Preiswertes TrailbikeFocus Vice im Test

Stefan Loibl

, Peter Nilges

 · 19.03.2019

Preiswertes Trailbike: Focus Vice im TestFoto: Markus Greber
Preiswertes Trailbike: Focus Vice im Test

Simple Technik, unkompliziertes Hinterbausystem, nur eine einzige Farb- und Ausstattungsoption: Mit dem Vice, das es bereits seit 2017 gibt, beschreitet Focus auf dem Trailbike-Sektor ganz neue Wege.

Und wie es sich für ein solches Mountainbike gehört, hat das Focus Vice (z.B. bei Lucky Bike) seine Stärken ganz klar bergab. Die Sitzposition des Eingelenkers fällt eher aufrecht und komfortabel aus, dafür hat man bergab viel Druck auf dem Vorderrad. Das breite Cockpit mit kurzem Vorbau verleiht viel Sicherheit in technischen Passagen. Die super kurzen Kettenstreben machen sich bezahlt, wenn man das Vorderrad über ein Hindernis lupfen muss oder der Trail Haken schlägt wie ein aufgescheuchter Feldhase. Trotz der Unterschiede beim Federweg wirkt das Rockshox-Fahrwerk stimmig, wobei es nicht zu den sensibelsten gehört. Die Deore-Stopper mit Icetec-Belägen und die breiten, griffigen Maxxis-Reifen unterstreichen die Abfahrtsgene und funktionieren tadellos. Eingebremst wird man dagegen bergauf. Das hohe Gesamtgewicht und die stramme 1x10-Übersetzung lassen auf langen Uphills die Oberschenkel kochen.

  Focus Vice: Wenn schon Einfach-Antrieb, dann  doch bitte mit mehr als zehn Ritzeln. Sonst fällt die Bandbreite der Gänge zu schmal aus.    Foto: Markus Greber
Focus Vice: Wenn schon Einfach-Antrieb, dann  doch bitte mit mehr als zehn Ritzeln. Sonst fällt die Bandbreite der Gänge zu schmal aus.  
  Focus Vice: Der Maxxis-Minion-DHF-Voderreifen mit teurer Dreifach-Gummimischung überzeugte mit solidem Grip und stellte die günstigen Reifen an Bergamont und Haro in den Schatten.Foto: Markus Greber
Focus Vice: Der Maxxis-Minion-DHF-Voderreifen mit teurer Dreifach-Gummimischung überzeugte mit solidem Grip und stellte die günstigen Reifen an Bergamont und Haro in den Schatten.

Test-Fazit zum Focus Vice:

Schlicht, zweckmäßig ausgestattet und abfahrtshungrig: das Focus Vice ist ein preiswertes Trailbike ohne Hang zu langen Uphill-Experimenten.

FOCUS VICE 27,5" – Modelljahr 2018


Preis 1.699 Euro
Erhältlich im Fachhhandel und im Versandhandel


Material / Größen Alu/ S / M / L (48 cm)
Gewicht ohne Pedale 14,57 kg
Federweg vorne/hinten 136 mm/121 mm
Gabel / Dämpfer Rockshox Recon RL / Rockshox Deluxe R
Kurbeln / Schaltung Race Face Aeffect / Shim. Deore
Übersetzung / Lenkerbreite 32; 11–42 / 760 mm
Bremsanlage / Disc vo. / hi. Shimano Deore / 180 mm / 180 mm
Teleskopstütze Kindshock E30is / 125 mm
Laufräder Race Face AR30-Systemlaufräder; Maxxis Minion DHF 3C MaxxTer­ra / SS Exo 27,5 x 2,5/2,3"-Reifen
Reach / Stack / BB-Offset 452 / 628 mm / -21 mm


BIKE-Urteil GUT¹

  Focus ViceFoto: BIKE Magazin
Focus Vice
  Focus Vice – Kennlinien: Vorne bietet das Focus 136 Millimeter Federweg, hinten knappe 121. Dennoch gibt sich das Fahrwerk stimmig.Foto: BIKE Magazin
Focus Vice – Kennlinien: Vorne bietet das Focus 136 Millimeter Federweg, hinten knappe 121. Dennoch gibt sich das Fahrwerk stimmig.
  Focus ViceFoto: BIKE Magazin
Focus Vice


¹Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig.
BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend. ²Preis ggf. zzgl. Kosten für Verpackung, Versand und Abstimmung.


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