Trailbikes

Giant Trance: Ein Trailbike zum Draufhalten

Adrian Kaether

 · 02.12.2021

Giant Trance: Ein Trailbike zum DraufhaltenFoto: Adrian Kaether

Live-Valve, robuste Komponenten, Staufach im Rahmen. Das neue Giant Trance mausert sich zu einem laufruhigen, aber schweren Trailbike. Kann das Trance in der Praxis überzeugen?

Federweg ist nicht alles, wie Giants Trance seit seiner Neuvorstellung vor einigen Jahren immer wieder unter Beweis gestellt hat. Denn es kommt auch darauf an, was man aus dem Federweg macht. Und genau da glänzte das Trance bisher. Eines der ersten Trailbikes, das einen kurzen Hub im Heck (115 Millimeter) mit einer trotzdem überzeugenden Abfahrtsstärke auf anspruchsvollen Strecken verbinden konnte.

Mini-Enduro mit neuer Geometrie: Das ist neu am Trance 2022

Nun rollt die neue Version des Giant-Trailbikes mit Staufach im Rahmen und überarbeiteter Geometrie, aber ähnlichem Mini-Enduro-Konzept an den Start. Nominelle 120 Millimeter Hub soll der bewährte Maestro-Hinterbau nun freigeben, die Giant nach wie vor mit einer 130-Millimeter-Federgabel kombiniert.

Das Giant Trance im Überblick

  • Einsatzbereich: Trail
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg: 130/120 Millimeter
  • Gewicht: ab ca. 13 Kilogramm
  • Rahmengewicht: 2460 Gramm (Größe L - BIKE-Messung)
  • Fünf Modelle von 2799 bis 11699 Euro

In Sachen Gewicht rückt das Giant Trance damit noch näher an das All Mountain Trance X heran. Zu nah vielleicht, denn zumindest beim Gewicht trifft das 13,5 Kilogramm schwere Trance Advanced Pro 1 die Mitte zwischen dem Trance X (13,7 Kilo)und dem 11,3 Kilogramm leichten, neuen Racefully Anthem nur schlecht. Zum Vergleich: Das letzte Trance, das wir in BIKE 4/21 testen konnten, brachte für wohlgemerkt deutlich günstigere 3999 Euro nur 13,1 Kilogramm auf die Waage. Allein der neue Rahmen ist mit Flipchip und Staufach für ein Mehrgewicht von 300 Gramm verantwortlich. Das Elektro-Fahrwerk und die breiten Reifen sorgen für zusätzliche Pfunde.

  Für ein 120-Millimeter-Bike fällt das neue Trance recht schwer aus. Erst bei 13,5 Kilogramm ohne Pedale pendelt sich die Waage bei unserem 6499 Euro teuren Testbike – dem Trance Advanced Pro 1 – ein. Dafür bietet das Giant solide Komponenten, leichte Carbon-Laufräder, das elektronische Live-Valve-Fahrwerk und eine 200-Millimeter-Vario-Stütze (bei Rahmengröße L).Foto: Adrian Kaether
Für ein 120-Millimeter-Bike fällt das neue Trance recht schwer aus. Erst bei 13,5 Kilogramm ohne Pedale pendelt sich die Waage bei unserem 6499 Euro teuren Testbike – dem Trance Advanced Pro 1 – ein. Dafür bietet das Giant solide Komponenten, leichte Carbon-Laufräder, das elektronische Live-Valve-Fahrwerk und eine 200-Millimeter-Vario-Stütze (bei Rahmengröße L).

Detailarbeit am Trance: Flipchip, Vario-Sattelstütze und Staufach

Speziell in Sachen Nutzwert lässt das neue Trance den Vorgänger aber weit hinter sich zurück. Entsperrt durch einen simplen Drehknopf finden im Staufach im Unterrohr Werkzeug und ein Schlauch Platz. Wie bei der Konkurrenz (beispielsweise Orbea) soll eine eigens für das Staufach hergestellte Tasche vermeiden, dass das Materials im Rahmen klappert.

  Per Drehknopf kann man das Staufach im Unterrohr öffnen. Hier finden Werkzeug und Ersatzteile Platz, der Rucksack kann zu Hause bleiben.Foto: Adrian Kaether
Per Drehknopf kann man das Staufach im Unterrohr öffnen. Hier finden Werkzeug und Ersatzteile Platz, der Rucksack kann zu Hause bleiben.

Den Flipchip zur Geometrieverstellung in der Dämpferwippe erbt das Trance von den Modellen mit mehr Federweg. Um 0,7 Grad lassen sich Lenk- und Sitzwinkel so auf die persönliche Vorliebe anpassen. Schön gemacht sind auch die extrem langen Vario-Sattelstützen, die sich schnell und ohne Werkzeug um 30 Millimeter im Hub verstellen lassen. So kommt jeder Fahrer in den Genuss des maximalen Verstellwegs, ohne eine zu hohe Sitzhöhe fürchten zu müssen.

Kettenstreben, Sitzstreben und Unterrohr sind mit soliden Gummischonern ausgestattet, damit Schläge von Kette und Steinen keine Spuren hinterlassenFoto: Adrian Kaether
Kettenstreben, Sitzstreben und Unterrohr sind mit soliden Gummischonern ausgestattet, damit Schläge von Kette und Steinen keine Spuren hinterlassen
Der Flipchip sitzt in der Wippe. Wird der ovale Einsatz gedreht, fallen Lenk- und Sitzwinkel etwas steiler aus als in der flachen Werkseinstellung. Davon profitieren Biker, die ein etwas verspielteres Lenkverhalten suchen.Foto: Adrian Kaether
Der Flipchip sitzt in der Wippe. Wird der ovale Einsatz gedreht, fallen Lenk- und Sitzwinkel etwas steiler aus als in der flachen Werkseinstellung. Davon profitieren Biker, die ein etwas verspielteres Lenkverhalten suchen.
Anders als beim Anthem
 hält Giant beim Trance weiter am Maestro-Hinterbausystem fest. Der Dämpfer wird hier über zwei Wippen von oben und unten gleichzeitig angelenkt. Die untere Wippe (nicht im Bild) ist das einzige Alu-Bauteil am Carbon-Rahmen des Trance.Foto: Adrian Kaether
Anders als beim Anthem hält Giant beim Trance weiter am Maestro-Hinterbausystem fest. Der Dämpfer wird hier über zwei Wippen von oben und unten gleichzeitig angelenkt. Die untere Wippe (nicht im Bild) ist das einzige Alu-Bauteil am Carbon-Rahmen des Trance.
Fox' elektronisches Live-Valve-Fahrwerk analysiert die Federbewegung und sperrt Gabel und Dämpfer im Sprint oder auf der Straße automatisch. Wie bisher auch reagiert das System schnell und zuverlässig.Foto: Adrian Kaether
Fox' elektronisches Live-Valve-Fahrwerk analysiert die Federbewegung und sperrt Gabel und Dämpfer im Sprint oder auf der Straße automatisch. Wie bisher auch reagiert das System schnell und zuverlässig.
Den Float-Dämpfer gibt es für das Live-Valve-System nur mit Ausgeleichsbehälter. Das treibt das Gewicht am Trance weiter in die Höhe.Foto: Adrian Kaether
Den Float-Dämpfer gibt es für das Live-Valve-System nur mit Ausgeleichsbehälter. Das treibt das Gewicht am Trance weiter in die Höhe.
Unter dem Oberrohr sitzt die Steuerungseinheit für das Live-Valve samt Batterie. Das Unterstützungsverhalten lässt sich intuitiv über den rechten Button (Settings Selector) steuern.Foto: Adrian Kaether
Unter dem Oberrohr sitzt die Steuerungseinheit für das Live-Valve samt Batterie. Das Unterstützungsverhalten lässt sich intuitiv über den rechten Button (Settings Selector) steuern.
Im Unterrohr des Trance finden Werkzeug und Ersatzteile Platz.Foto: Adrian Kaether
Im Unterrohr des Trance finden Werkzeug und Ersatzteile Platz.
Der Hebel für die lange Teleskop-Stütze ist ergonomisch, die Bedienung braucht aber zu viel Kraft. Feinfühliges Regulieren der Ausfahrgeschwindigkeit oder der Ausfahrhöhe ist damit kaum möglich.Foto: Adrian Kaether
Der Hebel für die lange Teleskop-Stütze ist ergonomisch, die Bedienung braucht aber zu viel Kraft. Feinfühliges Regulieren der Ausfahrgeschwindigkeit oder der Ausfahrhöhe ist damit kaum möglich.
Ob man bei einem Trailbike wirklich 200 Millimeter Stützenhub braucht? Nicht unbedingt. Größere Fahrer werden den langen Hub aber schätzen und kleinere Fahrer können ihn einfach etwas reduzieren. Der einzige Nachteil ist das etwas höhere Gewicht.Foto: Adrian Kaether
Ob man bei einem Trailbike wirklich 200 Millimeter Stützenhub braucht? Nicht unbedingt. Größere Fahrer werden den langen Hub aber schätzen und kleinere Fahrer können ihn einfach etwas reduzieren. Der einzige Nachteil ist das etwas höhere Gewicht.
Auch über Reifen in 2,5 Zoll kann man streiten. Im Zweifel sind Reifen jedoch schnell getauscht und die edlen, leichten Carbon-Felgen verhelfen dem Giant sogar mit breiten Schlappen zu einem guten Antritt.Foto: Adrian Kaether
Auch über Reifen in 2,5 Zoll kann man streiten. Im Zweifel sind Reifen jedoch schnell getauscht und die edlen, leichten Carbon-Felgen verhelfen dem Giant sogar mit breiten Schlappen zu einem guten Antritt.
Die XT-Bremse mit vier Kolben beißt auf 180er-Scheiben vorne und hinten. Dem Einsatzzweck definitiv angemessen.Foto: Adrian Kaether
Die XT-Bremse mit vier Kolben beißt auf 180er-Scheiben vorne und hinten. Dem Einsatzzweck definitiv angemessen.
Der Carbon-Lenker kommt von Giants Hausmarke Contact.Foto: Adrian Kaether
Der Carbon-Lenker kommt von Giants Hausmarke Contact.
In edlem Schwarz präsentiert sich das Bike, in Richtung Sattelstütze bekommt der Lack einen Metallic-Akzent.Foto: Adrian Kaether
In edlem Schwarz präsentiert sich das Bike, in Richtung Sattelstütze bekommt der Lack einen Metallic-Akzent.
Kettenstreben, Sitzstreben und Unterrohr sind mit soliden Gummischonern ausgestattet, damit Schläge von Kette und Steinen keine Spuren hinterlassenFoto: Adrian Kaether
Kettenstreben, Sitzstreben und Unterrohr sind mit soliden Gummischonern ausgestattet, damit Schläge von Kette und Steinen keine Spuren hinterlassen
Der Flipchip sitzt in der Wippe. Wird der ovale Einsatz gedreht, fallen Lenk- und Sitzwinkel etwas steiler aus als in der flachen Werkseinstellung. Davon profitieren Biker, die ein etwas verspielteres Lenkverhalten suchen.Foto: Adrian Kaether
Der Flipchip sitzt in der Wippe. Wird der ovale Einsatz gedreht, fallen Lenk- und Sitzwinkel etwas steiler aus als in der flachen Werkseinstellung. Davon profitieren Biker, die ein etwas verspielteres Lenkverhalten suchen.
Der Flipchip sitzt in der Wippe. Wird der ovale Einsatz gedreht, fallen Lenk- und Sitzwinkel etwas steiler aus als in der flachen Werkseinstellung. Davon profitieren Biker, die ein etwas verspielteres Lenkverhalten suchen.
Anders als beim Anthem
 hält Giant beim Trance weiter am Maestro-Hinterbausystem fest. Der Dämpfer wird hier über zwei Wippen von oben und unten gleichzeitig angelenkt. Die untere Wippe (nicht im Bild) ist das einzige Alu-Bauteil am Carbon-Rahmen des Trance.
Fox' elektronisches Live-Valve-Fahrwerk analysiert die Federbewegung und sperrt Gabel und Dämpfer im Sprint oder auf der Straße automatisch. Wie bisher auch reagiert das System schnell und zuverlässig.
Den Float-Dämpfer gibt es für das Live-Valve-System nur mit Ausgeleichsbehälter. Das treibt das Gewicht am Trance weiter in die Höhe.
Unter dem Oberrohr sitzt die Steuerungseinheit für das Live-Valve samt Batterie. Das Unterstützungsverhalten lässt sich intuitiv über den rechten Button (Settings Selector) steuern.
Im Unterrohr des Trance finden Werkzeug und Ersatzteile Platz.
Der Hebel für die lange Teleskop-Stütze ist ergonomisch, die Bedienung braucht aber zu viel Kraft. Feinfühliges Regulieren der Ausfahrgeschwindigkeit oder der Ausfahrhöhe ist damit kaum möglich.
Ob man bei einem Trailbike wirklich 200 Millimeter Stützenhub braucht? Nicht unbedingt. Größere Fahrer werden den langen Hub aber schätzen und kleinere Fahrer können ihn einfach etwas reduzieren. Der einzige Nachteil ist das etwas höhere Gewicht.
Auch über Reifen in 2,5 Zoll kann man streiten. Im Zweifel sind Reifen jedoch schnell getauscht und die edlen, leichten Carbon-Felgen verhelfen dem Giant sogar mit breiten Schlappen zu einem guten Antritt.
Die XT-Bremse mit vier Kolben beißt auf 180er-Scheiben vorne und hinten. Dem Einsatzzweck definitiv angemessen.
Der Carbon-Lenker kommt von Giants Hausmarke Contact.
In edlem Schwarz präsentiert sich das Bike, in Richtung Sattelstütze bekommt der Lack einen Metallic-Akzent.
Kettenstreben, Sitzstreben und Unterrohr sind mit soliden Gummischonern ausgestattet, damit Schläge von Kette und Steinen keine Spuren hinterlassen

Zusätzlich zur langen Teleskop-Stütze (200 Millimeter bei Rahmengröße L) unterstreichen 2,5 Zoll breite Maxxis-Reifen den Downhill-Anspruch des Trance. Eine überarbeitete Geometrie mit etwas längerem Reach, flacherem Lenk- und einem zwei Grad steileren Sitzwinkel soll das Bike ausgewogener machen. Die beiden Topmodelle stehen für maximale Effizienz mit Fox‘ überarbeitetem Live-Valve-Fahrwerk beim Händler – im Vergleich zum konventionellen Fahrwerk ist das Live-Valve-System jedoch auch gut ein halbes Kilogramm schwerer.

  Um den Hub der 200-Millimeter-Stütze zu reduzieren, fährt man die Stütze etwas ein, dreht die Manschette ab und verschiebt den weißen Plastik-Ring. Dann einfach die Manschette wieder handfest anziehen.Foto: Adrian Kaether
Um den Hub der 200-Millimeter-Stütze zu reduzieren, fährt man die Stütze etwas ein, dreht die Manschette ab und verschiebt den weißen Plastik-Ring. Dann einfach die Manschette wieder handfest anziehen.
  Gegenüber dem Vorgänger-Trance fällt der Lenkwinkel beim neuen 2022er-Modell noch etwas flacher aus. Ein deutlich steilerer Sitzwinkel und längerer Reach orientieren den Fahrer weiter nach vorne.Foto: Giant
Gegenüber dem Vorgänger-Trance fällt der Lenkwinkel beim neuen 2022er-Modell noch etwas flacher aus. Ein deutlich steilerer Sitzwinkel und längerer Reach orientieren den Fahrer weiter nach vorne.

Giant Trance 2022: Fünf Ausstattungen in Carbon und Alu

Insgesamt zwei Alu- und drei Carbon-Versionen von Giants Bestseller wird es in Deutschland geben. Das Topmodell Trance Advanced Pro 0 kostet mit exklusiver Ausstattung satte 11699 Euro. Unser Testbike, das Advanced Pro 1, gibt’s dann für schon etwas fairere 6499 Euro. Bei ebenfalls noch starker Ausstattung mit Live-Valve-Fahrwerk, Carbon-Laufrädern und voller XT-Gruppe. Das günstigste Carbon-Modell wird 4799 Euro kosten, die Preise für die Aluminium-Bikes beginnen bei 2799 Euro. Für 3299 Euro steht die bessere der beiden Alu-Ausstattungen mit Fox-Performance-Fahrwerk und solider Shimano SLX-Gruppe beim Giant-Händler. Die ersten Räder sollen Anfang 2022 ausgeliefert werden.

  Das Topmodell Trance Advanced Pro 0 für stolze 11699 Euro setzt auf Elektronik an allen Fronten. Neben dem Live-Valve-Fahrwerk ist eine Sram XX1 Eagle AXS-Schaltung verbaut, den Luftdruck an den Zipp 3Zero MOTO Carbon-Laufrädern kontrollieren TyreWiz-Sensoren. Nur die Vario-Sattelstütze von TranzX wird mechanisch gesteuert.Foto: Hersteller
Das Topmodell Trance Advanced Pro 0 für stolze 11699 Euro setzt auf Elektronik an allen Fronten. Neben dem Live-Valve-Fahrwerk ist eine Sram XX1 Eagle AXS-Schaltung verbaut, den Luftdruck an den Zipp 3Zero MOTO Carbon-Laufrädern kontrollieren TyreWiz-Sensoren. Nur die Vario-Sattelstütze von TranzX wird mechanisch gesteuert.
  Wie sich das Alu-Trance zum fairen Preis gegen die Trailbike-Konkurrenz um 3000 Euro schlägt? Die Antwort gibt’s im Trailbike-Test in BIKE 1/2022 – ab 7. Dezember am Kiosk, in der App und im Onlineshop.Foto: Georg Grieshaber
Wie sich das Alu-Trance zum fairen Preis gegen die Trailbike-Konkurrenz um 3000 Euro schlägt? Die Antwort gibt’s im Trailbike-Test in BIKE 1/2022 – ab 7. Dezember am Kiosk, in der App und im Onlineshop.
  BIKE 1/2022 "Ride Green – die grüne Ausgabe" – ab 7. Dezember erhältlich. Bestellen Sie sich die aktuelle <a href="https://www.delius-klasing.de/bike" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIKE versandkostenfrei nach Hause</a>  oder lesen Sie die Digital-Ausgabe in der BIKE App für <a href="https://itunes.apple.com/de/app/bike-das-mountainbike-magazin/id447024106?mt=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">iOS</a>  oder <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pressmatrix.bikeapp" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Android</a> . Besonders günstig und bequem erleben Sie <a href="http://www.delius-klasing.de/bike-lesen-wie-ich-will?utm_campaign=abo_2020_6_bik_lesen-wie-ich-will&utm_medium=display&utm_source=BIKEWebsite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIKE im Abo</a> .Foto: BIKE Magazin
BIKE 1/2022 "Ride Green – die grüne Ausgabe" – ab 7. Dezember erhältlich. Bestellen Sie sich die aktuelle BIKE versandkostenfrei nach Hause oder lesen Sie die Digital-Ausgabe in der BIKE App für iOS oder Android . Besonders günstig und bequem erleben Sie BIKE im Abo .
  Auch beim Trance Advanced Pro 2 bekommt man für 4799 Euro Carbon-Laufräder. Um die Gangwechsel kümmert sich eine Shimano SLX, verzögert wird mit einer Shimano Deore-Bremse (Vierkolben-Version). Das Fahrwerk kommt von Fox (34 Rhythm, Float DPS Performance).Foto: Hersteller
Auch beim Trance Advanced Pro 2 bekommt man für 4799 Euro Carbon-Laufräder. Um die Gangwechsel kümmert sich eine Shimano SLX, verzögert wird mit einer Shimano Deore-Bremse (Vierkolben-Version). Das Fahrwerk kommt von Fox (34 Rhythm, Float DPS Performance).
  Mit dem 2022er Alu-Trance bleibt Giant bei einem Einstiegspreis von 2799 Euro. Das Trance 2 ist mit einer Marzocchi Z2-Gabel, Shimanos Deore-Schaltung (1x12 Gänge), gruppenlosen Shimano-Bremsen und vielen Giant-Komponenten ausgestattet. Das Gesamtgewicht dürfte um 15,0 Kilo liegen. Den Flipchip hat der Alu-Rahmen auch, das Staufach nicht.Foto: Hersteller
Mit dem 2022er Alu-Trance bleibt Giant bei einem Einstiegspreis von 2799 Euro. Das Trance 2 ist mit einer Marzocchi Z2-Gabel, Shimanos Deore-Schaltung (1x12 Gänge), gruppenlosen Shimano-Bremsen und vielen Giant-Komponenten ausgestattet. Das Gesamtgewicht dürfte um 15,0 Kilo liegen. Den Flipchip hat der Alu-Rahmen auch, das Staufach nicht.

All Mountain für Könner: Das Carbon-Trance im ersten Fahreindruck

Ein steilerer Sitzwinkel, ein längerer Reach und Fox‘ Live-Valve-Fahrwerk. Kann das neue Giant Trance damit das etwas behäbige Handling des Vorgängermodells bergauf hinter sich lassen? Tatsächlich fällt es auf dem neuen Trance deutlich leichter auch technische Passagen bergauf zu meistern. Die leichten Carbon-Laufräder unseres Testbikes Trance Advanced Pro 1 können aber nur zum Teil über die schwere Bereifung und das für ein Trailbike dieser Preisklasse hohe Gesamtgewicht hinwegtäuschen. Immerhin: Der Hinterbau wippt auch bei abgeschaltetem Live-Valve wenig und generiert viel Traktion. Im winterlichen Matsch kommt eher der Hinterreifen an seine Grenzen.

  Das Live-Valve-Fahrwwerk funktioniert unauffällig gut und lässt sich leicht auf die Vorlieben des Fahrers anpassen. Neuerdings kann man auch per App auf die Feineinstellung zugreifen.Foto: Adrian Kaether
Das Live-Valve-Fahrwwerk funktioniert unauffällig gut und lässt sich leicht auf die Vorlieben des Fahrers anpassen. Neuerdings kann man auch per App auf die Feineinstellung zugreifen.

Etwas untypisch für diese Federwegsklasse: Erst bergab ist das Giant Trance richtig in seinem Element. Dabei darf es ruhig auch steil, schnell und ruppig zugehen, denn erst dann spielen Fahrwerk und Geometrie ihre Vorteile aus. Wer nur mit moderater Geschwindigkeit über flache und zahme Trails rollt, kann das Bike zwar leicht in die Luft ziehen, tut sich ansonsten aber schwer, das Potenzial des neuen Trance überhaupt auszunutzen.

  Über den Flip-Chip in der Dämpferwippe lässt sich die Geometrie um 0,7 Grad anpassen.Foto: Adrian Kaether
Über den Flip-Chip in der Dämpferwippe lässt sich die Geometrie um 0,7 Grad anpassen.

Das neue Trance spricht damit eindeutig schnelle Piloten an, die bergab sauber ihre Linien treffen und ein lebendiges sowie sportliches Bike für schweres Gelände suchen. Als komfortables Touren-All-Mountain oder für weniger versierte Fahrer dürfte das minimal schwerere Trance X die bessere Figur machen. Wer weniger anspruchsvolle Trails oder lange Marathon-Runden fährt, ist mit einem modernen Racer wie dem neuen Anthem deutlich besser beraten.

Wie sich das Giant Trance Advanced in einem ausführlichen Test schlägt, sowie alles zum Live-Valve-Fahrwerk von Fox, lesen Sie demnächst in BIKE 2/2021 – ab 4. Januar im Handel.

Meistgelesene Artikel