcon Pmax: Der Magic-Mary-Reifen am Hinterrad mit weicher Gummimischung bietet massig Grip bei nahezu allen Bedingungen. Nur für Asphalt-Touren ist der starke Pneu nicht erste Wahl.
Simplon Rapcon Pmax: Auf dem Unterrohr lässt sich ein externer Zusatz-Akku mit 500 Wh montieren, damit sind besonders lange Touren drin. Das Gesamtsystem kostet aber extra - inkl. Zusatz-Akku 1000 Euro.
Specialized Turbo Levo Expert
Specialized Turbo Levo Expert: Liebe zum Detail.
 Im Steuerrohr des Levo steckt ein Multi-Tool. So sind die wichtigsten Werkzeuge immer griffbereit.
Specialized Turbo Levo Expert: Das teuerste Bike im Test kommt mit der günstigsten Gabel. Die Fox Performance-Gabel muss mit der einfachen FitGrip Dämpfung auskommen.
Storck E:drenalin GTS 500
Storck E:drenalin GTS 500: Die Teleskopstütze bietet nur 125 Millimeter Hub, einige Tester hätten sich in der Abfahrt mehr Bewegungsfreiheit gewünscht.
Storck E:drenalin GTS 500: Die Elffach-Kassette bietet in Kombination mit dem großen Kettenblatt vorne eine recht harte Übersetzung. Für steile Anstiege und stromsparende Fahrweise wären mehr Reserven nötig.
  Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe EMTB 1/2020 können Sie in der EMTB App (<a href="https://itunes.apple.com/de/app/emtb-das-magazin-fur-e-mountainbiker/id1079396102?mt=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">iTunes</a>  und <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=de.delius_klasing.emtb" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Google Play</a> ) lesen oder die Ausgabe im <a href="https://www.delius-klasing.de/emtb-01-2020-emb-2020-01" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DK-Shop bestellen</a> .Foto: Markus Greber
Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe EMTB 1/2020 können Sie in der EMTB App (iTunes  und Google Play ) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop bestellen .

Downloads:

In einigen unserer Auftritte verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Diese sind mit Sternchen (*) gekennzeichnet. Wenn Sie auf so einen Affiliate-Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalten wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter (wie z.B. Amazon) eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis dadurch nicht.

Meistgelesene Artikel